SCIENCE & RESEARCH INSTITUTION AWARD 2022/23: STIMMT DAS? Können Bäume sprechen?

Am 17. Juni ist die Fast Forward Science Preisverleihung in Hamburg auf der MS Wissenschaft! Sei dabei, wenn wir ab 18:30 Uhr enthüllen, wer das Rennen auf die ersten Plätze gemacht hat.
Die Anmeldung ist kostenlos und erfolgt über Eveeno.

 

Kurzbeschreibung

In dieser Folge aus der YouTube-Videoreihe STIMMT DAS? des Redaktionsteams der Hochschulkommunikation der Universität Jena beantwortet Prof. Dr. Nicole van Dam die Frage, ob Bäume miteinander sprechen können. Immer wieder findet man die Behauptung, dass Bäume sprechen und darüber hinaus hören, riechen und fühlen könnten und sogar eine „Intelligenz“ besäßen. 2022 hat das Team um Dr. Martin Volf und Nicole van Dam in den Baumkronen des Auwaldes in Leipzig erstmalig in einer realistischen Umgebung nachweisen können, dass Bäume mit Hilfe von flüchtigen Duftstoffen untereinander und mit ihrer Umwelt kommunizieren. (Zur Studie: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ele.13943) In rund drei Minuten erklärt van Dam im Videobeitrag nicht nur, wie Bäume kommunizieren, sondern zeigt auch, wie Forschende arbeiten. Die Erkenntnisse der Studie können dabei helfen, alternative, natürliche Strategien zur Schädlingsbekämpfung in der Land- und Forstwirtschaft zu finden.

Wer steckt hinter dem Video?

Der Biologe Dr. Martin Volf leitete die Studie und arbeitet inzwischen am Biology Centre of the Czech Academy of Sciences. Nicole Van Dam ist Professorin für Molekulare Interaktionsökologie an der Fakultät für Biowissenschaften der Universität Jena und war zum damaligen Zeitpunkt Forschungsgruppenleiterin beim Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv), wo die Studie durchgeführt wurde. iDiv ist ein DFG-Forschungszentrum mit Sitz in Leipzig.

Warum passen Wissenschaft und Social Media eurer Meinung nach zusammen?

Via YouTube können wir mit der Reihe STIMMT DAS? ein Laienpublikum außerhalb des Wissenschaftsbetriebes erreichen, das sich für das jeweilige Thema der Folge interessiert und direkt auf der Plattform danach sucht. Die Folgen können hier nicht nur große Reichweiten erzielen, sondern auch Menschen erreichen, die mit der Universität Jena noch nicht interagiert haben bzw. mit Wissenschaftsthemen bisher wenig in Berührung kamen. Das ist für uns ein Aspekt von Public Science.

Was hat euch gereizt, den Beitrag zu erstellen?

Wir möchten mit wissenschaftlicher Expertise auf Alltagsmythen antworten und das Interesse für Forschungsarbeit wecken. Wir möchten unsere Forschenden dabei unterstützen ihre Erkenntnisse und Studien auf diese Weise in der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Das ist für uns ein wichtiger Aspekt von Public Science.

Eure Empfehlung für weitere Wissenschafts-Kanäle

Die Videoreihe STIMMT DAS? wird momentan auf dem zentralen YouTube-Kanal der Universität Jena veröffentlicht mit zweisprachigen Untertiteln für größtmögliche Barrierefreiheit. Außerdem wird der Film über die Social-Media-Plattformen Instagram, Facebook, und Twitter beworben. Mittelfristig möchten wir ein Hochkant-Format anbieten, damit die Folgen auch bei Instagram Reels oder TikTok erscheinen können, wo sie eine jüngere Zielgruppe erreichen.

SCIENCE & RESEARCH INSTITUTION AWARD 2022/23: Bernsteinhalsband, Kokosöl gegen Zecken? Im Labor getestet

Am 17. Juni ist die Fast Forward Science Preisverleihung in Hamburg auf der MS Wissenschaft! Sei dabei, wenn wir ab 18:30 Uhr enthüllen, wer das Rennen auf die ersten Plätze gemacht hat.
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Bernstein, Kokosöl, Keramikhalsband und Energiesteinwasser – hört sich für euch nach etwas seltsamen Kombi an? Eher nach der Einkaufsliste einer Hexe vom Blocksberg als nach Wissenschaft? Karim Montasser teilt auf YouTube seine Kenntnisse als Tierarzt und erklärt euch im Video, was diese Dinge gemeinsam haben: Sie sollen als „alternative Zeckenschutzmittel“ für Hunde wirken. Doch wie viel ist dran? Im Video werdet ihr mit in ein Labor genommen und seid live dabei, wie die Mittel mit wissenschaftlichen Methoden getestet werden!

Kurzbeschreibung

Für Hunde geht von Zeckenstichen eine hohe Infektionsgefahr aus und das durch die globale Klimakrise ganzjährig. Eine Zeckensaison von Ostern bis Oktober gibt es nicht mehr. Gleichzeitig wird den wissenschaftlich erprobten Schutzmitteln mit akarizider und repellierender Wirkung viel Skepsis von Seiten der Hundebesitzer:innen entgegengebracht. Das beflügelt den Markt für „alternative Zeckenschutzmittel“, wie Bernsteinhalsbänder, Keramikhalsbänder, Kokosöl oder Energiewasser. Diese Mittel wurden nie wissenschaftlich untersucht. Bis jetzt. Auf unterhaltsame Art und Weise habe ich in einem parasitologischen Labor die alternativen Zeckenschutzmittel an echten Zecken und unter Laborbedingungen getestet.

Wer steckt hinter dem Video?

Dr. Karim Montasser ist Tierarzt und seit 2018 Vollzeit Youtuber, der auf seinem Kanal Der Tierarzt die komplexe Welt der Tiermedizin unterhaltsam und verständlich aufarbeitet. Immer mit Quellenangaben und evidenzbasiert, damit Zuschauer:innen sich fundiert ihre eigene Meinung bilden können.

Warum passen Wissenschaft und Social Media deiner Meinung nach zusammen?

Social Media bietet die perfekte Schnittstelle von Unterhaltung und Wissensvermittlung. Wenn Videos unterhaltsam genug sind, kann man sehr viel Wissen unterbringen, ohne das Interesse überzustrapazieren.

Was hat dich gereizt, den Beitrag zu erstellen?

Zecken und die von ihnen an Hunde übertragenen Krankheiten sind ein massives Problem, das in der Öffentlichkeit herunter gespielt wird. Durch die Klimakrise sind die Auwald- oder Winterzecke ganzjährig aktiv und übertragen ab 3 Grad Celsius tödliche Krankheiten, wie die Babesiose oder Hundemalaria. Dennoch werden teure pseudo Schutzmittel mit den schwächsten Argumenten verkauft, ohne irgendwelche Belege für ihre Wirksamkeit zu erbringen.

