#WissenschaftswebvideoInternational – auf Französisch

Wie sieht die ScienceTuber Landschaft weltweit aus? Wir haben recherchiert! 

Die deutsche ScienceTuber-Szene ist euch Fast Forward Science Followern wohl bekannt. Doch wie sieht es in anderen Ländern aus? Heute stellen wir euch französischsprachige ScienceTuber vor. Viele bieten zusätzlich französische Untertitel an, also die perfekte Gelegenheit sein Französisch etwas aufzubessern.

Bonjour à tous et à toutes. Aujourd’hui on vous présente des chaînes de vulgarisation scientifique françaises.

C’est une autre histoire – Manon Bril 

„Das ist eine andere Geschichte“ – Auf diesem Kanal dreht sich alles um Geschichte und Archäologie. Von kurzen Zeichentrickvideos bis tiefgehenden Wissenschaftsvideos ist auf dem Kanal von Manon alles zu finden. Mit Witz, Leidenschaft und unterschiedlichen Formaten spricht sie von skurrilen geschichtlichen Ereignissen – wie dem Diebstahl von Charlie Chaplins Sarg – aber auch von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Forschungen aus ihrem Themenbereich. 

Fouloscopie – Mehdi Moussaïd  

Wieso singt eine Menschenmenge immer richtig? Kann eine Menschenmasse Kasparov im Schach schlagen? Wie verbreitet sich Panik in einer Menge? Mehdi Moussaïd forscht zu all diesen  Themen. Um genauer zu sein, erforscht  er die Verhaltensweisen von Menschenmassen. Mit vielen popkulturellen Anspielungen, Beispielen aus seiner Forschungsarbeit und Simulationen weckt er gekonnt das Interesse an diesem interdisziplinären Forschungsgebiet. 

DirtyBiology – Léo Grasset

Vor sechs Jahren begann Léo Grasset mit seinen Videos und gehört inzwischen mit über 1 Mio. Abonnenten zu den großen ScienceTubern Frankreichs. Er verbindet die unterschiedlichsten Themen, vom Klimawandel über das Farbspektrum bis zu Epidemien, mit gut geschnittenen Videos. Immer gut recherchiert und mit wissenschaftlicher Tiefe. 

ExperimentBoy – Baptiste Mortier-Dumont 

Du liebst es, wenn Dinge explodieren? Experimentboy lässt nichts anbrennen – oder gerade doch? Neben zahlreichen Experimenten, bei denen gerne etwas in die Luft fliegt, macht er zusätzlich viele Videos zu seinen Heimwerkerprojekten. Der wissenschaftliche Hintergrund kommt dabei nie zu kurz. 

Science de comptoir – Valentine D. 

Alles über Steine! Die Wissenschaftsjournalistin Valentine D. erklärt auf ihrem YouTube-Kanal die Welt der Geologie. Wenn du schon mal das Leben eines Sandkorns nachverfolgen wolltest, bist du hier genau richtig!

Nota Bene – Benjamin Brillaud

Geschichte aus allen Perspektiven. Von regionaler Geschichte bis zu weltgeschichtlichen Ereignissen, von der Antike über die Wikinger bis heute – mit über 200 Videos bietet der Kanal viel Material um sein geschichtliches Wissen aufzufüllen.

Jamy – Jamy Gourmaud

Während des Lockdowns hat Jamy , der aus dem Fernsehen bekannte Wissenschaftskommunikator, seinen YouTube Kanal gestartet und jeden Tag ein kurzes Wissenschafts-Webvideo rausgebracht. Immer mit kleinen Modellen und vielfältigen Themen, vorrangig aus der Naturwissenschaft. Einfach erklärt, sodass auch jeder es versteht. Ein Hingucker für Groß und Klein.

Un Créatif 

Wer sich für Marketingstrategien und Framing im Marketing interessiert, ist hier genau richtig. Un Créatif untersucht Marken und deren Verkaufs- und Imagestrategien kritisch und zeigt so die Funktionsweise auf, die zum Kauf und Konsum animieren sollen.

Linguisticae

Wie der Name des Kanals es andeutet, hier geht es um Sprache, Wörter und Grammatik! Spannend und unterhaltsam werden einzelne Wörter analysiert, alte Sprachen vorgestellt und auch der “Grammarnazi” thematisiert. Wer was über die Entstehung und Entwicklung von Sprache lernen möchte, ist hier genau richtig!

Homo Fabulus 

Auf diesem Kanal dreht sich alles um Biologie und das Gehirn. Das Ziel: Das menschliche Verhalten besser verstehen. Neben aktuellem Corona-Content beschäftigt er sich mit Fragen der Moral und beleuchtet das Thema aus vielen Perspektiven. 

Noch nicht genug?

Wer noch weitere französische ScienceTuber sehen möchte kann einen Blick in das Café des sciences werfen. Dort haben sich viele Wissenschaftler*innen und Kommunikator*innen zusammengeschlossen, um Wissenschaftskommunikation zu betreiben! Die Formate gehen von Podcasts, über Comics bis zu den beliebten Webvideos. Schau doch mal rein!

 

C’est la fin de notre semaine française. Au revoir et à bientôt!

Das ist das Ende unserer französischen Woche.

WANTED – die besten Webvideos für die Wissenschaft!

Der Webvideo-Wettbewerb für die Wissenschaft geht in die 8. Runde! Wie jedes Jahr suchen wir nach den besten Webvideos rund um Wissenschaft, Forschung und Innovation. Ab heute kannst du deine Videos einreichen: Die Deadline ist der 26. Juli. Also nicht lange zögern und ran an die Kamera! 

Du schaffst es, ein besonders komplexes Thema anschaulich zu erklären? Dann bist du in unserer Kategorie SUBSTANZ richtig aufgehoben. Du transportierst Inhalte am liebsten mit viel Humor und einer gehörigen Prise Entertainment? Dann ist die Kategorie SCITAINMENT wie für dich gemacht. Klagst du nicht über Schwierigkeiten, sondern stellst dich der Herausforderung? Zeig uns deine Ideen, wie du die Herausforderungen der Zukunft meistern würdest. Egal ob noch Gedankenspiel oder schon in der Umsetzung, überzeuge uns davon in der Kategorie VISION.

 

Wie gehst du jetzt am besten vor? Einfach auf TEILNEHMEN klicken! 

