Fake it until you make it?! – Über Desinformationen, Social Media & Wisskomm

Sind euch schon mal Fake News auf Social Media begegnet? Oder habt ihr sie vielleicht gar nicht erkannt? Durchaus möglich. Während der Pandemie verbreitete sich nicht nur das Coronavirus rasant, sondern auch Fake News über Impfungen, Verschwörungen und vieles mehr. 

 

Fake News hier, Fake News da – schon 2016 wurde der Begriff zum Anglizismus des Jahres gekürt. Was vom amerikanischen Wahlkampf entfacht wurde, entwickelte sich durch die Corona-Pandemie schließlich zu einem flächendeckenden Phänomen. Während Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation gar nicht mehr hinterher kamen mit dem Forschen, Publizieren und Aufklären über das Coronavirus, waren andere fleißig dabei, falsche Informationen zu verbreiten. Und wieder andere waren dabei, sie zu glauben.

 

Es war einmal… – Fake News damals und heute

Doch noch einmal von vorne: Was hat es mit dem Begriff Fake News auf sich? Tatsächlich gibt es den Begriff schon eine ganze Weile. Die Entstehung wird auf das 19. Jahrhundert datiert, um Falschmeldungen in Zeitungen zu bezeichnen (Für den Smalltalk auf der nächsten Party: Im Deutschen wurde dafür der Begriff ‘Hoax’ verwendet).

Doch Fake News sind nicht gleich Fake News. So können drei verschiedene Arten dieser unterschieden werden: Desinformationen, Fehlinformationen, und Malinformationen. Desinformation sind falsche Infos, die absichtlich in Umlauf gebracht werden, bei Fehlinformationen geschieht dies unabsichtlich. Malinformationen sind noch eine Stufe heikler: Hier werden nicht nur willentlich falsche Informationen in Umlauf gebracht, sondern sie sollen auch noch Schaden anrichten. 

Gleichzeitig wird der Begriff Fake News auch häufig von jenen Personen und Gruppen polemisch verwendet, die eben selbst welche verbreiten. Gar nicht mal so lustige Kreisläufe entstehen dann: Die Presse sagt, dass ein Politiker Fake News verbreite. Dieser Politiker bezeichnet die Aussagen als Fake News, was ja wiederum Fake News sind. Und so geht das weiter und weiter. In Publikationen wird deshalb oft schlicht von Desinformationen gesprochen.

 

Social Media – Desinformationen gefällt das

Doch wie steht es mit Desinformationen auf Social Media? Und was hat die Wissenschaftskommunikation damit eigentlich am Hut? Spoiler: Viel!

Denn Desinformationen fühlen sich sehr wohl auf Social Media und erfreuen sich auf allen Plattformen großer Verbreitung. Das hat vor allem zwei Gründe: Immer mehr Menschen nutzen Social Media, und die Social Media-Welt folgt anderen Regeln als die Medienwelt, in der (im besten Fall jedenfalls) Beiträge auf journalistische Ideale wie Wahrhaftigkeit, Objektivität und Verantwortung geprüft werden. 

 

Nicht nur drüber reden: Was kann gegen Desinformationen getan werden?

So absurd Desinformationen manchmal auch sind, gerade in Verbindung mit Verschwörungserzählungen, bei denen man lachen wie weinen könnte, so gefährlich können sie doch werden, wenn es um wissenschaftlich brisante Themen wie eine Pandemie geht. Desinfektionsmittel trinken gegen das Virus? Nicht lustig, wenn es Menschen ernst nehmen. 

Eine Möglichkeit, die Kompetenz von Menschen zu stärken und Desinformationen nicht zu glauben, ist ‚Debunking‘. Beim Debunking wird gezielt gegen Desinformationen vorgegangen, indem auf solche Bezug genommen wird und erklärt wird, warum es sich um falsche Informationen handelt. In einer Studie wurde das Konzept anhand von Desinformation zu mRNA-Impfstoffen getestet. Zwei Gruppen an Teilnehmer*innen wurden falsche Schlagzeilen präsentiert, nur hat der eine Teil zuvor einen Text vorgelegt bekommen, der zu Desinformationen über mRNA-Impfstoffe aufklärte. Und tatsächlich: Dieser Teil der Gruppe stufte die Glaubwürdigkeit der falschen Schlagzeile geringer ein. 

Weitere Strategien, um als Wissenschaftler*in, Wissenschaftskommunikator*in oder Politiker*in gegen Desinformationen vorzugehen, werden in einer Studie von ALLEA vorgestellt: So können zum Beispiel Plattformen für Dialoge zwischen Bürger*innen und Wissenschaft helfen, um das Vertrauen in wissenschaftliche Inhalte zu stärken. Das Einbinden der Öffentlichkeit in die Forschung, aber auch in den Forschungsprozess, ist ebenso ein wichtiger Bestandteil, um die Transparenz zu erhöhen. Denn letztendlich geht es um das Stärken des Vertrauens in Wissenschaft auf der einen und das Stärken der Fähigkeit zum Erkennen von Desinformationen auf der anderen Seite. 

 

Vertraut uns! – Wissenschaft während der Pandemie

Zwar könnte man auf dem einen oder anderen Familientreffen den Eindruck haben, das Misstrauen in wissenschaftliche Fakten ist repräsentativ für die Bevölkerung. Doch der Schein trügt: So fand das Wissenschaftsbarometer in einer Sonderbefragung zu Beginn der Pandemie heraus, dass das Vertrauen in Wissenschaft und Forschung schlagartig angestiegen war – von 46% im Jahre 2019 auf 73 % im April 2020. Zwar sank diese Zahl wieder leicht auf 61% bzw. 62% in den Folgejahren 2021 und 2022, ist damit aber immer noch deutlich über dem Niveau vor Beginn der Pandemie. Dennoch muss Misstrauen in Wissenschaft und Vertrauen in Desinformationen ernst genommen werden.

Das Misstrauen in Wissenschaft äußert sich in einem Phänomen ganz besonders: dem “science-related populism”. Während sich “klassische” Populist*innen auf die Fronten der politischen Elite und der Bevölkerung konzentrieren, geht es bei “science-related populism” um die verhärteten Fronten zwischen der nicht-akademischen Bevölkerung und einer vermeintlich einheitlichen akademischen Elite, wie der Wissenschaftler Niels Mede erläutert. Diese akademische Elite würde, so das Narrativ, bestimmen, was “wahres Wissen” sei. Wie das Vertrauen der Menschen, die einem solchen Populismus anhängen, zurückerlangt werden kann, ist eine der großen Herausforderung für Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation.