Deine Empfehlung für weitere Wissenschafts-Kanäle

https://www.youtube.com/@doktorwissenschaft

SCIENTIST & RESEARCH INSTITUTION AWARD 2022/23: Nicht-alkoholische Fettleber – wie wir uns schützen können!

Am 17. Juni ist die Fast Forward Science Preisverleihung in Hamburg auf der MS Wissenschaft! Sei dabei, wenn wir ab 18:30 Uhr enthüllen, wer das Rennen auf die ersten Plätze gemacht hat.
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Kurzbeschreibung

Viele glauben, eine Fettleber bekommt nur, wer viel Alkohol trinkt – aber nein! Viel häufiger, nämlich die häufigste chronische Lebererkrankung weltweit, ist mittlerweile die sogenannte nicht-alkoholische Fettleber. In Deutschland ist bereits jede/r vierte über 40 betroffen – und zwar oft, ohne es zu merken! Denn unsere Leber ist nicht schmerzempfindlich und die Fettleber lange symptomlos. Die Gefahr: Aus der Fettleber kann sich eine Leberzirrhose entwickeln und irgendwann hilft nur noch eine Lebertransplantation.

Schuld an allem ist unser aktueller Lebenswandel – wir müssen dringend etwas dagegen unternehmen, sonst wird die nicht-alkoholische Fettleber zur nächsten Pandemie.

Klingt heftig?! Ist es auch. Aber es gibt auch gute Nachrichten. Die erfahrt ihr im Video. 😉

Wer steckt hinter dem Video?

Die Idee der Inszenierung und der Inhalt sind von mir – bei der Umsetzung (Überarbeitung der Dialoge, Kamera, Licht, Schnitt) haben mir Annie Hofmann und Konstantin Fiedler von der Produktionsfirma Bentelevision geholfen.

Warum passen Wissenschaft und Social Media deiner/eurer Meinung nach zusammen?

Wissenschaft, in meinem Fall Medizin, ist das Faszinierendste, was in meinen Augen auf diesem Planeten existiert. Für niemanden von uns gibt es etwas wichtigeres als Gesundheit – sei es die eigene oder die der Liebsten. Deswegen ist es unglaublich wichtig, dass Gesundheitsinformationen dort gut verständlich und unterhaltsam dargeboten werden, wo die Menschen sich am meisten aufhalten und sich informieren: In den sozialen Netzwerken.

Was hat dich gereizt, den Beitrag zu erstellen?

Meine Leidenschaft ist es, über Medizin, Gesundheit und die Prävention von Krankheiten so aufzuklären, dass jede*r es versteht. Ich möchte dabei helfen, dass Menschen informierte, selbstbestimmte Entscheidungen treffen und ein möglichst gesundes Leben führen können.

Deine Empfehlung für weitere Wissenschafts-Kanäle

Youtube: @mailab & @megawissenschaft

Instagram: @paedicus & @doktorweigl

 

YOUNG SCIENTIST AWARD 2022/23: Scientist Reveal How to Hack your Brain (Neuroplasticity)

Am 17. Juni ist die Fast Forward Science Preisverleihung in Hamburg auf der MS Wissenschaft! Sei dabei, wenn wir ab 18:30 Uhr enthüllen, wer das Rennen auf die ersten Plätze gemacht hat.
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Eine neue Sprache lernen, Obst und Gemüse essen, Tee trinken, Sport und Intervallfasten – klingt für dich einfach nur nach dem Feed eines Lifestyle Influencers? Im Video “Scientist Reveal How to Hack your Brain (Neuroplasticity)” erklärt Clemens vom YouTube-Kanal @Sciencerely, wie wir unser Gehirn positiv beeinflussen können. Und das nicht nur, um beim nächsten Sudoku schneller zu sein, sondern um sogar unser Risiko für Demenzerkrankungen zu senken! Mit seinem Video ist er in der Kategorie Young Scientist Award im Finale von Fast Forward Science!

Kurzbeschreibung

Was haben regelmäßige Autofahrten, Meditation und Karaoke gemeinsam? Sie verändern unsere Gehirne nachhaltig und machen uns zu echten „Super-brains“! In diesem englischsprachigen Video geht es um die Wunder der Neuroplastizität und wie wir unser Gehirn fit halten. Dies hilft uns nicht nur, Meister im Sudoku zu werden, sondern kann ebenfalls teils zur Prävention von Demenzerkrankungen dienen.

Hier geht’s zum Beitrag!

Wer steckt hinter dem Video?

„Sciencerely“ ist ein YouTube Kanal, den ich (Clemens Steinek) vor einigen Jahren ins Leben gerufen habe. Ich bin Wissenschaftler und absolviere derzeit mein Doktorat der Biologie im Rahmen der „International Max-Planck Research School for Molecular Life Sciences“ an der LMU München. In meiner Doktorarbeit befasse ich mich mit der Entwicklung von Stammzellen und wie sie alle möglichen Zellen im Körper bilden können.

Warum passen Wissenschaft und Social Media deiner Meinung nach zusammen?

Durch Social Media können wir wie niemals zuvor Informationen schnell und einfach verbreiten. Speziell Wissenschaft sollte hier vertreten sein, da man sowohl über alltägliche Themen, wie Ernährung oder Sport, als auch über akute wissenschaftliche Entwicklungen wie die COVID-19 Pandemie, aufklären kann. Nicht zuletzt können auch Wisenschaftler*Innen selbst ihre Arbeiten vorstellen und andere in die Welt der Wissenschaft eintauchen lassen!

Was hat dich gereizt, den Beitrag zu erstellen?

Es passiert derzeit enorm viel Aufregendes in der Welt der Biologie und Humanbiologie, allerdings hört man im Alltag darüber oft wenig. Speziell Studien, die zeigen, wie wir nachhaltig und gesund leben können, möchte ich Gehör verleihen. In meinem Beitrag geht es um „Neuroplastizität“ und wie wir unsere Gehirnstrukturen positiv formen können. Damit können wir nicht nur unser Gedächtnis oder räumliche Wahrnehmung trainieren, sondern auch teils Demenzerkrankungen vorbeugen.

Deine Empfehlung für weitere Wissenschafts-Kanäle

Es gibt viele interessante Wissenschafts-Kanäle auf YouTube. Natürlich kann man sich YouTube nicht mehr ohne Kanäle wie Kurzgesagt oder Mailab vorstellen. Breaking Lab und Doktor Whatson sind ebenfalls zwei sehr gute Kanäle, die Wissenschaft verständlich vermitteln.