Dort haben wir ganz genau zusammengefasst, mit welchen Videos du teilnehmen kannst kannst und worauf du sonst noch achten solltest. Über das EINREICHFORMULAR kannst du direkt loslegen und dein Video – oder deine Videos – einreichen!

 

Dieses Jahr haben wir auch wieder ein paar Neuerungen!

>> Erstmalig wird der Young Scientist Award an das beste Webvideo von Nachwuchsforschenden verliehen. Partner ist der Deutsche Zukunftspreis.

>> Die formalen Teilnahmebedingungen haben wir teilweise überarbeitet. Es lohnt sich also nicht nur für Fast-Forward-Science-Neulinge einen Blick hineinzuwerfen.

Pssst … Halte dich bereit! Am 15. Mai, Highnoon (also um genau 12 Uhr mittags) startet das große Duell (also die Super Fast 24h-Instagram-Challenge) vor deinem Saloon (also im Internet…). Bleib wachsam und verfolge unsere Kanäle, um das Thema nicht zu verpassen. Bist du unabhängig (also freischaffend) oder gehörst einer kleinen Gruppe von Mitstreitern an (also einer Agentur von bis zu 5 Mitarbeitern), dann hast du die Chance auf einen besonderen Coup.Werde zum Goldsucher und überzeuge mit deinen Wissenschafts-Webvideos oder -Stories! 

Gender & Diversity – auch bei Wissenschaftsvideos ein Thema?

In den vergangenen Jahren erlangten einige Tests an Bekanntheit, mit denen die Repräsentation von Frauen und die Reproduktion von Geschlechterrollen in Filmen geprüft werden können. Höchste Zeit also, sich einmal zu fragen, wie die Lage bei Wissenschaftsvideos aussieht und die Zahlen des aktuellen Fast-Forward-Science-Webvideo-Wettbewerbs näher anzusehen. Gastautorin Johanna Barnbeck ist künstlerische Forscherin und Kreativberaterin für Wissenschaftskommunikation. Als Gründerin von Spread the Nerd entwickelt sie mit ihrem Team Filme, Multimediaprojekte und neue Formate für Universitäten und Forschungszentren. Außerdem ist sie langjähriges Mitglied der Jury von Fast Forward Science.

 

Die Filmbranche wurde in den vergangenen Jahren durch die #askhermore- und #metoo-Bewegung aufgerüttelt und gezwungen, die eigenen Strukturen und Produktionsbedingungen zu reflektieren. Sie hat dafür gesorgt, dass die erzählten Geschichten, die abgebildeten Protagonistinnen und Protagonisten ein ganzes Stück vielfältiger und diverser wurden. Erzählt werden nicht mehr nur die Fantasien und Heldengeschichten weißer Männer.

Doch was hat das mit Wissenschaftsvideos zu tun? Institutionen und Wissenschaftskommunikatoren beauftragen und produzieren ja eher selten Hollywoodfilme. Zudem drehen sich Wissenschaftsvideos vornehmlich um Forschungsinhalte. Braucht die Diskussion hier also nicht geführt werden?

Weit gefehlt: Denn die Entscheidung, wie und mit welchen visuellen Mitteln eine Geschichte erzählt wird, enthält immer auch Momente, in denen Hierarchien und Geschlechterverhältnisse eine Rolle spielen. Soziale Aspekte werden visuell mit ausgedrückt,  Personen und Objekten schreiben wir eine kulturelle Bedeutung zu, wir ziehen Schlüsse aus dem Alter der Personen und daraus, in welchen Funktionen Männer und Frauen sichtbar sind.[1] Und so passiert es auch, dass wir bestimmte Ungleichheiten nicht als solche wahrnehmen, weil wir uns an sie gewöhnt haben und auf andere inhaltliche Aspekte achten.

Nun werden sich einige Kommunikatorinnen und Kommunikatoren vielleicht die Haare raufen und sagen: Auf was sollen wir denn noch alles achten? Die akkurate Darstellung und Übersetzung von wissenschaftlichen Inhalten für unterschiedliche Zielgruppen ist Herausforderung genug!

Eine Vielzahl von Studien belegt jedoch, dass es weibliche und diverse Identifikationspersonen als Vorbilder in den Medien und im Wissenschaftssystem braucht, um zu einem gleichberechtigten und vielfältigem Geschlechterverhältnis in Universitäten und Forschungseinrichtungen zu gelangen.[2]

Wissenschaftskommunikation muss also neben den Forschungsinhalten auch Gender und Diversität, Nachhaltigkeit und Klimawandel, Ethik, aber auch das Wissenschaftssystem selbst, angemessen abbilden. All das sind Querschnittsaspekte, die in der Kommunikation nicht vernachlässigt werden sollten, da sie sonst der Forschung nicht gerecht wird. Wissenschaftskommunikation sollte sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein.

Aber zurück nach Hollywood: Um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie viel oder wenig weibliche Figuren sichtbar sind und sich zumeist der Zuschauerin oder dem Zuschauer nicht zur Identifikation eignen, hat die Comiczeichnerin Alison Bechdel in einem ihrer Comics einen Test eingebaut. Von den Mainstreammedien wurde er Anfang der 2010er Jahre wiederentdeckt. Inzwischen gibt es eine Webseite[3], auf derErgebnisse des Tests für etwa 6.500 Filme von Nutzerinnen und Nutzern eingetragen werden können. Auch ist der Bechdel-Test heute nicht selten Teil von Filmkritiken.

 

Wie funktioniert der Bechdel-Test?

Der Bechdel-Test wertet Frauenrollen in Filmen aus, um mit den Ergebnissen zu verdeutlichen, dass Frauen immer noch unterrepräsentiert sind[4]. Mit dem Test lässt sich eine einfache Aussage über einen Film treffen: Gibt es weibliche Protagonistinnen mit denen sich Zuschauerinnen und Zuschauer jenseits eines stereotypen Rollenmodells identifizieren können? Denn in Filmplots funktionieren die Frauenrollen häufig nur in Relation zu den Männerollen: Ihre Unterhaltungen und ihr Handeln sind auf nur auf diese ausgerichtet.

Wie genau funktioniert der Test? Es sind drei Fragen, die für jeden Spielfilm oder jede Dokumentation leicht zu beantworten sind:

  • Gibt es zwei Frauenrollen, die einen Namen haben?
  • Sprechen sie miteinander?
  • Unterhalten sie sich über etwas anderes als Männer?

