Fake Facts

Ab wann ist eine Idee ein Fakt und bis wann nur Meinung? Vier Studierende der FH und RWTH Aachen decken in ihrem Video „Fake Facts“ die Unterschiede auf und schafften es damit unter die Finalisten der Kategorie SUBSTANZ. Was sind ihre Beweggründe? Lest selbst das Interview. Wenn euch das Video gefällt, macht mit beim Online-Voting.

Worum geht es in dem Video?

Das Problem, das wir im Video thematisieren, liegt uns sehr am Herzen. Wir beobachten besorgt den unwissenschaftlichen Umgang mit Fakten aus immer mehr Richtungen. Genau deshalb hoffen wir, zu einem dringend nötigen Umdenken zu inspirieren.

In unserer Videoreihe beschäftigen wir uns mit dem derzeitigen (Vertrauens-)Verhältnis der Gesellschaft zur Wissenschaft und den traditionellen Medien sowie mit der Zunahme von Fehlinformationen im Internet. Wir versuchen herauszuarbeiten, was für Maßnahmen bezüglich dieser Probleme ergriffen werden können. Dabei wollen wir auch die psychologischen und soziologischen Hintergründe beleuchten.

Damit die Politik gute Entscheidungen trifft, die unsere Zukunft sichern, braucht es Druck von der Bevölkerung. Außerdem ist es wichtig, dass die Menschen gut informiert sind, damit sie sich für eine Politik einsetzen, die ihre wirklichen Interessen vertritt und Entscheidungen zu ihren Gunsten auch als solche wahrnehmen können. In dem Video beschäftigen wir uns deshalb mit Fakten. Es ist übrigens der erste Part von insgesamt dreien. Genauer gesagt: Wir beschäftigen uns mit dem fehlerhaften Umgang mit Fakten im Internet. Dazu beginnen wir mit der Frage, wie und wieso Fake News entstehen und was das für die Nutzer sozialer Medien bedeutet. Weiter geht`s mit der grundlegenden Frage nach Fakten selbst. Wann ist eine Idee ein Fakt? Welche Fakten muss man glauben?

Wir möchten mit unserem Video zunächst trivial klingende Fragen aufbereiten und zeigen, dass sich auch hier ein differenziertes Verständnis lohnt.

Wer steckt hinter dem Video?

Wir sind vier Studenten der FH und RWTH Aachen, in so verschiedenen Fächern wie Maschinenbau, Soziologie, Design und Medieninformatik.

Anabel und Bruno engagieren sich für Scientists for Future Aachen und Fridays for Future und interessieren sich ansonsten sehr für philosophische Themen, worüber sie auch ein Buch geschrieben haben. Außerdem machen sie Musik, in der sie ihre philosophischen Ideen aufgreifen und auf gesellschaftliche Probleme hinweisen. Dafür produzieren sie auch die Musikvideos selber.

Thomas studiert Maschinenbau. Schon seit der frühen Kindheit begeistert er sich für die Wissenschaft. Neben dem Studium interessiert er sich zudem für Politik.

Jan hat schon während der Schulzeit seine Begeisterung für die Videographie entdeckt und verbindet diese jetzt mit einem passenden Studium. In freien und beruflichen Projekten arbeitet er am liebsten im dokumentarischen Stil, begeistert sich aber genauso für künstlerische Filmprojekte.

Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Wir glauben, je wissenschaftsaffiner eine Gesellschaft ist, desto besser wird es ihr gehen. Wissenschaft schüchtert Außenstehende ein. Zu Unrecht! Die Welt der Wissenschaft ist wunderbar und sie ist vor allem gefüllt mit wunderbaren Menschen. Wer auch nur einer anderen Person diese Welt näherbringen kann, der tut Gutes. Und das kann durch Webvideos potenziert werden.

In einer Zeit, in der immer öfter Meinungen mit Fakten vertauscht werden, ist wissenschaftliches Denken besonders wichtig. Das heißt, Meinungen auf Basis der Realität zu bilden – und nicht umgekehrt.

Mit Webvideos erreichen wir viele junge Menschen und geben ihnen eine Faszination für die Wissenschaft, die Menschen zusammenbringen kann. Eine Faszination die unsere Gesellschaft weiterbringt!

Was hat euch daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Die Leidenschaft für das Filmemachen verbindet uns Vier. Jeder von uns hat früh angefangen, Videos zu drehen und zu schneiden. Wir sind mit dem Internet aufgewachsen. Und Webvideos waren dort ein effektives Mittel zur Persönlichkeitsentwicklung. Allerdings trägt das Internet auch zu starken Filterblasen bei, was die Menschen weiter auseinanderbringt und Fehlinformationen leicht verbreitet.