YOUNG SCIENTIST AWARD 2022/23: Blinder Passagier

Am 17. Juni ist die Fast Forward Science Preisverleihung in Hamburg auf der MS Wissenschaft! Sei dabei, wenn wir ab 18:30 Uhr enthüllen, wer das Rennen auf die ersten Plätze gemacht hat.
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Während Champignons, Austernpilze oder Pfifferlinge harmlos in der Pfanne brutzeln, ist der Hefepilz Candida albicans eine ganz andere Kategorie.  Was der Pilz in unserem Darm (nicht) macht und wann es gefährlich werden kann, erfährst du in Jasmins Reel in der Kategorie Young Scientist Award. Danach weißt du nicht nur Bescheid über deinen unbekannten Mitbewohner, sondern kannst auch beim nächsten Smalltalk Begriffe wie ‚opportunistisch pathogen‘ oder ‚Hyphen‘ droppen – und sie sogar erklären.

Kurzbeschreibung

In meinem Instagram Reel erkläre ich, wieso Candida albicans – ein Hefepilz, der auch uns besiedelt – unter bestimmten Umständen ein Problem für unsere Gesundheit werden kann. Und wie es der Mikroorganismus schafft, sogar unser Immunsystem zu kapern, um sich einen Vorteil zu verschaffen!

Wer steckt hinter dem Video?

Ich bin Jasmin Schreiber – Biologin, Schriftstellerin und Wissenschaftsjournalistin aus Hamburg. Ich habe meinen Bachelor in Zoologie 2012 in Wien gemacht. In meinen Romanen, Sachbüchern und auch in den Medien erzähle ich von Käfern und anderen kleinen Krabblern, Natur und Biodiversität. Zurzeit vertiefe ich meine Kenntnisse im Masterstudium für Ökologie, Evolution und Biodiversität an der Uni Hamburg, wo ich mittlerweile mit Schwerpunkt Biodiversität an Staphyliniden forsche – das sind kleine Kurzflügelkäfer, die gern übersehen werden.

Wissenschaftskommunikation ist mir sehr wichtig. Einerseits möchte ich die breite Öffentlichkeit für wissenschaftliche Themen begeistern, andererseits braucht auch die Politik Zugang zu gut aufbereiteten wissenschaftlichen Erkenntnissen, um informiert gute Entscheidungen treffen zu können.

Warum passen Wissenschaft und Social Media deiner Meinung nach zusammen?

Wissenschaft und Social Media passen perfekt zusammen, denn so kann man wissenschaftliche Informationen weit und niedrigschwellig verbreiten – und zwar da, wo die Menschen sowieso sind. Das verbessert die Zugänglichkeit und fördert auch ein größeres Engagement in der Öffentlichkeit, was man z.B. an Citizen Science Projekten wie #Insektensommer vom NABU gut sehen kann. Wissenschaft soll nichts Abstraktes und schwer Greifbares sein ­­– sie findet nicht nur irgendwo am Rand statt, sondern steht mitten in der Gesellschaft! Social Media hilft dabei, Mauern niederzureißen.

Was hat dich gereizt, den Beitrag zu erstellen?

Ich mag kleine Organismen. Zu der Zeit habe ich im Labor viel an Hefen gearbeitet, und das ist eine Gruppe Pilze, die in der Öffentlichkeit abseits vom Brotbacken und Bier wenig Beachtung findet. Zudem kennen wir überhaupt erst einen Bruchteil der existierenden Arten. Und ist es nicht interessant zu erfahren, mit dem man alles zusammenlebt? Alles gute Gründe, diese kleinen Mikroorganismen auf die große Bühne zu holen!

Deine Empfehlung für weitere Wissenschafts-Kanäle

https://www.instagram.com/totholz.thomas/

https://www.instagram.com/maithink/

https://www.youtube.com/@maiLab

https://www.youtube.com/@methodischinkorrekt2348

https://www.youtube.com/@science_busters

https://www.youtube.com/channel/UC5E9-r42JlymhLPnDv2wHuA

https://www.instagram.com/riffreporter/

YOUNG SCIENTIST AWARD 2022/23: Die 4 Tage Woche – Buzzword oder zukunftsfähiges Arbeitsmodell?!

Am 17. Juni ist die Fast Forward Science Preisverleihung in Hamburg auf der MS Wissenschaft! Sei dabei, wenn wir ab 18:30 Uhr enthüllen, wer das Rennen auf die ersten Plätze gemacht hat.
Die Anmeldung ist kostenlos und erfolgt über Eveeno

Verlockend, utopisch, pragmatisch, zukunftsfähig – um den Begriff der  4-Tage-Woche geistern viele Beschreibungen. Doch was hat es jenseits von politischen Debatten und aufgeheizten Talkshows mit dem Konzept auf sich? Für wen ist es überhaupt möglich, in einem solchen Modell zu arbeiten? Und vor allem: Was sagt die Wissenschaft? Nach dem Reel von Carolin und Susanne in der Kategorie Young Scientist Award wisst ihr nicht nur die Vor- und Nachteile der 4-Tage-Woche, sondern auch das wichtigste zum aktuellen Forschungsstand.

Kurzbeschreibung

In unserer schnelllebigen Welt steigen die Anforderungen an & damit auch die Beanspruchung von Mitarbeitenden. Dabei können regelmäßige Arbeitszeiten von mindestens 55 Stunden pro Woche ohne ausreichend Erholung gesundheitsgefährdende bzw. tödliche Folgen haben: 2016 starben ca. 745.000 Menschen an Schlaganfällen & Herzerkrankungen, wobei diese Zahl auf lange Arbeitszeiten zurückgeführt wird (Pega et al., 2021). Um langfristig gesund zu bleiben, sind längere Erholungszeiten immer notwendiger (Meijman & Mulder, 1998). Eine Möglichkeit, um Erholungszeiten auszudehnen, ist das Arbeiten nach dem Prinzip der 4-Tage Woche: Nach dem Modell der 4-Tage Woche, auf das wir uns in unserem Beitrag beziehen, werden die Stunden reduziert & auf 4 Arbeitstage umverteilt – bei unverändertem Lohn- & Urlaubsanspruch. Bislang konnte gezeigt werden, dass die 4-Tage Woche mit einer signi­fi­kanten Verbesserung im Wohlbefinden sowie in der Wahrnehmung der Work-Life Balance & einem reduzierten Stressempfinden zusammenhängt, während die Produktivität mindestens gleichbleibt (Haraldsson & Kellam, 2021). Doch damit diese positiven Effekte überhaupt einsetzen bzw. bestehen bleiben, empfehlen Forschende die Arbeitsprozesse & -strukturen zu überprüfen & ggf. zu optimieren (Jansen-Preilowski et al., 2020). In Deutschland ist die 4-Tage Woche bisher nicht gesetzlich verankert, allerdings können Arbeitnehmende eigen­ini­tiativ im Rahmen ihres individuellen Arbeitsverhältnisses eine Flexibilisierung ihrer Arbeitszeit vornehmen.