Das klingt wie ein Scherz, doch es ist erschreckend, wie viele Kinofilme den Test nicht bestehen. Durchgefallen etwa sind die Herr der Ringe-Trilogie oder auch Lola rennt.[5]
Der Test trifft dabei keine qualitative Aussage über den Film, sondern macht lediglich deutlich, ob Identifikationspotenzial mit weiblichen Figuren besteht.

Der Bechdel-Test hat seit den 1980ern verschiedene Filmemacherinnen, Kritikerinnen und Schauspielerinnen dazu inspiriert, weitere Tests zu entwickeln. Der Mako-Mori-Test etwa schaut, ob eine weibliche Protagonistin einen Erzählbogen hat, der nicht nur den eines männlichen Protagonisten unterstützt.
Einige Tests wenden sich auch Aspekten der Filmproduktion zu. So wird etwa gefragt: War eine Frau am Drehbuch oder an der Regie beteiligt? Wie sieht das Geschlechterverhältnis im Produktionsteam aus? Gibt es in jedem Department mindestens zwei Frauen, so dass eine der anderen den Rücken stärken kann (Rees-Davies-Test)? Wie ist das Geschlechterverhältnis am Set, wenn Entscheidungen getroffen werden (Uphold-Test)? Sind auch nicht-weiße Frauen in nicht-stereotyper Weise im Film dargestellt (Ko-Test, Whaite-Test)?

Hintergrund dieser Überlegungen ist es, dass Frauen meistens von Männern in Szene gesetzt werden. Es sind Männern, die beschließen, wie Frauen dargestellt werden. Noch schlimmer wird es, wenn zu dieser Darstellung noch Rassen- und Klassenstereotype hinzukommen.
Deutlich wird: Ein einziger Test reicht nicht aus, um die Diversitätsdimensionen eines Films differenziert zu beleuchten.

 

Finkbeiner für die Wissenschaft

Der Bechdel-Test inspirierte aber nicht nur weitere Methoden der Film-, sondern auch der Textanalyse. Die Wissenschaftsjournalistin Christie Aschwanden etwa entwickelte den Finkbeiner-Test. Damit lassen sich journalistische Texte daraufhin überprüfen, ob sie Genderstereotype verfestigen. Ann Finkbeiner – der dieser Test gewidmet ist – hatte zuvor betont, dass sie es leid sei, weitere Porträts über Wissenschaftlerinnen zu schreiben, in denen deren Erfolge durch die Erwähnung ihres Geschlechts eingeschränkt werden.

Um den Finkbeiner-Test zu bestehen, darf ein Porträt über eine Wissenschaftlerin folgende Aspekte nicht erwähnen[6]:

  • dass sie eine Frau ist
  • den Job ihres Mannes
  • die Art, wie ihre Kinderbetreuung geregelt ist
  • ihren fürsorglichen Umgang mit den Mitarbeitenden
  • wie überrascht sie vom Konkurrenzdenken in ihrer Disziplin war
  • dass sie ein Vorbild für andere Frauen ist
  • dass sie die „erste Frau ist, die …“

 

De Finkbeiner-Test ist es also im Unterschied zu den anderen Tests wichtig, dass das Geschlecht keine hervorgehobene Rolle spielt (und höchstens anhand des Namens oder des Fotos zu erkennen ist). Ein Porträt über eine Wissenschaftlerin als Frau, Mutter oder Pionierin bedeutet, dass Gleichberechtigung weiterhin keine Selbstverständlichkeit ist.

 

Wie würde ein Bechdel- oder Finkbeiner-Test für Wissenschaftsvideos aussehen?

Wie sieht das Ganze nun bei den viel kürzeren Wissenschaftsvideos aus? Welche Kriterien muss ein Kurzfilm oder Video erfüllen, um den Wisskomm-Bechdel-Test zu bestehen? Und welche Produktionsbedingungen können als Mindestanforderung aussagekräftig miteinbezogen werden (wenn vielleicht vor und hinter der Kamera jeweils nur eine Person steht)?

Bei diesen kurzen Videos haben die Plots nicht nur weniger Zeit sich zu entfalten, sondern sie sind auch von weniger zentraler Bedeutung. In den Beiträgen stehen Wissensvermittlung und wissenschaftliche Inhalte – auf unterhaltsame und verständliche Art – im Mittelpunkt. Trotzdem gibt es Protagonistinnen und Protagonisten, mit denen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer identifizieren können. Und auch wird ausgewählt, welcher Wissenschaftler oder welche Wissenschaftlerin in welcher Funktion befragt und vorgestellt wird.

Ein Test für die Wissenschaftskommunikation würde auf eine selbstverständliche Darstellung von Wissenschaftlerinnen abzielen. Und auch andere Diversitätsdimensionen könnten Gegenstand weiterer Tests sein. Es mag manchen als Widerspruch erscheinen, dieses dann zunächst hervorzuheben, doch es ist eben noch keine Selbstverständlichkeit.

Aber wie steht es denn nun eigentlich um die Repräsentation von Frauen und Männern in Wissenschaftsvideos? Ein Blick auf die aktuellen Statistiken des Fast Forward Science Awards soll als Grundlage dafür dienen, welche Anforderungen ein Test haben müsste, um Wissenschaftsvideos gerecht zu werden.

Die Einreichungen für den Webvideo-Preis sind zwischen 2 und 27 Minuten lang und alle auf YouTube zu sehen. Es werden neben fiktionalen Geschichten und Erklärvideos auch Videos mit dokumentarischem oder reportagigem Charakter eingereicht.

Eine – wenn auch oberflächliche – inhaltliche Analyse der beiden Kategorien Substanz (65 Einreichungen) und Scitainment (31 Einreichungen) ergeben folgendes Bild[7]:

Insgesamt gibt es also einen Anstieg an Einreichungen von und mit Frauen, die in Richtung einer ausgeglichenen Beteiligung deuten. Trotzdem bleiben Fragen offen: Warum gibt es im Vergleich immer noch signifikant mehr männliche Einreichende?