 

Und nun? Feierabend(talk)!

Wenn ihr mehr über “science-related populism”, Folgen von und Strategien gegen Desinformationen erfahren wollt, dann schaltet euch am 14. Dezember um 17 Uhr zu unserem Feierabendtalk dazu. Niels Mede erzählt Euch aus erster Hand von seiner Forschung über “science-related populism”. Auch die Wissenschaftlerin Teresa Weikmann (Universität Wien), die sich u. a. mit Deep Fakes auseinandersetzt, ist dabei, sowie der Scifluencer Jacob Beautemps (Breaking Lab), der bei Fast Forward Science 21/22 den Tandem Award gewonnen hat und sich in seinem Video “Wem kannst du trauen?” selbst mit Desinformationen im Internet auseinandersetzt. Kommt vorbei in unseren Twitter Space!

Content mit Köpfchen gesucht – Fast Forward Science 2022/23 startet!

Freu dich auf die nächste Runde von Fast Forward Science, dem Multimedia-Wettbewerb, in dem du deine Begeisterung für Wissenschaft auf Social Media zeigen und weitergeben kannst!

Dieses Jahr ist auch für uns besonders, denn wir sind fast forward in der 10. Runde angekommen – so schnell vergeht die Zeit. 2013 hatten wir das Ziel, Wissenschaft auf YouTube stark zu machen. Denn obwohl man es kaum glauben mag: Vor vielen, vielen Jahren haben Schüler*innen ihre Abschlüsse auch noch ohne maiLab und MrWissen2Go geschafft. Aber mal im Ernst: Wir freuen uns so sehr, dass Fast Forward Science auch heute noch einen Teil dazu beitragen kann, Wissenschaft auf Social Media sichtbar(er) zu machen. Seit 2013 hat sich einiges geändert: Instagram, vor zehn Jahren noch 150 Millionen stark, hat inzwischen etwa zwei Milliarden User*innen, und TikTok holt vor allem durch die Nutzung junger Menschen stetig auf. Welche Plattform auch immer in zehn Jahren die Nase vorn hat: Wissenschaft lässt sich bestimmt auch auf ihr posten und wir freuen uns jetzt schon auf die Vielfalt an Formaten, die uns erwartet. In diesem Sinne: Los geht’s in die nächste Runde! Wir sind gespannt auf die Beiträge zu unserem Jubiläum.

Bis zum 7. Februar 2023 kannst du dich austoben und auf sämtlichen Plattformen – sei es YouTube, Instagram, TikTok, Twitch oder “überall dort, wo es Podcasts gibt” – zeigen, dass du nicht nur für Wissenschaft brennst, sondern auch das Interesse und die Leidenschaft anderer für aktuelle Wissenschaft und Forschung entfachen kannst.

 

DIE AWARDS

„Was kann ich jetzt nochmal gewinnen?” – Hier die Awards in Kürze:

YOUNG SCIENTISTS AWARD: Dir tut vom vielen Sitzen in der Uni-Bib, Vorlesungen, bei Hausarbeiten oder deiner Promotion alles weh? Dann ab vor die Kamera mit dir! Zeig uns deine Forschung in einer Instagram-Story, einem YouTube-Video, einem TikTok oder einem anderen Bewegtbildformat deiner Wahl. Wenn du studierst, promovierst oder deine Promotion erst vor kurzem abgeschlossen hast, dann kannst du dich Young Scientist nennen und hast Chancen auf den zugehörigen Award. Partner des Young Scientist Awards ist der Deutsche Zukunftspreis.

SCIENTISTS AND RESEARCH INSTITUTION AWARD: Du bist bereits Forscher*in, hast eine Leidenschaft für Social Media und möchtest deine Themen mit anderen teilen? Dann her mit deinem Science Content! Hier sind nicht nur Einreichungen von Wissenschaftler*innen, sondern auch von Instituten oder ganzen Forschungseinrichtungen willkommen.

TANDEM AWARD:  Du bist Wissenschaftler*in, aber hast es nicht so mit Social Media und Schnittprogrammen? Oder bist selbst nicht in der Forschung tätig, aber brennst für wissenschaftliche Inhalte? Dann mach’s doch im Tandem! Zeigt uns im besten Teamwork, was ihr als Dreamteam aus Multimedia und Wissenschaft auf die Leinwand bringt. Hier können auch Co-Produktionen von wissenschaftlichen Einrichtungen und Scifluencer*innen oder Produktionsfirmen eingereicht werden.

SHORT AND CRISP AWARD: Klingt alles bisher gut für dich, aber am besten kannst du deine Follower*innen immer noch in deiner eigenen Sprache begeistern? Dann reiche doch einen Beitrag in einer Sprache deiner Wahl ein! Einzige Bedingung: Kurz und knackig unter 15 Minuten bleiben und englische Untertitel hinzufügen. Wir freuen uns auf deine Einreichung auf Arabisch, Französisch, Esperanto… Der Short & Crisp Award ist ein gemeinsamer Award von Fast Forward Science und dem Silbersalz Science & Media Festival.

OPEN BOX SPEZIAL: Du lässt Dich nicht so gerne in Schubladen stecken? Dann zeig uns doch, was sonst noch so online geht. Wenn du außerhalb der Grenzen von Bewegtbild Wissenschaft und Forschung kreativ vermittelst, dann ist dieser Award der richtige für dich!

AUDIO SPEZIAL: Du stehst nicht so gern vor der Kamera? Nicht schlimm. Bei diesem Preis schließen wir unsere Augen und hören zu, was Du uns über Wissenschaft erzählst.

 

UND WAS JETZT?

Schnapp dir dein Smartphone, dein Mikrofon oder deine Kamera und leg los. Dreh ein Reel über dein aktuelles Recherchethema, erzähl uns in einem Podcast von deinem neuesten Paper oder streame dich in unsere Synapsen. Wir freuen uns jetzt schon auf jeden einzelnen Beitrag! 