Wer steckt hinter dem Video?

Wir sind Carolin und Susanne, Doktorandinnen an der Hochschule München. Carolin arbeitet seit ihrem Abschluss in Wirtschaftspsychologie in der Unternehmensberatung sammelt dort praktische Erfahrungen. Susanne hat Psychologie studiert und beschäftigt sich im Unter­neh­menskontext mit Projekten im Bereich HR-Strategie und Digitalisierung. Nun sind wir beide in doppelter Mission unterwegs: Mit einem Fuß in der Wirtschaft, dem anderen in der Forschung möchten wir die Brücke zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Berufspraxis schlagen und die neue Arbeitswelt aktiv mitgestalten.

Warum passen Wissenschaft und Social Media eurer Meinung nach zusammen?

Damit wissenschaftliche Erkenntnisse nicht hinter der Paywall von wissenschaftlichen Jour­nals versteckt bleiben, ist die Aufbereitung & Kommunikation neuer Erkenntnisse essen­tiell. Das Teilen dieser via Social Media verschafft einem großen Teil der Gesellschaft Zugang & die Möglichkeit durch Liken, Kommentieren & Teilen zu partizipieren. Wissenschaftler*innen erhalten direktes Feedback der Community, treten in einen gesellschaftlichen Austausch & regen so zur kritischen Auseinandersetzung an.

Was hat euch gereizt, den Beitrag zu erstellen?

In unserem Forschungsprojekt evaluieren wir die Einführung der 4-Tage Woche in einem Unternehmen. Bei unserer Recherche stellten wir fest, dass das Thema große Resonanz in der nicht-wissenschaftlichen Community findet und viele Medien darüber berichten. Dabei erfolgt die Berichterstattung oft einseitig, ohne wissenschaftliche Quellen und durch unter­schiedliche Definitionen werden inkorrekte Vergleiche gezogen. Mit unserem Beitrag möchten wir damit aufräumen und den Zuschauer*innen eine Grundlage geben, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Eure Empfehlung für weitere Wissenschafts-Kanäle

Psychologeek (YouTube-Channel)

 

Die bestplatzierten Beiträge bei Fast Forward Science 2022/23 stehen fest!

Das Warten hat ein Ende! Unsere Jury hat sich durch die 157 Beiträge, die in diesem Jahr eingereicht wurden, geklickt, gebingt, gehört und – bewertet. Abermals war die Jury beeindruckt von der Vielfalt von Science Content auf Social Media, was die Entscheidung natürlich noch schwerer gemacht hat. Doch letztendlich sind die besten Beiträge ausgewählt worden und wir freuen uns sehr, sie nun verkünden zu dürfen!

Doch es bleibt spannend, denn im Young Scientist Award, Scientist & Research Institution Award und im Tandem Award stehen zwar die besten drei Einreichungen fest – aber welche Plätze werden sie wohl haben? Egal welchen – eine Auszeichnung ist es in jedem Fall! Wir gratulieren allen, die ins Finale gekommen sind.

Schon jetzt können wir in unseren Spezial Awards das Geheimnis lüften und freuen uns mit den diesjährigen Gewinner*innen, die sich unter vielen tollen Einreichungen den ersten und einzigen Platz gesichert haben!

 

Wie geht es weiter? 

Feiern, Wissenschaft und dann auch noch Multimedia – das hört sich nach der perfekten Kombi an? Dann merkt euch schon einmal den folgenden Termin vor: Ihr seid herzlich zu unserer Preisverleihung am Samstag, den 17. Juni, um 18 Uhr in Hamburg eingeladen. Aber nicht irgendwo in Hamburg – wir feiern an Bord der MS Wissenschaft! 

In den nächsten Wochen werdet ihr die bestplatzierten Beiträge auf unserem Blog vorstellen und ihnen damit schon einmal die virtuelle Bühne eröffnen, bevor wir uns dann alle in Hamburg treffen. Die Anmeldung ist kostenlos und erfolgt über Eveeno. Wir freuen uns über jede*n Fast Forward Fan!

Und nun die perfekte Beschäftigung, um die Zeit bis zur Preisverleihung zu überbrücken: Fülle deine Watch- und Playlists mit den besten Beiträgen von Fast Forward Science 2022/23 auf! Es gibt viel zu entdecken, viel zu lernen und jeder einzelne Beitrag zeigt, warum Wissenschaft und Social Media einfach zusammengehören! 

 

>> Young Scientist Award, in Partnerschaft mit dem Deutschen Zukunftspreis

Die 4 Tage Woche – Buzzword oder zukunftsfähiges Arbeitsmodell?!

Blinder Passagier

Scientist Reveal How to Hack your Brain (Neuroplasticity)

 

>> Scientist & Research Institution Award

Nicht-alkoholische Fettleber – wie wir uns schützen können!

Bernsteinhalsband, Kokosöl gegen Zecken? Im Labor getestet

STIMMT DAS? Können Bäume sprechen?

>> Tandem Award

Größter Irrtum: Darum war der Mensch noch NIE nachhaltig!

Frag den Ägypter 05 – Entdeckung und Fluch (How To … Tutanchamun)

Experiment: Wir erzeugen Asteroiden Gravitation und Weltraum Vakuum am ZARM Fallturm in Bremen zeroG

 

>> Audio Spezial

Holocaust in Polen. Die „Aktion Reinhardt“. Täter, (Über)leben, Erinnerung

 

>> Open Box Spezial

Von oben ist die Erde schön! Der Overview-Effekt

 

++ Gewinnspiel ++ Schon gewusst, dass…? Der FFSci Fun Fact Contest

Uff! – Wirklich? – No way! 😳– Wenn dein Gegenüber so reagiert, hast du vielleicht gerade mit einem Fun Fact für Überraschung gesorgt. Bei unserem Fast Forward Science Fun Fact Contest suchen wir ab heute deine liebsten Science Fun Facts – und es gibt auch etwas zu gewinnen. 🤫 Aber was verstehen wir eigentlich unter Fun Facts, in welchen Bereichen sind sie anwendbar und welche Chancen eröffnen sie für die Wissenschaftskommunikation?

 

Versuchen wir es mal hiermit: Schon gewusst, dass … es bei dem FFSci Fun Fact Contest zwei Tickets für die Fast Forward Science Preisverleihung inklusive Unterkunft zu gewinnen gibt? Na gut, nicht ganz ein richtiger Fun Fact, aber trotzdem wahr! Bis die Gewinner*innen der diesjährigen Wettbewerbsrunde von Fast Forward Science bekannt gegeben werden, wollen wir wissen, mit welchen verblüffenden Fakten der Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation ihr begeistern könnt. 