Wissenschaftlerinnen tauchen in den eingereichten Webvideos weniger häufig als Expertinnen auf als männliche Kollegen und es gibt weniger Frauen, die eigene Wisskomm-Youtube-Kanäle betreiben und somit weniger häufig selbst Informationen über Wissenschaft verbreiten.[8] Detailliertere inhaltliche Bild- und Hierarchieanalysen wären spannend, liegen aber noch nicht vor.[9] Es fällt daher schwer, auf dieser Basis einen so prägnanten Test wie den Bechdel-Test für Wissenschaftsvideos zu konzipieren.

Wir sollten uns dennoch der Herausforderung stellen und uns überlegen, was spezifische Eigenschaften von Gender und Diversity, aber auch von Wissenschaftsvideos und dem Wissenschaftssystem sind, die in einen solchen Test mit einbezogen werden sollten. Und wie viele Tests braucht es überhaupt, um auch die ganze Vielfalt wissenschaftlicher Inhalte und Kontexte zu berücksichtigen? Haben Sie eine Idee, wie ein vergleichbarer Test für Wissenschaftsvideos aussehen könnte? Welche Aspekte müsste er berücksichtigen?

Schreiben Sie es gerne in die Kommentare.

Auf eine spannende und konstruktive Diskussion – an deren Ende vielleicht einer oder mehrere neue Tests stehen!

 

Gastbeiträge spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung unserer Redaktion wider. Dieser Artikel ist bereits am 23. September 2019 in der Kategorie Journal auf der Plattform Wissenschaftskommunikation.de erschienen.

 


[1] Die „Handlungsempfehlungen für eine diversitätssensible Mediensprache“ der Universität Frankfurt beschreibe weitere Aspekte und geben Praxistipps für die Medienproduktion https://www.uni-frankfurt.de/66760835/Diversit%C3%A4tssensible_Mediensprache.pdf

[2] Ausführlicher beschrieben in „Gleichberechtigt ist das neue Normal“, ein Überblick zu gleichberechtigter Sichtbarkeit und Bildsprache in der Wissenschaftskommunikation mit Links zu weiteren Leitfäden https://www.wissenschaftskommunikation.de/gleichberechtigt-ist-das-neue-normal-27101/

[3] www.bechdeltest.com

[4] Die Unterrepräsentation trifft natürlich nicht nur auf Frauen zu, der Test wurde zunächst jedoch so entwickelt. Aspekte der Diversität und Vielfalt in der Repräsentation werden in diesem Artikel ebenfalls behandelt und es als gleichermaßen wichtig erachtet, den Diskurs dahingehend fort zu führen.
[5] https://www.musikexpress.de/zum-weltfrauentag-welche-filme-bestehen-den-sexismus-test-501294/

[6] https://archives.cjr.org/the_observatory/finkbeiner_test_gender_gap_fem.php
[7] Die nachfolgende Analyse geht von 65 Einreichungen für Substanz und 31 Einreichungen für Scitainment aus. N=96.

[8] Oder man könnte annehmen, dass sie ihre Videos nicht für den Wettbewerb einreichen. Leider sind bei Recherche und nicht-repräsentativem bei Wissenschaftskommunikatorinnen und -kommunikatoren zu diesem Thema nur einige wenige Namen und Kanäle zusammengekommen, so dass sich zumindest der Eindruck erhärtet.
[9] Wie eine umfangreiche Analyse anhand von Diversitätsdimensionen für eigene Projekte durchgeführt werden kann, wird u.a. in „Diversitätssensible Mediensprache“ hilfreich beschrieben https://www.uni-frankfurt.de/66760835/Diversit%C3%A4tssensible_Mediensprache.pdf

„HERO“ – Preisträger der Super Fast – 24h-Instagram-Challenge

Das Thema der diesjährigen Super Fast Challenge war „HERO“ und genauso heldenhaft haben sich die Teilnehmenden auf die schwierige Aufgabe gestürzt: Ein wissenschaftliches Thema in nur 24 Stunden in einer Instagram-Story zu verpacken. Wir waren nicht nur begeistert von den vielen verschiedenen Themen, sondern auch von der Rekordzahl von 18 Heldinnen und Helden, die ihre Instagram-Kräfte aktiviert haben! Auch wir arbeiten Super Fast und präsentieren euch 48 Stunden nach Ende des Wettbewerbs hier unsere Favoriten-Stories und den Preisträger.

Gewinner: „Die Heldenreise“

In dieser Story wird es episch. Unser Instagramgewinner @Dannybanause widmet sich dem literarischen Prinzip der Heldenreise, dem archetypischen Weg vieler Heldinnen und Helden in alten oder modernen Geschichten. Bei seinem Beispiel von Luke Skywalkers Heldenreise in Star Wars schlugen die Nerd-Herzen unserer Jury schneller. Er hat gezeigt, wie einfach die Geisteswissenschaften ihre Anwendung im Alltag finden und Literatur doch praxisbezogener sein kann als viele vielleicht denken. Doch selbst das heroischste Epos hat noch Verbesserungspotential: So hätten mehr Instagram-Storyelemente, wie Hashtags und Verlinkungen, der Story mehr Interaktivität und Gelegenheit zur weiteren persönlichen Recherche gegeben. Am Ende überzeugte das Video aber durch seine Ausgewogenheit in allen Kategorien – einfach eine runde Story.

 

Weitere Favoriten

Doch die Entscheidung war knapp! Andere Videos waren der Heldenreise dicht auf den (Achilles)-Fersen und haben die Jury in einzelnen Kategorien besonders überzeugt. In der Kategorie Inhalt stach A-Girl von DoktorWissenschaft besonders heraus. PlantsandPipettes glänzte in seiner Story zum Löwenzahn mit einem  spielerisch und trotzdem sinnvollen Einsatz verschiedener Storyelemente von Instagram. Besonders unterhaltsam ging es in Spiderman und die Physik von ScienceBirds um Spinnenseide.

Start der Super Fast – 24h-Instagram-Challenge

Du funktionierst am besten unter Zeitdruck und suchst die besondere Herausforderung? Dann ist die Super Fast – 24h-Instagram-Challenge genau das richtige für dich! Dieses Jahr ist alles neu: Fast Forward Science goes Instagram! Dir bleiben exakt 24h um eine Instagram-Story zu wissenschaftlichen Themen zu produzieren. Viel zu einfach? Nicht so eilig, denn wir geben das Thema und einige Produktionsbedingungen vor.