Als wir den Fast Forward Science Wettbewerb entdeckt haben waren wir uns einig: Wir wollen ein eigenes Video dazu produzieren und wir wollen es richtig machen.

Mit der Produktion von Wissenschaftsvideos verfolgen wir eine weitere Idee: Wir wollen für die Scientists for Future hochqualitative und unterhaltsame Informationsvideos zu Klimawandel verwandten Themen kreieren. Dabei sollen die Inhalte gewissermaßen von den Scientists „peer-reviewed“ werden. Dadurch wollen wir bei (teils)kontrovers diskutierten Fragestellungen wissenschaftlich geprüften Input in die sozialen Medien bringen. Das beinhaltet auch das Aufklären von Fehlinformationen und Lösungsansätze, insbesondere darauf bezogen wie effektiv verschiedene Maßnahmen sind.

Eure Empfehlung für Science YouTuber.

Was ihr macht, hat Wert für viele junge Menschen. Wir wurden inspiriert und bereichert durch die Science Videos, die wir auf YouTube seit Jahren schauen. Science YouTuber, die konsistent gute und faktenbasierte Videos produzieren, haben ein Gewicht im gesellschaftlichen Diskurs. Nutzt es! Bezieht Stellung für fakten- und wissenschaftsbasierte Politik.

Wir sind euch dankbar und deshalb: Weiter so!

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

Insekten auf dem Teller

Insekten-Burger, Mehlwurm-Häppchen oder In-Vitro-Fleisch – wie steht es hierzulande um die Akzeptanz dieser neuen Proteinquelle? Forschende der Universität Osnabrück gehen in ihrem Webvideo „Insekten auf dem Teller: Was halten wir von Novel Food?“ dieser Frage auf den Grund und haben es damit unter die Finalisten der Kategorie VISION geschafft. Bevor es zum Online-Voting geht, lest mehr über die Hintergründe.

Worum geht es?

Ist die herkömmliche Produktion von Fleisch bald Geschichte? Weltweit gibt es Entwicklungen, dem steigenden Fleischkonsum durch alternative und nachhaltigere Produkte etwas entgegenzusetzen. Aber wie steht es um die Akzeptanz neuartiger Lebensmittel wie Insekten-Burgern, In-Vitro-Fleisch oder anderen Fleischersatz-Angeboten? Und kann die Akzeptanz beeinflusst werden? Biologiedidaktiker Dr. Florian Fiebelkorn möchte mit seiner Forschung dazu beitragen, das Thema „Nachhaltige Ernährung“ im Lehrplan von Schulen und Hochschulen zu verankern – mit dem Ziel, die Bewertungskompetenz der Konsumentinnen und Konsumenten zu stärken!

Wer steckt hinter dem Video?

Hinter unserem Video stehen ausschließlich Angehörige der Universität Osnabrück: Unser Protagonist Dr. Florian Fiebelkorn aus der Biologiedidaktik, Biologie-Doktorandin Alina Weber und Biologie-Mitarbeiterin Vera Carvalho Hilje sowie als Redakteurin Sandya Biewer von der Online-Redaktion der Uni. Für die technische Umsetzung waren Henrik Jürgens, Valentin Dalkowski und Timos Zdoupas vom Zentrum für Digitale Lehre, Campus-Management und Hochschuldidaktik („virtUOS“) zuständig.

Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Als Universität haben wir neben der Anwerbung neuer Studierender auch das Ziel, die breite Öffentlichkeit über unsere Lehr- und Forschungstätigkeiten zu informieren. Dies funktioniert mittlerweile nur noch bedingt über die klassischen Kanäle Presse und Homepage, die sozialen Medien spielen eine zentrale Rolle. Für diese sind Videos der wertvollste Content, deshalb bemühen wir uns, die Themen unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch im bewegten Bild einzufangen und über unsere Kanäle zu streuen.

Was hat euch daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Wenn sich etwas bewegt, schaut man hin – dieses Prinzip kann helfen, auch für sperrige wissenschaftliche Themen ein Interesse zu wecken. Gerade weil die Wissenschaft seit jeher auf der schriftlichen Vermittlung basiert, sind Videos hier immer noch etwas Besonderes. Das bewegte Bild bietet ganz andere Möglichkeiten, nicht nur die Themen, sondern auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst zu zeigen. Internet-Plattformen wie YouTube werden international genutzt – die Zielgruppe könnte nicht größer sein.

Eure Tipps für angehende Science YouTuber.

Wir empfehlen, die vom Bild vermittelten Informationen und Eindrücke zu nutzen: Komplexe Zusammenhänge lassen sich im bewegten Bild oft leichter vermitteln (z. B. über Animationen). Hinzu kommt das „Kennenlernen“ der Persönlichkeiten im Film. Sofern es vor allem um die Steigerung der Reichweite geht, sollten YouTuber Themen aufgreifen, die aktuell im Netz diskutiert werden. Oft existiert schon eine rege Community zu Interessensgebieten (z. B. Nachhaltigkeit, Müllvermeidung etc.).