 

So nimmst du teil: 

  • Poste einen Science Fun Fact zu einem wissenschaftlichen Thema deiner Wahl auf Instagram oder Twitter
  • Du bist frei in der Formatwahl: Ob Tweet, Instagram Post/Story oder Reel, alles ist erlaubt! 
  • Verlinke Fast Forward Science und benutze den Hashtag #FFSciFunFact, um deinen Beitrag in den Ring zu werfen
  • Gib die Quelle des Fun Facts an

Hier findest du die Teilnahmebedingungen 

 

Good to know

Fun Facts – nicht immer vollständig fundiert, aber doch interessant und gerne weitererzählt. Über Alltagssituationen, persönliche Eigenschaften, historische Ereignisse, politische Geschehnisse oder berühmte Persönlichkeiten: Wusstest du, dass Irène Curie, die Tochter der Chemikerin und Physikerin Marie Curie – genau wie ihre Mutter – ebenfalls mit dem Chemie-Nobelpreis ausgezeichnet wurde? Die Fun Fact Liste ist lang und wir sind uns sicher, ihr habt selbst mindestens schon eine Handvoll weitererzählt: “Here’s another, Here’s another, Here’s another Fun Fact”, heißt es am Ende des gleichnamigen Songs des ehemaligen feministischen Punk-Trios Kitten Forever

Leicht zu merken und garantiert geeignet für Small Talk: Als Fun Fact wird eine “Tatsache bzw. [ein] Sachverhalt meist belangloser Art [bezeichnet, dessen] Erwähnung Überraschung, Heiterkeit o.Ä […] auslöst.” Belanglos? Ganz und gar nicht! Denn insbesondere fundierte Science Fun Facts können beispielsweise zeigen, dass die Wissenschaft unseren Alltag mehr durchdringt, als viele glauben. Good to know: Wusstest du, dass die ideale Temperatur um Kaffee aufzubrühen bei 90 bis 96 Grad Celsius liegt? Das sorgt dafür, dass sich so viele Geschmackspartikel wie möglich lösen, ohne dass dabei die Aromastoffe zerstört werden. Da soll nochmal jemand sagen, Fun Facts seien nur unnützes Wissen, wenn sie zu einem guten Kaffee verhelfen können. ☕ 

 

Fakten nicht gleich Fakten

Leichtigkeit und Witz auf der einen Seite und komplexe, schwer verständliche Wissenschaft auf der anderen – passt das zusammen? Ja, und wie! 

Sara Yeovon der University of Utah fand in einer Studie über Humor in der Wissenschaft auf Twitter heraus, dass witzige Posts durchaus das Engagement der Nutzer*innen, sich mit wissenschaftlichen Themen auseinanderzusetzen, erhöhen können. “[Die Studie zeigt], dass zumindest auf Twitter eine Nachricht, die mehr Heiterkeit auslöst, auch mehr Menschen dazu bringt, sich mit ihr zu beschäftigen.” (Also schnell rüber zu Twitter und einen Fun Fact für den FFSci Fun Fact Contest posten🏃) Welche Arten von Humor besonders wirksam sind, blieb in der Studie jedoch offen. 

Was Science Fun Facts für die Wissenschaftskommunikation bedeuten, ist nicht erforscht. Die Instagram Seite Faktastisch zeigt mit ihren mehr als 8 Millionen Follower*innen jedoch, dass die Menschen ein hohes Interesse an snackable Facts haben. Doch Vorsicht ist geboten: Viele dieser “Fakten” sind ohne längere Erklärungen und Hintergrundinformationen schwierig einzuordnen und im schlimmsten Falle schlichtweg falsch. Dabei wäre die Niedrigschwelligkeit von Social Media eine gute Möglichkeit, mit Fakten Anreize für wissenschaftliche Themen zu schaffen – aber eben nur, wenn diese auch wissenschaftlich belegt sind. Also prüfe auch du den Fun Fact, der dir zwischen Bier und Häppchen auf der nächsten Party erzählt wird, vielleicht erst einmal, bevor du ihn weitererzählt – denn wie wir in unserem letzten Blogartikel herausgefunden haben, steht die Wissenschaft nicht auf Fake News. 😉 

 

Fast Forward Fun Facts

Auf die Fun Facts, die wir aus den Preisträger*innen der letzten Wettbewerbsrunden gesammelt haben, könnt ihr auf jeden Fall vertrauen. Also gibt es jetzt eine volle Ladung Fast Forward Science Fun Facts, um euch die nötige Portion Inspiration zu liefern: 

Wusstest du, dass wir in Zukunft vielleicht in Algenhäusern leben könnten? Dass Agavendicksaft gar kein gesunder Zuckerersatz ist? Wusstest du, dass sich Wölfe bis zu 50% von Pflanzen ernähren können? Und dass Wissenschaftler*innen es geschafft haben, einem Frosch ein Bein inklusive Knochen und allem durm und dran nachwachsen zu lassen? 

Und, hast du Lust zu erfahren, was hinter diesen Fakten steckt? Hier kommst du zu den Beiträgen unserer letzten Preisträger*innen. 

 

Und jetzt Ihr! 👈

Welche Science Fun Facts erzählt ihr am liebsten weiter? Habt ihr lustige Insides aus eurem Wissenschaftsbereich oder spannende Facts aus eurer aktuellen Forschung, die Lust auf mehr Wissenschaft machen? Dann lasst andere davon wissen! Mit etwas Glück bei der Auslosung seid ihr am Ende bei der Fast Forward Science Preisverleihung dabei. Wir freuen uns auf eure Science Fun Facts!

Who run the SciComm? Girls! – Über die Sichtbarkeit in der Wissenschaft

8. März – für die einen ist es ein Feier-, für die anderen ein Kampftag. Also, wie wär’s damit: Heute feiern wir den feministischen Kampftag! Es ist ein Tag, an dem wir feiern, was sich alles schon getan hat. An dem wir feministischen Kämpfen und Kämpfer*innen gedenken. Es ist aber auch ein Tag, an dem wir uns bewusst machen sollten, wofür wir immer noch kämpfen müssen – auch in der Wissenschaft(skommunikation). 

 

Heute wollen wir darauf aufmerksam machen, welche gesellschaftlichen Strukturen es zu verändern gilt, damit alle Menschen gleichberechtigten Zugang zu den Chancen und Möglichkeiten innerhalb der Wissenschaft haben.

Und was hat das jetzt mit Social Media und FFSci zu tun? 

Wir beschäftigen uns als Team von FFSci nicht nur mit Wissenschaft auf Social Media, sondern auch damit, wer auf Social Media über Wissenschaft spricht. Nicht nur uns fällt auf: Auch wenn es sich langsam zum besseren wendet, sind cis-männliche Wissenschaftler in den Medien nach wie vor überrepräsentiert. Das spiegelt sich auch in unserem Wettbewerb: Erst in der letzten Runde von Fast Forward Science hatten wir zum ersten Mal in unseren mittlerweile 10 Wettbewerbsjahren mehr weibliche als männliche Einreichende, und die Anzahl der männlichen Experten in den eingereichten Beiträgen überwiegt insgesamt deutlich. 