Die Spannung steigt…was könnte es nur sein? Und das diesjährige Thema von Super Fast lautet:

 

HERO

 

Dein Vorbild aus Jahrhunderten der Wissenschaftsgeschichte; Ameisen, die das Vielfache ihres Körpergewichts tragen; Fresszellen, die den Körper vor Krankheitserregern schützen – es gibt viele große und kleine Heldinnen und Helden auf der Welt. HEROES sind stark, schlau, und doch nicht perfekt. Doch wo finden sich Helden in der Wissenschaft? Ist es heldenhaft, wenn Muttertiere ihre Kinder verteidigen? Ist Altruismus das eigentliche Heldentum? Und wenn es Helden der Wissenschaft gibt, existieren dann auch Bösewichte? Helden sind in allen Gebieten der Wissenschaft zu finden, du musst nur genau hinschauen.

Du siehst, dir sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Wir freuen uns auf ein buntes Spektakel an außergewöhnlichen und abgefahrenen Science-Stories! Aber bitte beachte: Deine Instagram-Story muss nicht nur Teil deiner Highlights, sondern auch pünktlich zur Deadline am 19. Mai, 12 Uhr über unser Einreichformular an uns geschickt werden.

Aber bevor du in deine Story abtauchst, schnell noch die Produktionsbedingungen, die es zu beachten gilt:

 

>> Unser Instagram-Account @fastforwardscience muss auf eurem 1. Slide vertagt sein

>> Setzt eure Super Fast-Story als Highlight

>> Benutzt einen Zeitraffer. Egal ob kurz oder lang, Hauptsache wir sehen, dass es Fast Forward geht.

>> Speichert eure fertige Story als Video und reicht sie bei uns ein

 

Nur wenn du diese Kriterien einhältst, können wir deine Story für die 24h-Challenge zulassen!

Aber der Aufwand lohnt sich, immerhin kannst du mit deiner Story 1000 Euro gewinnen.

Wie kannst du dein Super Fast-Werk einreichen? Lade deine Instagram-Story einfach als Video runter und sende sie uns über das Einreichformular zu – einfach „Super Fast“ als Kategorie auswählen! Du hast keine Ahnung, wie du eine Story in ein Video umwandeln kannst? Kein Problem, hier kannst du dir eine Anleitung dazu anschauen. Kleiner Tipp: Ihr könnt eure Story auch via Screenrecording einfach laufen lassen und gleichzeitig filmen.

Es gelten die Teilnahmebedingungen.

 

 

Nicht auf den Kopf gefallen – Fast Foward Science 2019 startet!

Es ist wieder soweit: Der Webvideo-Wettbewerb geht in eine neue Runde. Wir suchen nach den besten Webvideos zu Wissenschaft, Forschung und Innovation! Ab heute kannst du deine Videos einreichen – die Deadline ist am 22. Juli. Du hast elf Wochen Zeit, dein Thema in ein Video zu verpacken oder zu schauen, was du vielleicht schon in deinem Archiv liegen hast.

Du schaffst es, ein besonders komplexes Thema anschaulich zu erklären? Dann bist du in unserer Kategorie SUBSTANZ richtig aufgehoben. Du transportierst Inhalte am liebsten mit viel Humor und einer gehörigen Prise Entertainment? Dann ist die Kategorie SCITAINMENT wie für dich gemacht. Dreht sich dein Video um innovative Forschung und wie sie die Zukunft verändern kann, dann reiche es in der Kategorie VISION ein.

Wie gehst du jetzt am besten vor? Einfach auf TEILNEHMEN klicken! Dort haben wir ganz genau zusammengefasst, welche Videos du einreichen kannst und worauf du sonst noch achten solltest. Über das EINREICHFORMULAR kannst du direkt loslegen und dein Video – oder deine Videos – einreichen!

Auch in diesem Jahr könnt ihr wieder bei unserer Super-Fast-Challenge mitmachen, aber in einem neuen Format. Ihr bekommt wieder ein Thema vorgegeben, doch dieses Mal wollen wir von euch eine Instagram-Story. Am Samstag, den 18. Mai geben wir euch ein Thema vor und ihr habt ab 12 Uhr mittags insgesamt 24 Stunden Zeit, es in einer Instagram-Story zu verpacken. Um welches Thema es sich handelt und wie ihr teilnehmen könnt, erfahrt ihr bald hier auf unserem Blog und auf unserem Instagram-Account @fastforwardscience – stay tuned!

So freuen sich die Gewinner 2018

Große Freude bei den Preisträgerinnen und Preisträger von Fast Forward Science im Jahr 2018! Seht, was die Erstplatzierten euch zu sagen haben, wie sie zur Wissenschaftskommunikation gekommen sind und was sie motiviert, Webvideos für die Wissenschaft zu produzieren. Alle Videos wurden für die Preisverleihung am 8. November 2018 in Bonn produziert und dort im Anschluss an die gekürzten Gewinnervideos gezeigt.

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Das war Science meets YouTube 2018 in Jena

Am 22. November hieß es wieder: Webvideos, Wissenschaft und Live-Experimente bei der dritten Auflage von Science meets YouTube. Zu Gast bei ZEISS in Jena, luden wir  in diesem Jahr in die Mensa des Studierendenwerks Thüringen ein.

Das Thema des Abends: Menschliche und Künstliche Intelligenz (KI).

Dabei waren Mai vom YouTube-Kanal maiLab (funk), 2018 dreifache Preisträgerin bei Fast Forward Science, Trägerin des Grimme Online Award und des Georg von Holtzbrinck Preises für Wissenschaftsjournalismus, Marcel vom Kanal Techtastisch, Experimentator und Fast Forward Science Gewinner 2017 und Informatiker Dr. Alexander Freytag aus der Abteilung Corporate Research & Technology von ZEISS. Der KlarText-Preisträger für Wissenschaftskommunikation der Klaus Tschira Stiftung  forscht als Experte für selbstlernende Maschinen und Künstliche Intelligenz an der nächsten Generation intelligenter optischer Systeme.

Mit den Videos „Wir sind schlauer als unsere Eltern|Flynn Effekt“ von maiLab und „Ich bin 100 Stunden wach geblieben! Das ist passiert – Selbstexperiment #09“ von Techtastisch als Auftakt, stieg Alexander Freytag in das Thema KI ein.

Marcel begeisterte mit seinen Live-Experimenten wie dem Chaospendel und dem schnell flüssig werdenden Metall Gallium das Publikum und nahm das mitgebrachte Helium kurzerhand in der abschließenden Diskussionsrunde verwendet.