Hier gehts zum >>Einreichformular.

Fast Forward Feierabendtalk #2 am 28. September

Diskutiere mit Amelie Reigl aka @dieWissenschaftlerin und Robert Lepenies über die Chancen und Risiken von TikTok

 

Nach dem Feierabendtalk ist ja bekanntlich vor dem Feierabendtalk, und der nächste steht direkt vor der Tür! Dieses Mal Thema: “TikTok: Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein?”

 

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, ob ihr euch TikTok installieren solltet, es aber dann doch wieder gelassen? Oder gar erwägt, eure Kommunikationsaktivitäten auf TikTok auszuweiten? Denn mit rund einer Milliarde monatlichen Nutzer*innen ist TikTok aus der Social Media Landschaft nicht mehr wegzudenken. Dennoch kennen viele die Plattform nur als Entertainment-Ort einer jungen Zielgruppe, der außer Lip Syncs und trendigen Tänzen nicht viel zu bieten hat. Dabei bietet die Plattform viel mehr als das: Längst mischen sich dort unterhaltsame Kurzvideos mit politischen Kommentaren und wissenschaftlichem Content. Im Fast Forward Feierabendtalk diskutieren wir die Potentiale und Risiken der Plattform und tauchen in die deutschsprachige Wisskomm-Landschaft auf TikTok ein. Mit dabei: Amelie Reigl, die auf TikTok als @diewissenschaftlerin unterwegs ist und obendrein den Young Scientist Award gewonnen hat, den wir jährlich gemeinsam mit dem Deutschen Zukunftspreis vergeben und Robert Lepenies, Professor an der Karlshochschule International University, der zu TikTok geforscht hat und auch selbst als @thetiktokscientist auf der Plattform aktiv ist. 

 

Den TikTok-Talk kannst du auf Instagram als Live Stream verfolgen. Gehe dazu einfach auf unseren Account und klicke auf unser Profilbild, um beizutreten und mitzudiskutieren.

 

Beim darauffolgenden Feierabendtalk dreht sich alles um Fake News auf Social Media. Alle Infos erhältst du in unseren Newslettern, auf unseren Social Media Kanälen oder auf unserer Website.

 

Wir freuen uns auf dich!

 

Feierabendtalk #2: TikTok. Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein?

Wann: 28. September 2022, 17 Uhr
Wo: Instagram (Live-Format)

 

Die Fast Forward Science Feierabendtalk-Reihe startet am 24. August!

Die Gewinner*innen von Fast Forward Science 21/22 stehen fest, das Thermometer steht auf Sommerurlaub und die neue Wettbewerbsrunde startet erst im Herbst. Zeit für eine Sommerpause bei der Fast Forward Science Community? Nicht mit uns! In den nächsten Monaten haben wir spannende Feierabendtalks für dich in petto. Die Themen: All things SciComm & Social Media!

Am 24. August starten wir mit dem Thema: “Immersive Science: VR, AR & 360° Videos”.  Denn nicht ohne Grund werden diese Technologien längst auch in der Wissenschaftskommunikation eingesetzt. Nutzer*innen sollen so in die Welt der Forschung eintauchen und Wissenschaft damit im Idealfall niedrigschwellig erlebbar gemacht werden. Doch welches Potenzial bieten die Technologien tatsächlich für neue Formate, wie können sie für Creator*innen nutzbar gemacht werden und welche Entwicklungen bräuchte es, um sie umfassend verfügbar zu machen?

Beim ersten Fast Forward Science Feierabendtalk habt ihr die Möglichkeit, Expert*innen aus Technologie, Kommunikation und Wissenschaft mit euren Fragen zu löchern.

 

Unsere Expert*innen

Gerhard Schröder, Gründer der Agentur Kreative KommunikationsKonzepte

Lisa Janke, Projektkoordinatorin museum4punkt0, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz

Philipp Schrögel, Forschungskoordinator am Käte Hamburger Kolleg für Apokalyptische und Postapokalyptische Studien, Universität Heidelberg

Philipp Niemann, Wissenschaftlicher Leiter des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation (NaWik)

 

Im September und Oktober geht es weiter mit Talks zu den Chancen und Risiken von TikTok als Kanal der Wissenschaftskommunikation und dem Umgang mit Fake News auf Social Media. Alle Infos erhältst du in unseren Newslettern, auf unseren Social Media Kanälen oder auf unserer Website.

Stay Tuned!

 

Alle Infos kompakt:

Feierabendtalk #1: Immersive Science. VR, AR & 360° Videos 

Wann: 24. August 2022, 17 Uhr
Wo: Zoom und YouTube
Anmeldung: www.eveeno.com/immersive-science

 

Die Gewinner*innen von #FFSci21/22 stehen fest

And the winners are…! Am Donnerstag, den 16. Juni 2022, fand die Preisverleihung von Fast Forward Science im Rahmen des Silbersalz Festivals statt. Dabei wurde verkündet, wer es auf die ersten Plätze der diesjährigen Wettbewerbsrunde geschafft hat.

Wer sind die Erstplatzierten?

Im Hauptwettbewerb

Amelie Reigl, auf Instagram und Tiktok ‘dieWissenschaftlerin’, hat mit ihrem Tiktok-Video ‘Wissenschaft sichtbar machen!’ den ersten Platz des Young Scientist Awards gewonnen. Der Preis, der gemeinsam mit dem Deutschen Zukunftspreis vergeben wird, richtet sich an Studierende, Promovierende und Postdocs bis 6 Jahre nach Promotion. In ihrem Beitrag macht ‘dieWissenschaftlerin’ ihre Zuschauer*innen neugierig auf Wissenschaft, indem sie von neuen Entwicklungen in ihrem Forschungsgebiet erzählt. In ihrem Beitrag für den Young Scientist Award geht es um ein Experiment, bei dem Wissenschaftler*innen das Bein eines Frosches erstmals erfolgreich nachwachsen lassen. Auf dem zweiten Platz landete Janina Isabell Otto. Sie setzte sich auf YouTube bekannt als “Janina erklärt alles” in ihrem Video “ZUCKER – Die nächste Pandemie?” mit den Gefahren und Mythen rund um Zucker auseinander. Susi Seibt, auf YouTube bekannt als “Shelium”, belegte mit einem Video zur Frage, ob ein Teelöffel in einer Sektflasche das Getränk wirklich prickelnd halten kann, den dritten Platz.