Wir sollten also über Strukturen sprechen, die auf Social Media zu Tage treten, sich aber natürlich nicht nur dort abspielen. Zum Beispiel über Strukturen im universitären Betrieb, die nach wie vor den Anteil cis-männlicher Beschäftigter auf jeder nächsthöheren Ebene der Karrieren steigen lässt. So liegt 2022 der Anteil an Professorinnen in keinem Bundesland über 50%, und nur zehn deutsche Universitäten schaffen es, die 30% zu knacken. Und über Professuren, die mit trans oder nichtbinären Personen besetzt sind, gibt es nicht mal statistische Erhebungen.

Da soll nochmal jemand sagen, dass wir nichts mehr zu kämpfen haben. Gekämpft werden muss auch gegen die Tatsache, dass insbesondere Frauen, trans und nicht-binäre Personen immer noch von Hass und Hetze, sexualisierter Gewalt und Übergriffen betroffen sind – im realen Leben wie im digitalen – und auch im universitären und akademischen Kontext. Um darauf mithilfe von Social Media hinzuweisen, gibt es u.a. #metooscience; zum einen ein Hashtag, unter dem Personen das Thema sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch im Wissenschaftsbetrieb sichtbar machen, aber auch eine Initiative, die auf ihrem Instagram-Kanal Betroffenen eine Stimme gibt. 

Initiativen wie @metooscience geben uns Hoffnung. Sie zeigen, dass Social Media selbst dabei helfen kann, auf strukturelle Probleme aufmerksam zu machen und Änderungen voranzutreiben. Aus diesem Grund wollen wir heute das Spotlight auf zwei Projekte und Initiativen richten, die sich für eine gleichberechtigte Sichtbarkeit in der Wissenschaft(skommunikation) einsetzen und so gegen einen Teil der diskriminierenden Strukturen kämpfen, die unsere gesellschaftliche Realität prägen: Die Plattform #InnovativeFrauen und das Projekt Wissenschaftlerinnen in den Medien

Für Vernetzung und Sichtbarkeit – die Plattform #InnovativeFrauen möchte die Sichtbarkeit von Frauen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft erhöhen. In ihrer Datenbank können sich Frauen eintragen, um zu zeigen, was sie als Wissenschaftlerinnen erforschen oder als Unternehmerinnen erfunden haben. Damit werden nicht nur die Leistungen von Frauen sichtbar(er), sondern sie können auch Aufmerksamkeit in den Medien nach sich ziehen. Journalist*innen können so die Datenbank nutzen, um Expertinnen zu finden. Auch auf Social Media ist #InnovativeFrauen präsent und bietet Frauen und ihren Innovationen in Videoporträts, Interviews und ihrem Podcast #ForscherinnenFreitag eine Plattform.

“Unser Ziel ist es innovative Frauen mit ihren Leistungen und Potentialen, aber auch mit ihren Ideen, Erfindungen und […] Inspirationen gleichberechtigt sichtbar zu machen.” – Carola Herbst, Projektleitung von #InnovativeFrauen

Wissenschaftlerinnen in die Medien bietet nicht nur eine Plattform: Das Forschungs- und Anwendungsprojekt der Fachhochschule Potsdam will außerdem untersuchen, warum Wissenschaftlerinnen im Wissenschaftsjournalismus und in der Wissenschaftskommunikation unterrepräsentiert sind und wie sich dies ändern lässt. Darüber hinaus entwickeln die Wissenschaftlerinnen sowohl für Social Media als auch für klassische Medien Formate, um Frauen in der Wissenschaft sichtbar zu machen und ihre Aktivität und Präsenz auf Social Media und in klassischen Medienformaten zu erhöhen. Die Formate richten sich insbesondere auch an jüngere Menschen. Dafür arbeiten sie mit Medienpartner*innen aus Print, TV und Radio zusammen. Ziel ist es, Wissenschaftlerinnen aus unterschiedlichsten Bereichen in den Fokus zu rücken und damit auch zur Lösung von gesellschaftlichen Zukunftsfragen und Krisen beizutragen.

“[Wir möchten] die Berichterstattung über wissenschaftliche Erkenntnisse von Frauen erhöhen. Dafür [wollen wir] Hürden auf institutioneller Ebene abschaffen, […] Medienschaffende [sensibilisieren und] die Bereitschaft von Wissenschaftlerinnen [erhöhen].”  – Anne Gerlieb, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Wissenschaftlerinnen in den Medien

Egal ob ihr Wissenschaftler*in, SciFluencer*in oder Konsument*in von wissenschaftlichem Content seid: Diese beiden Initiativen können euch vielleicht dabei helfen, euren Feed ein Stück diverser zu gestalten.

Der feministische Kampftag ist auch ein Tag des intersektionalen feministischen Kampfes, und wir wissen, dass es allein mit der Genderparität nicht getan ist. Projekte wie #metooscience, #InnovativeFrauen und Wissenschaftlerinnen in den Medien können aber dabei helfen, einen von vielen notwendigen Schritten in Richtung einer gleichberechtigte Zukunft in der Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation zu gehen. Denn: We all together can run the SciComm!

 

 

Die Plattform #InnovativeFrauen ist im Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. angesiedelt und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderrichtlinie „Frauen in Wissenschaft, Forschung und Innovation: Leistungen und Potenziale sichtbar machen, Sichtbarkeit strukturell verankern“ („Innovative Frauen im Fokus“) unter dem Förderkennzeichen 01FP21070 gefördert.

 

Fake it until you make it?! – Über Desinformationen, Social Media & Wisskomm

Sind euch schon mal Fake News auf Social Media begegnet? Oder habt ihr sie vielleicht gar nicht erkannt? Durchaus möglich. Während der Pandemie verbreitete sich nicht nur das Coronavirus rasant, sondern auch Fake News über Impfungen, Verschwörungen und vieles mehr. 

 

Fake News hier, Fake News da – schon 2016 wurde der Begriff zum Anglizismus des Jahres gekürt. Was vom amerikanischen Wahlkampf entfacht wurde, entwickelte sich durch die Corona-Pandemie schließlich zu einem flächendeckenden Phänomen. Während Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation gar nicht mehr hinterher kamen mit dem Forschen, Publizieren und Aufklären über das Coronavirus, waren andere fleißig dabei, falsche Informationen zu verbreiten. Und wieder andere waren dabei, sie zu glauben.

 

Es war einmal… – Fake News damals und heute

Doch noch einmal von vorne: Was hat es mit dem Begriff Fake News auf sich? Tatsächlich gibt es den Begriff schon eine ganze Weile. Die Entstehung wird auf das 19. Jahrhundert datiert, um Falschmeldungen in Zeitungen zu bezeichnen (Für den Smalltalk auf der nächsten Party: Im Deutschen wurde dafür der Begriff ‘Hoax’ verwendet).