Das große Highlight vieler Fans der YouTuber war das persönliche Meet&Greet am Ende des Abends. In Trauben standen die Teilnehmenden um Mai und Marcel herum, löcherten sie mit Fragen und nutzten die Chance, Selfies zu schießen und ein Autogramm zu holen. Aber seht selbst:

And the winner is… Unsere Eindrücke von der Preisverleihung 2018

„Habe ich schon erwähnt, dass sich hier jemand richtig freut?“ – Klaus Russell-Wells vom YouTube-Kanal Joul drückt in seiner Videobotschaft aus, was am Abend der Preisverleihung am 8. November in Bonn allen Preisträgerinnen und Preisträgern ins Gesicht geschrieben steht.

Da ist Luisa, unsere jüngste Preisträgerin, die als Schülerin im Freitagsforscherclub am GEOMAR forscht und erst durch Fast Forward Science zur Wissenschaftskommunikation gekommen ist. Zur Preisverleihung hat sie ihren Bruder mitgebracht. Fast ein bisschen scheu nimmt sie auf der Bühne ihren Award entgegen. Im Rampenlicht vor rund 300 Menschen zu stehen, scheint ihr nicht ganz geheuer. Aber: Ihre Freude kann sie nicht verbergen. Sie strahlt.

Da sind Ronny und Christoph vom YouTube Kanal Raumzeit – Vlog der Zukunft, die sich unglaublich geehrt fühlen, dass ein Video ihres erst so jungen Kanals neben so „profimäßigen“ Videos von Mai und Klaus für ausgezeichnet wurde. Im Januar gingen sie mit ihrem ersten Video online, heute haben sie schon mehr als 14.000 Abonnenten, 85 Videos und eine Community, die hinter ihnen steht. Wie hätten sie sonst auch noch den Platz 3 der Community Awards nach den beiden größten YouTube-Kanälen maiLab (185.000 Abonnenten) und Dinge Erklärt – Kurzgesagt (300.000 Abonnenten) – beide in Kooperation mit funk – ergattern können! „Wir haben ihnen einfach gesagt: Leute, wir brauchen euch jetzt. Und das Preisgeld des Community Awards spenden wir, das haben wir ihnen versprochen“, sagt Ronny.

Julian vom YouTube-Kanal JWreloaded fragen wir, wie er zum Videomachen gekommen ist. Sein erstes Video sei 2011 ein Brickfilm gewesen, eine Verfolgungsjagd (Der Ausbruch), das ihm spontan mehr als 10 Millionen Views bescherte. Da wurde ihm klar, was er mit Videos erreichen kann, und er blieb dran.

Nach der Preisverleihung beobachten wir die Studentin Marlene, wie sie mit Mai, Lars und Klaus die Köpfe zusammensteckt und Ideen austauscht. Schließlich war ihr Gewinnervideo ihr erstes überhaupt. „Da kann man aber noch so viele andere Sachen machen“, schwärmt sie und ich glaube, zu erkennen, dass da gerade in ihrem Kopf ein paar neue Videos entstehen.

Spannend auch, was Mai von maiLab dem Publikum per Video über ihre Anfänge berichtet: „Ironischerweise ist das, wovor ich am meisten Angst hatte, jetzt das, was mir am meisten Spaß macht: die Interaktion mit der Community!“ Und dann kam einer dieser wunderbaren Mai-Momente: Sie freut sich per Videobotschaft über ihren Preis, hält inne, und gibt zu: „Das hier gerade ist insofern ein bisschen seltsam, weil ich ja auch gerade hier im Saal im Publikum sitze… Ich kann ja mal kurz aufstehen und winken.“ Da steht die „echte“ Mai live in der ersten Reihe auf und winkt. So macht man das halt, mit der Community interagieren. Herrlich.

Da sind weiter Charlotte und Matthias von der HAW Hamburg, beide sehr vergnügt und mit verrückten Ideen, wie sie auf die Bühne springen könnten – was sie dann doch nicht getan haben… Wir wundern uns, dass Matthias unseren Moderatoren und Juroren David wie einen alten Bekannten begrüßt. David klärt uns auf: Matthias gehörte auch 2016 schon zu den Gewinnern. Damals 3. Platz SCITAINMENT, 2. Platz SCITAINMENT 2018. Wir sind gespannt auf 2020…

Aber nochmal zu Klaus: Er ist ehrlich überrascht, dass er bei seinem ersten Versuch gleich zwei Preise abgeräumt hat. Das dickste Lob bekommt er von Mai: „Geile Videos. [Der Kanal] Joul – Energiewende & Nachhaltigkeit braucht mehr Abonnenten!“

Ganz spät am Abend – oder war es schon in der Früh? – bekommen auch wir noch ein dickes Lob, und zwar von Simon von IMAGE in MOTION. Es sei ja doch ein bisschen anstrengend, sich für nur einen Abend aufzuraffen und von Bremen nach Bonn zu kommen. Aber er fand den Kontakt mit uns, die E-Mails, die Telefonate, so besonders, dass er gar nicht anders konnte, als zu kommen, weil da ja jemand war, der sich ehrlich auf ihn freute. Hach… Danke.

Nicht alle Gewinner konnten zur Preisverleihung im Rahmen des 11. Forum Wissenschaftskommunikation kommen. Das Team vom Forum Genforschung aus der Schweiz hat gefehlt, Dinge Erklärt – Kurzgesagt musste leider absagen, Maria, Annika & Constanze konnten nicht anreisen. Und noch am Abend auf der Party erzählt mir Lars vom YouTube Kanal Lars und die Welt, dass er jetzt unbedingt den Screenshot auf der Bühne retweeten müsse, wo auch sein Kollege Fahri drauf ist, der leider nicht da sein kann.

So gesehen, waren ja doch alle hier. In unseren Gedanken auf jeden Fall!