In der Kategorie Scientist & Research Institution Award werden Wissenschaftler*innen und wissenschaftliche Einrichtungen ausgezeichnet, die Beiträge über ihre eigene Forschung verfassen. Die Pflanzenbiologin Dr. Eva Knoch belegt in dieser Kategorie den ersten Platz mit ihrem YouTube-Video aus ihrem Kanal ‘Der molekulare Garten’, ‘Wie werden Blutorangen rot? Und was hat das mit dem Klima zu tun?’. In ihrem Video erklärt sie die molekularbiologischen Prozesse, die zu der charakteristischen roten Farbe von Blutorangen führen. Auf dem zweiten Platz liegt das Video ‘FGZ Tapes Episode I: Pizza Hawaii – Oder: Wie polarisiert ist Deutschland?’ vom Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, in dem es um die Polarisierung in Deutschland geht, während der dritte Platz von Dr. Karim Montasser, bekannt als “Der Tierarzt”, gehalten wird, der in seinem YouTube-Video untersucht, ob eine vegane Ernährung für Hunde möglich bzw. gesund ist.

Für den Tandem Award, der an Co-Produktionen von Medienschaffenden und Wissenschaftler*innen bzw. Forschungseinrichtungen vergeben wird, wurden gleich zwei erste Plätze ausgezeichnet. Einer davon ging an das Team von “Breaking Lab”, das in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut das Video “Falsche Corona-Studie! Prof. Dr. Brockmann vom RKI weiß, warum das kein Einzelfall ist” produzierte. In dem Beitrag geht es um fehlerhafte Studien und ihre Veröffentlichung. Das Video teilt sich den ersten Platz mit einem Tandem aus “Doktor Whatson” und dem Max-Planck-Institut für intelligente Systeme. Das Gespann aus Cedric Engels und Dr. Annika Buchholz überzeugte die Jury mit ihrem Video unter dem Titel: “Künstliche Intelligenz einfach verstehen: Teil 1”.

Die Spezialpreise

Erstmals wurden bei Fast Forward Science die Spezialpreise Open Box und Audio Spezial verliehen. In der Kategorie Open Box Spezial, in der innovative Online-Formate der Wissenschaftskommunikation prämiert werden, gewann die partizipative Online-Ausstellung “Reisesteine” von focusTerra – ETH Zürich. “Reisesteine” ist eine interaktive, virtuelle Sammlung von Steinen aus der ganzen Welt – jeder mit seiner eigenen, einzigartigen Geschichte und Geologie.

Den Audio Spezial Preis, der Audiobeiträge zu aktuellen Themen aus Wissenschaft und Forschung auszeichnet, hat der Podcast “Pilzlampen und Algenhäuser: Womit bauen wir die Zukunft?” vom BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern gewonnen. Der Podcast geht der Frage nach, wie die alternativen Baumaterialien der Zukunft aussehen könnten – darunter auch lebendige Stoffe.

Der Short & Crisp Award, der in Partnerschaft mit dem Silbersalz Festival an fremdsprachige Produktionen verliehen wird, wurde im Rahmen der Science & Media Awards Show am 17. Juni an “How To Save a Species From Extinction” von Terra Mater verliehen.

Wir gratulieren herzlich allen Gewinner*innen zu ihren Platzierungen! Wer noch nicht in die Gewinner*innenbeiträge geschaut hat, kann das hier tun.

OPEN BOX SPEZIAL 2021/22 – REISESTEINE: Eine Online-Ausstellung zum Mitmachen

Am 16. Juni ist die Fast Forward Science Preisverleihung auf dem Silbersalz Science & Media Festival! Sei dabei, wenn wir ab 18:30 Uhr enthüllen, wer das Rennen auf die ersten Plätze gemacht hat.
Kostenlose Anmeldung unter https://eveeno.com/138672023

 

*Persönlichkeitsquiz* – Im Urlaub…

  1. entspannst du dich am liebsten in der Sonne oder 
  2. sammelst schöne Steine am Strand. 

Wenn du mit ‘B’ geantwortet hast, dann ist dieser Beitrag wie für dich gemacht. Die Gewinner des Open Box Spezial Award, focusTerra – ETH Zürich, sammeln und untersuchen Steine aus der ganzen Welt. Es rockt (sorry, das musste sein).

Die interaktive Online-Ausstellung findest du hier: https://reisesteine.ethz.ch/de/

Kurzbeschreibung

Wer hat nicht schon einmal einen interessant aussehenden Stein am Strand, in den Bergen, im Garten oder am Wegesrand gefunden und sich gefragt, was das für ein Stein sein könnte? Woher die Streifen oder Punkte kommen und wie er wohl entstanden ist? Vielleicht erinnert er uns später sogar an die Reise, auf der wir ihn gefunden haben, oder an einen speziellen Moment?

Die Ausstellung «Reisesteine» ist eine virtuelle Sammlung von Lieblingssteinen, die irgendwo auf der Welt gefunden wurden, und den persönlichen Geschichten, welche die Finder*innen mit ihnen verbinden. Wir in focusTerra ergänzen die Geschichte sowie die Fotos vom Stein und der Landschaft, aus der er stammt, mit der dazugehörigen Geologie. Denn auch Steine und Landschaften erzählen Geschichten!

So können alle – auch du! – mit euren eigenen Steinen dazu beitragen, unsere gemeinsame (Reise-)Steinsammlung zu erweitern und eine kleine Welt der Steine zu kreieren. Und so geht’s: https://youtu.be/AGX36kK1o2A

 

Wer steckt hinter dem Video?

Wir sind focusTerra, das Earth & Science Discovery Center der ETH Zürich. Unser Ziel ist es, unsere Leidenschaft für Erd- und Planetenwissenschaften mit einem breiten Publikum von Laien und Expert*innen zu teilen. In Ausstellungen und bei Anlässen sowie in Führungen und Online-Touren präsentieren wir aktuelle Wissenschaft. Dabei nehmen wir unsere Besucher*innen mit auf eine Reise vom Erdinnern zu den Gipfeln der Alpen und manchmal bis zu den Sternen.