Doch Fake News sind nicht gleich Fake News. So können drei verschiedene Arten dieser unterschieden werden: Desinformationen, Fehlinformationen, und Malinformationen. Desinformation sind falsche Infos, die absichtlich in Umlauf gebracht werden, bei Fehlinformationen geschieht dies unabsichtlich. Malinformationen sind noch eine Stufe heikler: Hier werden nicht nur willentlich falsche Informationen in Umlauf gebracht, sondern sie sollen auch noch Schaden anrichten. 

Gleichzeitig wird der Begriff Fake News auch häufig von jenen Personen und Gruppen polemisch verwendet, die eben selbst welche verbreiten. Gar nicht mal so lustige Kreisläufe entstehen dann: Die Presse sagt, dass ein Politiker Fake News verbreite. Dieser Politiker bezeichnet die Aussagen als Fake News, was ja wiederum Fake News sind. Und so geht das weiter und weiter. In Publikationen wird deshalb oft schlicht von Desinformationen gesprochen.

 

Social Media – Desinformationen gefällt das

Doch wie steht es mit Desinformationen auf Social Media? Und was hat die Wissenschaftskommunikation damit eigentlich am Hut? Spoiler: Viel!

Denn Desinformationen fühlen sich sehr wohl auf Social Media und erfreuen sich auf allen Plattformen großer Verbreitung. Das hat vor allem zwei Gründe: Immer mehr Menschen nutzen Social Media, und die Social Media-Welt folgt anderen Regeln als die Medienwelt, in der (im besten Fall jedenfalls) Beiträge auf journalistische Ideale wie Wahrhaftigkeit, Objektivität und Verantwortung geprüft werden. 

 

Nicht nur drüber reden: Was kann gegen Desinformationen getan werden?

So absurd Desinformationen manchmal auch sind, gerade in Verbindung mit Verschwörungserzählungen, bei denen man lachen wie weinen könnte, so gefährlich können sie doch werden, wenn es um wissenschaftlich brisante Themen wie eine Pandemie geht. Desinfektionsmittel trinken gegen das Virus? Nicht lustig, wenn es Menschen ernst nehmen. 

Eine Möglichkeit, die Kompetenz von Menschen zu stärken und Desinformationen nicht zu glauben, ist ‚Debunking‘. Beim Debunking wird gezielt gegen Desinformationen vorgegangen, indem auf solche Bezug genommen wird und erklärt wird, warum es sich um falsche Informationen handelt. In einer Studie wurde das Konzept anhand von Desinformation zu mRNA-Impfstoffen getestet. Zwei Gruppen an Teilnehmer*innen wurden falsche Schlagzeilen präsentiert, nur hat der eine Teil zuvor einen Text vorgelegt bekommen, der zu Desinformationen über mRNA-Impfstoffe aufklärte. Und tatsächlich: Dieser Teil der Gruppe stufte die Glaubwürdigkeit der falschen Schlagzeile geringer ein. 

Weitere Strategien, um als Wissenschaftler*in, Wissenschaftskommunikator*in oder Politiker*in gegen Desinformationen vorzugehen, werden in einer Studie von ALLEA vorgestellt: So können zum Beispiel Plattformen für Dialoge zwischen Bürger*innen und Wissenschaft helfen, um das Vertrauen in wissenschaftliche Inhalte zu stärken. Das Einbinden der Öffentlichkeit in die Forschung, aber auch in den Forschungsprozess, ist ebenso ein wichtiger Bestandteil, um die Transparenz zu erhöhen. Denn letztendlich geht es um das Stärken des Vertrauens in Wissenschaft auf der einen und das Stärken der Fähigkeit zum Erkennen von Desinformationen auf der anderen Seite. 

 

Vertraut uns! – Wissenschaft während der Pandemie

Zwar könnte man auf dem einen oder anderen Familientreffen den Eindruck haben, das Misstrauen in wissenschaftliche Fakten ist repräsentativ für die Bevölkerung. Doch der Schein trügt: So fand das Wissenschaftsbarometer in einer Sonderbefragung zu Beginn der Pandemie heraus, dass das Vertrauen in Wissenschaft und Forschung schlagartig angestiegen war – von 46% im Jahre 2019 auf 73 % im April 2020. Zwar sank diese Zahl wieder leicht auf 61% bzw. 62% in den Folgejahren 2021 und 2022, ist damit aber immer noch deutlich über dem Niveau vor Beginn der Pandemie. Dennoch muss Misstrauen in Wissenschaft und Vertrauen in Desinformationen ernst genommen werden.

Das Misstrauen in Wissenschaft äußert sich in einem Phänomen ganz besonders: dem “science-related populism”. Während sich “klassische” Populist*innen auf die Fronten der politischen Elite und der Bevölkerung konzentrieren, geht es bei “science-related populism” um die verhärteten Fronten zwischen der nicht-akademischen Bevölkerung und einer vermeintlich einheitlichen akademischen Elite, wie der Wissenschaftler Niels Mede erläutert. Diese akademische Elite würde, so das Narrativ, bestimmen, was “wahres Wissen” sei. Wie das Vertrauen der Menschen, die einem solchen Populismus anhängen, zurückerlangt werden kann, ist eine der großen Herausforderung für Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation.

 

Und nun? Feierabend(talk)!

Wenn ihr mehr über “science-related populism”, Folgen von und Strategien gegen Desinformationen erfahren wollt, dann schaltet euch am 14. Dezember um 17 Uhr zu unserem Feierabendtalk dazu. Niels Mede erzählt Euch aus erster Hand von seiner Forschung über “science-related populism”. Auch die Wissenschaftlerin Teresa Weikmann (Universität Wien), die sich u. a. mit Deep Fakes auseinandersetzt, ist dabei, sowie der Scifluencer Jacob Beautemps (Breaking Lab), der bei Fast Forward Science 21/22 den Tandem Award gewonnen hat und sich in seinem Video “Wem kannst du trauen?” selbst mit Desinformationen im Internet auseinandersetzt. Kommt vorbei in unseren Twitter Space!

Content mit Köpfchen gesucht – Fast Forward Science 2022/23 startet!

Freu dich auf die nächste Runde von Fast Forward Science, dem Multimedia-Wettbewerb, in dem du deine Begeisterung für Wissenschaft auf Social Media zeigen und weitergeben kannst!