Authentisch, sympathisch und eine Klasse für sich: Die Fast Forward Science Gewinnerinnen und Gewinner 2018: Luisa Linkersdörfer, Julian Witusch, Mai Thi Nguyen-Kim, Klaus Russell-Wells, Lars Dittrich, Simon Wenkelewsky, Ronny Bläß, Marlene Heckl, Charlotte Hintzmann, Matthias Ries, Christoph Böhler (v.l.u.n.r.o.). Foto: Gesine Born/WiD

 

 

 

Save the date: Am 22.11. Science meets YouTube in Jena

Schärft eure Pupillen und spitzt die Lauscher, denn am 22. November in Jena heißt es wieder einmal: Science meets YouTube! Mai vom YouTube-Kanal maiLab (funk), Marcel vom YouTube-Kanal Techtastisch und Dr. Alexander Freytag von ZEISS kommen für euch zusammen, um mit Webvideos, Experimenten und aktueller Forschung dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) auf die Spur zu kommen.

Wenn ihr schon immer wissen wolltet, was Intelligenz eigentlich bedeutet, hat die dreifache Siegerin von Fast Forward Science 2018 Mai für euch eine unterhaltsame Antwort parat – wie üblich immer wissenschaftlich akkurat und für jeden verständlich. Seid ihr eher der praktische Typ und interessiert euch für Experimente aller Art? Dann kommt ihr bei Marcel auf eure Kosten – Community Award-Gewinner 2017. Was „natürliche“ von künstlicher Intelligenz unterscheidet? Das erfahrt ihr von Informatiker Dr. Alexander Freytag aus der Forschungs- und Technologieabteilung von ZEISS, der euch einen Einblick in KI und die aktuelle Forschung des Unternehmens gibt. Er ist Experte für Algorithmik, Machine Learning und Mustererkennung und sagt: Wir bringen Maschinen dazu, selbstständig zu lernen – also ‚intelligent‘ zu sein. Damit können sie Aufgaben genauso gut oder sogar besser lösen als wir Menschen. Das ist schon cool!“ Nach einer gemeinsamen Diskussions- und Fragerunde gibt es bei Snacks und Getränken auch die Möglichkeit zum ganz persönlichen Austausch mit den YouTubern und Wissenschaftlern.

Dr. Alexander Freytag, Foto: Nikola Neven Haubner/Klaus Tschira Stiftung

 

Hier steht euch das hübsche Poster übrigens als Download zur Verfügung.

Ihr seid an Physik und Technik, Innovationen und Forschung interessiert? Auf der Suche nach einer unterhaltsamen Abendveranstaltung und dem direkten Austausch mit YouTube-Profis und Wissenschaftlern? Ihr begeistert euch für Videos und Experimente und seid neugierig darauf, wie professionelle Webvideos produziert werden? Dann seid ihr bei Science meets YouTube genau richtig! Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten, die Teilnahme ist kostenlos.

Alle Infos auf einen Blick:

Was? Science meets YouTube: Webvideos, Live-Experimente, Diskussion, Meet&Greet
Wann? Donnerstag, 22. November 2018, 17 Uhr
Wo?  Mensa, Carl-Zeiß-Promenade 6, 07745 Jena
Wer? Mai von maiLab, Marcel von Techtastisch, Dr. Alexander Freytag von ZEISS
Für wen? Jugendliche und junge Erwachsene

Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung via Eventbrite oder per E-Mail an fastforwardscience@w-i-d.de wird gebeten.

 

Fast Forward Science 2018: Alle Gewinner!

Es ist soweit. Zum sechsten Mal hat der Webvideo-Wettbewerb für die Wissenschaft seine Gewinnerinnen und Gewinner gefunden. Die Jury setzte alles daran, aus den mehr als 125 eingereichten Videos die besten auszuwählen. Auch das Publikum stimmte in den vergangenen vier Wochen tatkräftig für seine Favoriten und kürte aus 21 Finalisten die Preisträger der Community Awards.

Von kommunikativem Gemüse, philosophierenden Fischen bis hin zu komponierenden Künstlichen Intelligenzen lassen uns die Gewinnervideos in diesem Jahr in verschiedenste Forschungsfelder der Wissenschaft blicken. Sie bringen Licht ins Dunkel der Homöopathie und Genforschung und schicken uns auf Mondkolonien und unter das Mikroskop. Mit einer Tasse Tee, selbstgebastelten Proteinen und liebevoll aufbereiteten Animationen erzählen sie uns von Fluoriden im Gehirn, Rinderwahnsinn und Megaherbivorenhypothesen. Nicht zuletzt geht es – natürlich – um die Rettung der Welt: durch Stromspeicher und Sektorenkopplung.

Hier findet ihr eine Übersicht aller diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger in den Kategorien SUBSTANZ, SCITAINMENT und VISION sowie des Spezialpreises Webvideo Excellence, der Community Awards und der bereits im Mai stattgefundenen 48h-Challenge Super Fast. Ihr wollt mehr über die Videos und die Videoproduzenten erfahren? Allen Gewinnern haben wir noch eine ausführliche Vorstellung auf unserer Preisträgerseite gewidmet. Viel Spaß beim Ansehen!

Hier geht’s zur Playlist auf YouTube.

 

Kategorie SUBSTANZ
Kategorie SCITAINMENT
Kategorie VISION
Webvideo Excellence
Community Awards
Super Fast

 

Kategorie SUBSTANZ

Komplexe wissenschaftliche Themen leicht verständlich und unterhaltsam erklärt – in der Kategorie SUBSTANZ müssen die Videos inhaltlich überzeugen.

1. Platz: „Fluoride verkalken das Gehirn!“

2. Platz: Wie gefährlich ist Rinderwahnsinn?

3. Platz: Gene Drives – Wundermittel? Biowaffe? Hype?

Preisgeld: 3.000€ | 2.000€ | 1.000€

Kategorie SCITAINMENT

Die Gewinnervideos in der Kategorie SCITAINMENT haben einen hohen Unterhaltungsfaktor und zeigen ihren Zuschauern, dass es in der Forschung keineswegs langweilig zugeht.

1. Platz: Biologische Stromspeicher… geht das?

2. Platz: Riesen-Pflanzenfresser-Hypothese

3. Platz: Tomaten im Weltall

Preisgeld: 3.000€ | 2.000€ | 1.000€

Kategorie VISION

Die Zukunft ins Auge fassen: Das vollbringen die Gewinnervideos in der Kategorie VISION. Sie lassen uns heute schon wissen, was morgen durch Wissenschaft und Forschung von Bedeutung sein wird. Partner der Kategorie VISION ist der Deutsche Zukunftspreis – Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation.