 

Warum sind Multimedia Formate toll für die Wissenschaft?

Wissenschaft ist immer und überall um uns herum. Über Multimediakanäle können wir spannende und wichtige Themen auf verständliche und dynamische Art und Weise direkt unter die Leute bringen. Das erlaubt uns, die physischen Grenzen unseres Museums zu durchbrechen und ortsunabhängig die Faszination und Schönheit für Wissenschaft und Forschung mit möglichst vielen Menschen zu teilen. Insbesondere können damit junge Leute angesprochen und für Naturwissenschaften begeistert werden – und zu Nachwuchsforscher*innen heranwachsen.

 

Was hat dich/euch gereizt, den Beitrag zu erstellen?

Geologie ist mehr als Steine – Geologie ist auch Poesie. Sie verbindet uns mit einem Ort und wir geniessen sie, wenn wir auf Wanderungen und Reisen durch schöne und dramatische Landschaften streifen. Dieser Kombination wollten wir Ausdruck geben: das persönliche Erleben, die Erinnerung an einen Ort, an ein Ereignis, an eine Reise – verbunden mit Natur, Landschaft und Geologie.

Hinzu kommt, dass die Ausstellung weltumspannend ist und sie immer schöner und reicher wird, je mehr Leute mitmachen. Und alle sind Teil dieser von ihnen geschaffenen Reisesteinsammlung. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt, das die Leute verbindet – egal wo(her) sie sind – und sie kann jederzeit von allen besucht werden. Das war auch toll, als während der Corona-Pandemie das Museum geschlossen war und wir u.a. durch sie mit den Besucher*innen weiterhin verbunden waren.

 

Deine/eure Empfehlung für weitere Wissenschafts-Kanäle

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man ein Publikum am besten erreichen kann, wenn man Wissenschaft mit Leidenschaft und Herzblut kommuniziert – und eine persönliche und emotionale Ebene anspricht. Dabei hilft natürlich, wenn man selbst vom Thema fasziniert ist und auch wagt, etwas von sich selbst preiszugeben. Und Humor schadet natürlich auch nicht – denn Wissenschaft ist zwar genau, aber nicht trocken – und dies können wir mit kreativer Kommunikation interessant vermitteln.

Es gibt eine Vielzahl von Webseiten, die wir gerne besuchen, um die aktuellsten und spannendsten Science-Facts und wissenschaftlichen Entdeckungen zu erfahren – z.B.: National Geographic, SimplyScience, Smithsonian.com, NASA, NOAA und Scientific American. Auch auf YouTube gibt es zahlreiche spannende Wissenschafts-Kanäle. Auf Facebook haben wir diverse Seiten und Communities geliked, sodass wir deren Beiträge bei uns im Newsfeed sehen. So erhalten wir fast täglich neue interessante Beiträge.

AUDIO SPEZIAL 2021/22 – Pilzlampen und Algenhäuser: Womit bauen wir die Zukunft?

Am 16. Juni ist die Fast Forward Science Preisverleihung auf dem Silbersalz Science & Media Festival! Sei dabei, wenn wir ab 18:30 Uhr enthüllen, wer die besten wissenschaftlichen Beiträge des Jahres auf Social Media gemacht hat. Kostenlose Anmeldung unter https://eveeno.com/138672023

 

Ein Haus, das mit dir mitwächst? Diese Vorstellung ist nicht so abwegig, wie manche vielleicht denken. Wie nachhaltiges Wohnen in der Zukunft aussehen könnte, verrät der erstplatzierte Podcast von BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern in der Kategorie Audio Spezial.

Die ganze Podcastfolge hört ihr hier: https://biotopics.podigee.io/4-baumaterialen-der-zukunft

Kurzbeschreibung

Werden Gebäude demnächst gepflanzt und gezüchtet statt gebaut? Häuser und Möbel aus Algen, Pilzen oder Bäumen – was nach Science-Fiction klingt, ist tatsächlich aktuelle Forschung! Lebendige Stoffe mit völlig neuen Eigenschaften könnten DIE Materialien der Zukunft sein und eine Alternative bzw. Ergänzung für Beton, Stahl und Zement werden. Denn eine Zukunft, in der Architektur, Natur und Technik verschmelzen, Städte zu bewohnbaren Biotopen werden und Baustoffe sich selbst heilen, ist gar nicht so weit entfernt, wie Ihr vielleicht denkt.

Unsere Reise beginnt im Labor von Prof. Thomas Brück (TU München). Hier wird daran geforscht, wie aus Meeresalgen ultraleichte und stabile Bauelemente hergestellt werden können. Dann treffen wir die Kuratorin Tanja Seiner im BIOTOPIA Lab in München-Nymphenburg und lernen, wie unglaublich vielseitig Pilze als Material für Möbel, Textilien und sogar Gebäude einsetzbar sind. Und schließlich: Häuser, die mit lebenden Bäumen verschmelzen, die Stadt als bewohnbarer Wald, im Einklang mit der Natur? Prof. Ferdinand Ludwig (TU München) entwirft Gebäude, bei denen Pflanze und Mensch gemeinsam gestalten: Sogenannte Baubotanik. Was damit alles möglich ist und wo Ihr bei BIOTOPIA vielleicht bald schon in einem lebendigen Konstrukt die Tiere der Baumkronen entdecken könnt, erfahrt Ihr im dritten Teil.

Im Podcast BIOTOP!CS beleuchten wir das Leben aus unterschiedlichen Blickwinkeln von Life Sciences, Umweltwissenschaften, Astrophysik, Philosophie bis hin zu Kunst und Design.

 

Wer steckt hinter dem Beitrag?

BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern entsteht in München als Museum des 21. Jahrhunderts und Zukunftsforum für Wissenschaftskommunikation. BIOTOPIA bringt Lebens- und Umweltwissenschaften, Kultur und Öffentlichkeit in Dialog mit dem Ziel, das Gleichgewicht auf unserem Planeten wiederherzustellen und der Mission, die Beziehungen zwischen Menschen und anderen Lebewesen zu hinterfragen und neu zu gestalten. Gemeinsam suchen wir Lösungen für die Rettung des Planeten und wollen aktiv etwas verändern!