Dieses Jahr ist auch für uns besonders, denn wir sind fast forward in der 10. Runde angekommen – so schnell vergeht die Zeit. 2013 hatten wir das Ziel, Wissenschaft auf YouTube stark zu machen. Denn obwohl man es kaum glauben mag: Vor vielen, vielen Jahren haben Schüler*innen ihre Abschlüsse auch noch ohne maiLab und MrWissen2Go geschafft. Aber mal im Ernst: Wir freuen uns so sehr, dass Fast Forward Science auch heute noch einen Teil dazu beitragen kann, Wissenschaft auf Social Media sichtbar(er) zu machen. Seit 2013 hat sich einiges geändert: Instagram, vor zehn Jahren noch 150 Millionen stark, hat inzwischen etwa zwei Milliarden User*innen, und TikTok holt vor allem durch die Nutzung junger Menschen stetig auf. Welche Plattform auch immer in zehn Jahren die Nase vorn hat: Wissenschaft lässt sich bestimmt auch auf ihr posten und wir freuen uns jetzt schon auf die Vielfalt an Formaten, die uns erwartet. In diesem Sinne: Los geht’s in die nächste Runde! Wir sind gespannt auf die Beiträge zu unserem Jubiläum.

Bis zum 7. Februar 2023 kannst du dich austoben und auf sämtlichen Plattformen – sei es YouTube, Instagram, TikTok, Twitch oder “überall dort, wo es Podcasts gibt” – zeigen, dass du nicht nur für Wissenschaft brennst, sondern auch das Interesse und die Leidenschaft anderer für aktuelle Wissenschaft und Forschung entfachen kannst.

 

DIE AWARDS

„Was kann ich jetzt nochmal gewinnen?” – Hier die Awards in Kürze:

YOUNG SCIENTISTS AWARD: Dir tut vom vielen Sitzen in der Uni-Bib, Vorlesungen, bei Hausarbeiten oder deiner Promotion alles weh? Dann ab vor die Kamera mit dir! Zeig uns deine Forschung in einer Instagram-Story, einem YouTube-Video, einem TikTok oder einem anderen Bewegtbildformat deiner Wahl. Wenn du studierst, promovierst oder deine Promotion erst vor kurzem abgeschlossen hast, dann kannst du dich Young Scientist nennen und hast Chancen auf den zugehörigen Award. Partner des Young Scientist Awards ist der Deutsche Zukunftspreis.

SCIENTISTS AND RESEARCH INSTITUTION AWARD: Du bist bereits Forscher*in, hast eine Leidenschaft für Social Media und möchtest deine Themen mit anderen teilen? Dann her mit deinem Science Content! Hier sind nicht nur Einreichungen von Wissenschaftler*innen, sondern auch von Instituten oder ganzen Forschungseinrichtungen willkommen.

TANDEM AWARD:  Du bist Wissenschaftler*in, aber hast es nicht so mit Social Media und Schnittprogrammen? Oder bist selbst nicht in der Forschung tätig, aber brennst für wissenschaftliche Inhalte? Dann mach’s doch im Tandem! Zeigt uns im besten Teamwork, was ihr als Dreamteam aus Multimedia und Wissenschaft auf die Leinwand bringt. Hier können auch Co-Produktionen von wissenschaftlichen Einrichtungen und Scifluencer*innen oder Produktionsfirmen eingereicht werden.

SHORT AND CRISP AWARD: Klingt alles bisher gut für dich, aber am besten kannst du deine Follower*innen immer noch in deiner eigenen Sprache begeistern? Dann reiche doch einen Beitrag in einer Sprache deiner Wahl ein! Einzige Bedingung: Kurz und knackig unter 15 Minuten bleiben und englische Untertitel hinzufügen. Wir freuen uns auf deine Einreichung auf Arabisch, Französisch, Esperanto… Der Short & Crisp Award ist ein gemeinsamer Award von Fast Forward Science und dem Silbersalz Science & Media Festival.

OPEN BOX SPEZIAL: Du lässt Dich nicht so gerne in Schubladen stecken? Dann zeig uns doch, was sonst noch so online geht. Wenn du außerhalb der Grenzen von Bewegtbild Wissenschaft und Forschung kreativ vermittelst, dann ist dieser Award der richtige für dich!

AUDIO SPEZIAL: Du stehst nicht so gern vor der Kamera? Nicht schlimm. Bei diesem Preis schließen wir unsere Augen und hören zu, was Du uns über Wissenschaft erzählst.

 

UND WAS JETZT?

Schnapp dir dein Smartphone, dein Mikrofon oder deine Kamera und leg los. Dreh ein Reel über dein aktuelles Recherchethema, erzähl uns in einem Podcast von deinem neuesten Paper oder streame dich in unsere Synapsen. Wir freuen uns jetzt schon auf jeden einzelnen Beitrag! 

Hier gehts zum >>Einreichformular.

Fast Forward Feierabendtalk #2 am 28. September

Diskutiere mit Amelie Reigl aka @dieWissenschaftlerin und Robert Lepenies über die Chancen und Risiken von TikTok

 

Nach dem Feierabendtalk ist ja bekanntlich vor dem Feierabendtalk, und der nächste steht direkt vor der Tür! Dieses Mal Thema: „TikTok: Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein?“

 

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, ob ihr euch TikTok installieren solltet, es aber dann doch wieder gelassen? Oder gar erwägt, eure Kommunikationsaktivitäten auf TikTok auszuweiten? Denn mit rund einer Milliarde monatlichen Nutzer*innen ist TikTok aus der Social Media Landschaft nicht mehr wegzudenken. Dennoch kennen viele die Plattform nur als Entertainment-Ort einer jungen Zielgruppe, der außer Lip Syncs und trendigen Tänzen nicht viel zu bieten hat. Dabei bietet die Plattform viel mehr als das: Längst mischen sich dort unterhaltsame Kurzvideos mit politischen Kommentaren und wissenschaftlichem Content. Im Fast Forward Feierabendtalk diskutieren wir die Potentiale und Risiken der Plattform und tauchen in die deutschsprachige Wisskomm-Landschaft auf TikTok ein. Mit dabei: Amelie Reigl, die auf TikTok als @diewissenschaftlerin unterwegs ist und obendrein den Young Scientist Award gewonnen hat, den wir jährlich gemeinsam mit dem Deutschen Zukunftspreis vergeben und Robert Lepenies, Professor an der Karlshochschule International University, der zu TikTok geforscht hat und auch selbst als @thetiktokscientist auf der Plattform aktiv ist. 

 

Den TikTok-Talk kannst du auf Instagram als Live Stream verfolgen. Gehe dazu einfach auf unseren Account und klicke auf unser Profilbild, um beizutreten und mitzudiskutieren.

 

Beim darauffolgenden Feierabendtalk dreht sich alles um Fake News auf Social Media. Alle Infos erhältst du in unseren Newslettern, auf unseren Social Media Kanälen oder auf unserer Website.

 

Wir freuen uns auf dich!

 

Feierabendtalk #2: TikTok. Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein?

Wann: 28. September 2022, 17 Uhr
Wo: Instagram (Live-Format)