1. Platz: Was ist künstliche Intelligenz?

2. Platz: Kolonie auf dem Mond

3. Platz: Ein Herz aus Spinat – aktuelle Medizinforschung

Preisgeld: 3.000€ | 2.000€ | 1.000€

Kategorie Webvideo Excellence

Beim Spezialpreis Webvideo Excellence kommt es neben dem Inhalt besonders auf den Webvideo-Charakter und die filmische Qualität an. Dieses Jahr haben die Jury gleich zwei Videos vollauf überzeugt.

Dieser Spezialpreis wird von ZEISS gesponsert und wurde 2017 erstmals vergeben.

„Fluoride verkalken das Gehirn!“

Sektorenkopplung – wie die Energiewende in Level 2 weitergeht

Preisgeld: 500€ | 500€

Community Awards

Für den Publikumspreis zählen wir alle Likes und Kommentare, die für die Finalistenvideos im Zeitraum vom 14. September bis zum 14. Oktober 2018 auf YouTube abgegeben wurden. Gewonnen haben die drei Webvideos, die während des Online-Votings die meisten User-Reaktionen sammeln konnten.

1. Platz: „Fluoride verkalken das Gehirn!“

2. Platz: Homöopathie – Sanfte Alternative oder dreister Humbug?

3. Platz: Kolonie auf dem Mond

Preisgeld: 500€ | 300€ | 200€

Super Fast

Die Gewinnervideos der 48h-Challenge Super Fast wurden vom 13. bis 15. Mai 2018 in maximal 48 Stunden zu dem von uns vorgegebenen Thema „Alien“ produziert und bereits am 17. Mai bekanntgegeben.

1. Platz: Aliens unter dem Mikroskop

3. Platz: Wolbachia (die Superwoman unter den Bakterien)

3. Platz: Varunas Jenseits

Preisgeld: 500€ | 200€ | 200€

Wer ist im Fast Forward Science Finale 2018?

Der Countdown läuft! Der Webvideo-Wettbewerb Fast Forward Science 2018 bewegt sich langsam in Richtung Zielgerade ­– wen, glaub ihr, hat die Jury ausgezeichnet?

Es bleibt spannend. Vom Einzeller zur Künstlichen Intelligenz, von Welten, die erst unter dem Mikroskop sichtbar werden, bis in die unendlichen Weiten der Galaxie – die diesjährigen Teilnehmenden haben uns ein abwechslungsreiches Programm dargeboten. Von über 120 informativen, lustigen und visionären wissenschaftlichen Videos stehen nun die 21 besten im Finale.

Die Preisträger der drei Kategorien SUBSTANZ, SCITAINMENT und VISION sowie des Spezialpreises Webvideo Excellence werden am 15. Oktober hier und auf unseren Social Media-Kanälen bekanntgegeben. Bis dahin – genau genommen bis zum 14. Oktober – liegt es wortwörtlich in euren Händen, wer bei den Community Awards 2018 vorne liegt.

Wie genau ihr eurem Favoriten zum Sieg verhelfen und was ihr dabei selbst gewinnen könnt (Spoileralert: eine VR-Brille!), findet ihr in unseren How-tos zum Online-Voting und Gewinnspiel.

Und nun? Folgt uns! In den kommenden vier Wochen stellen wir euch hier auf unserem Blog jeden Werktag eines der 21 Finalistenvideos vor. Um niemanden zu benachteiligen, haben wir die Reihenfolge per Zufallsgenerator festgelegt. Ihr könnt euch aber auch schon jetzt durch alle Videos unserer YouTube-Playlist klicken.

Ab jetzt heißt es liken, teilen, Daumen drücken.

Viel Spaß mit allen Videos wünscht euer FFS-Team!

 

How to #VoteNow

Eure Stimme zählt! Wie? Je mehr Likes und Kommentare ein Webvideo in dem Zeitraum vom 14. September bis 14. Oktober erhält, desto mehr Chancen hat es auf einen der Community Awards. Seid ihr also überzeugt von einem der 21 Finalisten-Webvideos und fändet es darüber hinaus super, wenn euer Favorit es bis aufs Publikums-Treppchen 2018 schafft, dann

>> likt das Video bis zum 14. Oktober um 23:59 Uhr auf YouTube,

>> kommentiert es dort (Tipp: Kommentare, die über „Tolles Video!“ hinausgehen und die Diskussion anregen, werden sogar doppelt gewichtet!)

>> und teilt es mit Freunden, Familie und Bekannten, damit auch diese fleißig mitvoten können.

Danach dürft ihr euch zurücklehnen und auf den 15. Oktober freuen, wenn die Gewinner eurer Community Awards und aller anderen Kategorien verkündet werden!

… es sei denn, ihr wollt noch einen tollen Preis gewinnen. Dann macht mit beim Gewinnspiel!

 

How to Gewinnspiel

Ihr habt Lust auf eine von drei VR One Plus Brillen unseres Sponsors ZEISS? Dann beantwortet mindestens eine unserer Gewinnspielfragen richtig und schickt uns eine Mail an onlinevoting-ffs@w-i-d.de. Mit ein bisschen Glück werdet ihr ausgelost.

Alles, was ihr dafür tun und beachten solltet, ist Folgendes:

>> Verfolgt unseren Blog. Hier gibt es bis zum 14. Oktober an jedem Werktag eine neue Gewinnspielfrage zum Video des Tages.

>> Seht euch aufmerksam das Video auf YouTube an und findet die richtige Antwort.

>> Schreibt uns eine Mail mit dieser Antwort und erwähnt dabei auch den Titel des Videos, zu welchem ihr die Frage beantwortet. Ihr erklärt euch damit zugleich mit den Teilnahmebedingungen des Gewinnspiels einverstanden.

>> Ihr wollt eure Gewinnchancen erhöhen? Je mehr Fragen ihr richtig beantwortet, desto häufiger seid ihr im großen Lostopf!

>> Hinweis: Pro Gewinnspielfrage und Mail zählt nur eine Antwort. Vermeidet es also am besten, uns am 14. Oktober eine Mail mit 21 Antworten zu senden. (Was ihr allerdings tun könnt: Uns am letzten Tag 21 Mails mit je einer Antwort schicken.)

>> Noch Fragen? Kontaktiert uns per Mail oder auf den Fast Forward Science Social Media-Kanälen.

 

Wir wünschen allen Teilnehmenden viel Glück und vor allem viel Freude an den Finalisten-Videos!