Der Podcast wurde von Dr. Dora Dzvonyar und Dr. Dominic Anders, beide Wissenschaftskommunikator*innen bei BIOTOPIA, konzipiert und von Tina Gentner und Mischa Drautz gehostet und produziert.

 

Warum sind Multimedia Formate toll für die Wissenschaft?

Der wissenschaftliche Alltag dreht sich oft um repetitive Experimente im Labor oder die Auswertung von Zahlen auf dem Bildschirm – das eigentliche Wunder aber spielt sich in den Köpfen der Forscher*innen ab, die voller Neugier versuchen, die Welt ein bisschen besser zu verstehen. Multimedia-Formate können helfen, ihre tollen Ideen sichtbar und einem breiten Publikum zugänglich zu machen – nicht zuletzt, damit wir als Gesellschaft die Themen der Zukunft bewerten und gemeinsam diskutieren können.

 

Was hat euch gereizt, den Beitrag zu erstellen?

In diesem Podcast betrachten wir “Leben” aus unterschiedlichen Perspektiven. Unsere Hosts begeben sich auf eine Reise – und das nicht nur in Gedanken. Sie besuchen spannende Orte und Personen und probieren mutig Dinge aus. „Pilzlampen und Algenhäuser: Womit bauen wir die Zukunft?“ ist eine unserer Lieblingsfolgen, denn sie zeigt aktuelle Forschung, die das Potenzial hat, unser Leben nachhaltig zu beeinflussen – indem wir unsere Städte aus lebendigen Materialien bauen und mehr im Einklang mit der Natur leben.

 

TANDEM AWARD 2021/22: Künstliche Intelligenz einfach verstehen: Teil 1

Am 16. Juni ist die Fast Forward Science Preisverleihung auf dem Silbersalz Science & Media Festival! Sei dabei, wenn wir ab 18:30 Uhr enthüllen, wer das Rennen auf die ersten Plätze gemacht hat.
Kostenlose Anmeldung unter https://eveeno.com/138672023

 

Von der Erstellung realistischer Bilder von Äpfeln bis hin zur Erkennung von Hautkrebs anhand von Fotos – der Bereich der künstlichen Intelligenz ist ein spannendes und schnell voranschreitendes Feld. Doktor Whatson, zusammen mit Forscherin Annika Buchholz, gibt in seinem Video in der Kategorie Tandem Award einen verständlichen und interessanten Einblick in das, was KI eigentlich ist, wie sie funktioniert und wofür sie eingesetzt werden kann.

Kurzeschreibung

Künstliche Intelligenz ist ein riesiges Thema, über das Cedric Engels aka Doktor Whatson auf seinem Kanal schon oft gesprochen hat. Von Algorithmen, die entscheiden, welche Inhalte wir jeden Tag online sehen, über die ersten selbstfahrenden Autos, bis hin zu komplexen Spielen, die sie besser meistern als wir Menschen: Künstliche Intelligenz beeinflusst uns immer mehr.

Aber was KI (beziehungsweise eigentlich ‘Machine Learning’) wirklich ist und wie sie funktioniert, das verstehen vermutlich die wenigsten. Deshalb hat das Doktor Whatson Team sich mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme zusammengetan, um eine große Videoserie zum Thema Künstliche Intelligenz zu machen. Diese erste Folge steht stellvertretend für die ganze Serie. Zusammen mit Dr. Annika Buchholz erklärt Cedric Engels, wie Künstliche Intelligenz tatsächlich funktioniert und wie sie gerade erforscht wird. Dr. Buchholz ist promovierte Physikerin und Wissenschaftsmanagerin am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen.

Warum sind Multimedia Formate toll für die Wissenschaft?

Meine Generation ist quasi ausschließlich auf Instagram, YouTube und TikTok unterwegs – und deswegen müssen wir hier auch sein. Diese Plattformen erlauben uns zusätzlich unabhängig von Gatekeepern, Sendeplänen oder politischen Vorgaben zu kommunizieren. Wir können uns so viel Zeit nehmen, wie wir wollen, so viele Episoden produzieren, wie sinnvoll sind und dabei das Thema so erklären, wie wir es am besten verstehen würden.

Was hat euch gereizt, den Beitrag zu erstellen?

Künstliche Intelligenz ist gerade DIE Zukunftstechnologie schlechthin. Sie verändert schon heute alle Bereiche unseres Lebens und dennoch verstehen immer noch viel zu wenige, wie KI tatsächlich funktioniert – und wie an ihr geforscht wird. Das wollten wir ändern und haben deswegen direkt eine ganze Serie zum Thema produziert.

Eure Empfehlung für weitere Wissenschafts-Kanäle

Oh, das sind eine Menge.  

TANDEM AWARD 2021/22: Falsche Corona-Studie! Prof. Dr. Brockmann vom RKI weiß, warum das kein Einzelfall ist

Am 16. Juni ist die Fast Forward Science Preisverleihung auf dem Silbersalz Science & Media Festival! Sei dabei, wenn wir ab 18:30 Uhr enthüllen, wer das Rennen auf die ersten Plätze gemacht hat.
Kostenlose Anmeldung unter https://eveeno.com/138672023

 

In seinem Video für den Tandem Award lässt uns Jacob Beautemps von Breaking Lab hinter die Kulissen der wissenschaftlichen Welt blicken und stellt die Fragen zu Forschung, Geld und Studien, auf die wir alle eine Antwort wollen.

Kurzbeschreibung

Immer wieder werden Studien veröffentlicht, die sich dann als fehlerhaft oder falsch herausstellen. Besonders in der Corona Pandemie kann das gefährlich sein. Ich habe mich gefragt wieso solche Studien überhaupt veröffentlicht werden dürfen. Deswegen habe ich mich mit Prof. Dirk Brockmann vom Robert Koch Institut unterhalten. Außerdem klären wir, was das Institut für fäkale Wissenschaft ist, was sogenannte “räuberische Zeitschriften” sind und warum es am Ende wie immer ums Geld geht!

 

Wer steckt hinter dem Beitrag?

Der Beitrag ist im Rahmen des YouTube-Channels Breaking Lab entstanden, der 2016 gegründet wurde, um ein breites Publikum für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Moderation und redaktionelle Leitung übernimmt Jacob Beautemps, der gerade seinen Doktor an der Universität zu Köln macht. Er wird von einem Team von Redakteur:innen, Autor:innen und Cutter:innen unterstützt. Produziert wird Breaking Lab von TV Produktion GmbH.

 

Warum sind Multimedia Formate toll für die Wissenschaft?

Wissenschaft wird zum Teil als trocken, langweilig oder kompliziert wahrgenommen, obwohl sie viele spannende und relevante Themenfelder bietet. Multimedia Formate bieten die Möglichkeit, komplexe Sachverhalte verständlich herunterzubrechen, interessant zu visualisieren und mit einer persönlichen Perspektive einzuordnen. Auf den viel genutzten Plattformen erreicht man ein größeres und auch jüngeres Publikum und kann es für Wissenschaft und Forschung begeistern.

 

Was hat euch gereizt, den Beitrag zu erstellen?

Falschinformationen sind in digitalen Zeitalter generell eine große Gefahr, weil sie sich enorm schnell verbreiten. Besonders kritisch wird es wenn zu gesellschaftlich relevanten Streitthemen wie Corona Studien veröffentlicht werden, die fehlerhaft oder falsch sind und so die öffentliche Meinungsbildung verzerren. Deswegen fanden wir es sehr wichtig die Zuschauerschaft für falsche Studien und Desinformation zu sensibilisieren.

SCIENTIST & RESEARCH INSTITUTION AWARD 2021/22: Wie werden Blutorangen rot? Und was hat das mit dem Klima zu tun?

Am 16. Juni ist die Fast Forward Science Preisverleihung auf dem Silbersalz Science & Media Festival! Sei dabei, wenn wir ab 18:30 Uhr enthüllen, wer das Rennen auf die ersten Plätze gemacht hat.
Kostenlose Anmeldung unter https://eveeno.com/138672023

 

Schon mal eine Blutorange im Sommer gegessen? Wir auch nicht. Eva von Der molekulare Garten erklärt in ihrem Finalisten-Video in der Kategorie Scientist & Research Institution Award, warum Blutorangen eine Winterspezialität sind, wie sie ihre charakteristische rote Färbung erhalten und vieles mehr

Kurzbeschreibung

Blutorangen unterscheiden sich von anderen Orangen darin, dass sie Anthocyane produzieren. Das tun sie aber nur unter ganz bestimmten Bedingungen, nämlich wenn es kalt ist. Um eine schöne rote Farbe zu bekommen, brauchen die Früchte ganz bestimmte klimatische Bedingungen mit kalten Nächten während ihrer Reifezeit. Denn die Kälte aktiviert ein Retrotransposon, ein kleines parasitäres DNA Element, das dann auch die Anthocyanproduktion aktiviert. Im Video nehme ich Blutorangen als Ausgangspunkt, um über molekularbiologische Prozesse, nämlich Regulierung von Genexpression und Transposons, zu sprechen.

 

Wer steckt hinter dem Video?

Als promovierte Pflanzenbiologin bin ich fasziniert von der komplexen Welt der Pflanzen. In meinem Forschungsalltag versuche ich ihnen ihre chemischen Geheimnisse zu entlocken. Ich habe Erfahrung aus internationalen Forschungslaboren, und schätze den interaktiven Aspekt von Forschung sehr. 2020, als es dank Lockdown nirgends mehr hin ging, habe ich meinen YouTube Kanal gestartet, um meine Faszination für Pflanzen mit der breiteren Öffentlichkeit zu teilen und Interessierten Einblicke zu geben.

 

Warum sind Multimedia Formate toll für die Wissenschaft?

Multimediaformate können verschiedene Interessengruppen erreichen, auch solche die nicht konventionelle Medien konsumieren. Auch wenn man nicht nach Wissenschaft direkt sucht, kann man beim Stöbern auf interessante Videos stoßen, und fällt vielleicht sogar in ein Science-rabbit hole. Das Format erlaubt auch didaktisch, Dinge anschaulicher darzustellen als es z.B. in Artikeln möglich ist, und verschiedene Arten der Visualisierung auszuprobieren. Und die Kommentarfunktion gibt auch den Zuschauern Möglichkeit sich untereinander und mit den Machern auszutauschen.

 

Was hat dich gereizt, den Beitrag zu erstellen?

Ich lese und höre oft Vorträge zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, von denen ich denke, dass sie auch für eine breite Öffentlichkeit interessant wären. Gleichzeitig möchte ich mit Vorurteilen gegen die Pflanzenforschung und Genetik aufräumen. Und das geht am besten durch Aufklärung. Meine Hoffnung: wenn Leute ein Verständnis von den Dingen haben, brauchen sie keine Angst mehr davor zu haben. Meine Videos vermitteln an konkreten, alltäglichen Beispielen komplexe Themen, detailliert aber doch einfach verständlich. So habe ich zum Beispiel die Saison für Blutorangen als Anlass genutzt, um ein Video über Transposons zu machen.

 

Deine Empfehlung für weitere Wissenschafts-Kanäle

https://www.youtube.com/user/Vihart 

https://www.youtube.com/user/PlantsAreCoolToo 

https://gimletmedia.com/shows/science-vs 

https://gastropod.com/

SCIENTIST & RESEARCH INSTITUTION AWARD 2021/22: Ist eine vegane Ernährung für Hunde gesund? wissenschaftlich erklärt

Am 16. Juni ist die Fast Forward Science Preisverleihung auf dem Silbersalz Science & Media Festival! Sei dabei, wenn wir ab 18:30 Uhr enthüllen, wer das Rennen auf die ersten Plätze gemacht hat.
Kostenlose Anmeldung unter https://eveeno.com/138672023

 

Isst du Fleisch? Und Dein Hund? Ob es möglich bzw. gesund ist, seinen Hund vegan zu ernähren, erfährt ihr im Video von Der Tierarzt – Dr Karim Montasser  in der Kategorie Scientist & Research Institution Award

Kurzbeschreibung

Veganes Hundefutter ist der neue Trend in der Ernährung von Vierbeinern. Die Frage, die ich mir als Tierarzt stelle ist, ob das gesund sein kann. Immerhin heißt es ja immer wieder, dass Hunde Fleischfresser seien. Ob das wirklich so ist und was die Wissenschaft zu veganer Ernährung für Hunde sagt, kläre ich in diesem Video. Eins vorweg: Es ist ganz und gar nicht schwarz/weiß.

 

Wer steckt hinter dem Video?

Ich bin Tierarzt mit einer Promotion in Neurochirurgie und erkläre auf meinem Kanal Der Tierarzt evidenzbasierte Tiermedizin unterhaltsam und verständlich. Mein Ziel ist es, Tierhalter*innen alle Informationen zu geben, die sie brauchen, um fundierte Entscheidungen für ihre Haustiere zu treffen. Einfach weil unsere Tiere Familienmitglieder sind und es verdienen, dass wir die besten Entscheidungen für sie treffen können.

 

Warum sind Multimedia Formate toll für die Wissenschaft?

Ich informiere mich selbst am liebsten über YouTube. Einfach weil ich dort unterhaltsam und visuell ansprechend gute Informationen bekommen und in den direkten Austausch mit den Creatorn treten kann.

In den Kommentaren unter meinen Videos und auf meinem Instagram Kanal merke ich immer wieder, wie gut der Austausch mit meinen Follower*innen klappt. Das ist für beide Seiten bereichernd und so nur auf Social Media möglich.

 

Was hat dich gereizt, den Beitrag zu erstellen?

Ernährung, erst recht für Haustiere, ist ein super emotionales Thema. Mir fehlte die ausgewogene Sichtweise auf das Thema. Es gab nur Videos ganz klar pro oder ganz klar contra vegane Hundeernährung. Ich wollte einen differenzierten Überblick über die wissenschaftlichen Erkenntnisse geben, damit jede*r für sich selbst entscheiden kann.

 

Deine Empfehlung für weitere Wissenschafts-Kanäle

Doktor Wissenschaft. Super unterhaltsame Videos aus der Chemie, bei denen ich jedes Mal etwas lerne.

SCIENTIST & RESEARCH INSTITUTION AWARD 2021/22: FGZ Tapes Episode I: Pizza Hawaii – Oder: Wie polarisiert ist Deutschland?

Am 16. Juni ist die Fast Forward Science Preisverleihung auf dem Silbersalz Science & Media Festival! Sei dabei, wenn wir ab 18:30 Uhr enthüllen, wer das Rennen auf die ersten Plätze gemacht hat.
Kostenlose Anmeldung unter https://eveeno.com/138672023

 

Ananas auf Pizza – lecker oder ein absolutes No-Go? Im Video der FGZ Tapes in der Kategorie Scientist & Research Institution Award beschäftigt sich mit der Polarisierung in Deutschland, auch außerhalb des Themas Ananas. 

Kurzbeschreibung

Wie polarisiert ist Deutschland? Was genau ist eigentlich Polarisierung? Und welche Rolle spielt dabei eine Pizza Hawaii? Antworten auf diese Fragen liefert Yvonne in unserer ersten Episode der FGZ Tapes direkt aus dem Keller des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ). Dafür spricht sie mit den FGZ-Expert:innen Nicole Deitelhoff, Olaf Groh-Samberg, Cord Schmelzle und Andreas Zick. Und natürlich hat sie auch jede Menge Daten, Fakten und Klemmbausteine dabei.

 

Wer steckt hinter dem Video?

Yvonne Blum, Laura Friedrich, Katja Maasch und Manuel Steinert – Wir sind das Team Wissenstransfer aus der Geschäftsstelle des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Das FGZ ist ein Verbund von 11 Instituten in ganz Deutschland, die aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zum gesellschaftlichen Zusammenhalt forschen. Als zentrales Team Wissenstransfer unterstützen wir unsere Teilinstitute bei ihren Wissenstransferaktivitäten, koordinieren aber auch selbst Transfervorhaben- und projekte und entwickeln eigene Formate, bei denen wir gern etwas experimentelle Wege gehen. Zum Beispiel fahren wir demnächst mit einem StreitBus durch Deutschland, um mit interessierten Bürger:innen konstruktiv zu streiten und mit ihnen darüber zu sprechen, was Zusammenhalt ist. Gerade sind wir dabei, mobile Escape Rooms zum Thema Filterblasen zu entwickeln. Zusätzlich produzieren wir jede Menge Content für unsere Social Media-Kanäle auf Facebook, Instagram und YouTube – zum Beispiel die FGZ Tapes.

 

Warum sind Multimedia Formate toll für die Wissenschaft?

Wissenstransfer bedeutet für uns am FGZ, ganz unterschiedliche Zielgruppen aus der ganzen Breite der Gesellschaft zu erreichen, Forschungsergebnisse zu vermitteln, Daten und Methoden transparent zu machen, aber auch in einen Dialog und in konstruktiven Austausch zu kommen. Dafür sind vielfältige Zugänge notwendig. Multimediale Formate bieten die ideale Basis, dieser Vielfältigkeit gerecht zu werden, Inhalte auf die spezifischen Bedarfe unterschiedlicher Zielgruppen zuzuschneiden und gleichzeitig durch gestalterische Variationen zugänglich zu bleiben. Und natürlich ermöglicht das „Multi“ in Multimedia, sich ab und zu auch mal kreativ auszutoben und neue Formate auszuprobieren.

 

Was hat euch gereizt, den Beitrag zu erstellen?

Wissenschaftskommunikation, insbesondere aus Forschungsinstituten, ist (abgesehen von einigen großartigen Ausnahmen) häufig in einem recht ernsten Stil gehalten, was selbstverständlich seine Berechtigung hat, mitunter aber auch abschreckend wirken kann. Uns hat es gereizt, neben unseren vielen ernsten Formaten auch eine Reihe zu entwickeln, die einen lockeren und spielerischen Ton anschlägt. Außerdem hatten wir einen Keller, einen Fernseher und zehn Ausgaben des antiken Handwörterbuchs für Sozialwissenschaften. Daraus sind dann die FGZ Tapes entstanden.

 

Eure Empfehlungen für weitere Wissenschafts-Kanäle

Selbstverständlich empfehlen wir an dieser Stelle wärmstens die YouTube-Kanäle unserer Teilinstitute und Partner:

  • Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft
  • Research Centre Global Dynamics | ReCentGlobe
  • Normative Orders
  • Leibniz-Institut für Medienforschung
  • HSFK / PRIF