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

Citizens Offline

Drei Wissenschaftlerinnen der Universität St. Gallen haben es mit ihrem Webvideo „Citizens Offline: Der Staat, Telekomunternehmen & Internetblockaden“ unter die Finalisten der Kategorie SUBSTANZ geschafft. Bevor es zum Online-Voting geht, erfahrt ihr hier mehr über das Video.

Worum geht es in dem Video?

Wer kann das Internet abschalten? Dieses Video erklärt die Rolle von Telekomunternehmen in politisch motivierten Internetblockaden [von Freyburg, Garbe und Wavre]. Am Beispiel der Internetblockaden während der Wahlen in Uganda im Jahr 2016 erläutern wir die Rolle von Telekomunternehmen bei Störungen des Zugangs zum Internet, die von der Landesregierung angeordnet wurden. In der Regel beschränken die Regierungen den Internetzugang nicht direkt, sondern weisen die Internetanbieter an, den Zugang zum Internet bzw. bestimmten Internetangeboten zu manipulieren. In Zeiten, in denen der Zugang zum Internet am Wahltag während vieler Wahlen in Afrika unterbrochen wird, geht das Video auf eine äußerst aktuelle Herausforderung ein.

Wer steckt hinter dem Video?

Wir sind ein Team von drei Forscherinnen, die zur Verbreitung des Internets und der Manipulation des Zugangs zum Internet in Afrika arbeiten. Wir beobachteten, dass sich Forscherinnen und Forscher und Medienschaffende primär auf die Rolle der staatlichen Regierung zu konzentrieren schienen und dabei vergessen, wie wichtig Telekommunikationsunternehmen bei der Manipulation und Beschränkung des Zugangs zum Internet sind. Dabei sind es diese Unternehmen, die letztendlich Blockaden technisch umsetzen. In unserem Projekt untersuchen wir, unter welchen Bedingungen Telekomunternehmen bereit sind, Forderungen der Regierung Folge zu leisten und den Zugang zu Internetangeboten zu manipulieren. Besonders interessant wird diese Frage, wenn es sich um Unternehmen handelt, die ihren Hauptsitz in demokratisch verfassten Staaten haben, wie beispielsweise Vodafone in Grossbritannien und Orange in Frankreich. Diese Unternehmen sollten sich schliesslich der Achtung der Menschenrechte und eines ethisch-verantwortlichen Verhaltens verpflichtet haben.

Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Wir wollten über traditionelle akademische Ergebnisse wie Zeitschriftenaufsätze oder Buchkapitel hinausgehen, um sicherzustellen, dass unsere Botschaft leicht zugänglich ist, insbesondere (aber nicht nur) außerhalb der akademischen Welt. Wir befürworten eine handlungsorientierte Forschung und sind bestrebt, auch Praxispartner wie Nichtregierungsorganisationen, die Zivilgesellschaft oder generell die eine interessierte Öffentlichkeit zu erreichen. Ein gut dokumentiertes und künstlerisch ansprechendes Video schien der direkteste Weg zu sein, um mit einem Publikum zu kommunizieren, das an soziale Medien gewöhnt ist. Letztendlich geht es auch darum, Neugierde und Interesse zu wecken sowie ein Bewusstsein für die Verantwortlichkeit von Konzernen in dieser Frage zu schaffen.

Was hat euch daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Unsere Forschung zielt darauf ab, die Verantwortung, die Unternehmen für die Einhaltung von Menschenrechten auch im digitalen Raum übernehmen sollten, in den Vordergrund zu rücken. Dafür gilt es, unsere Botschaft so zu vermitteln, dass sie auch für Menschen außerhalb der Wissenschaft sichtbar und zugänglich ist. Ein Video zur Erklärung unserer Forschung war der beste Kanal, um ein breites Publikum zu erreichen. Im Idealfall wird das Video jetzt weiter geteilt, so dass möglichst viele Menschen über die Verantwortung von Telekomunternehmen bei Internetblockaden lernen. Aus diesem Grund gibt es auch sowohl eine Deutsche als auch eine Englische Version des Videos.

Was war euch wichtig beim Videodreh?

Wir wollten unbedingt ein qualitativ hochwertiges Video liefern. Auch war es für uns sehr wichtig, dass das Video für ein breites Publikum interessant und informativ ist. Dafür mussten wir komplexe Zusammenhänge in eine intuitiv verständliche und anschauliche (Bild-)sprache übersetzen. Gleichzeitig war uns wichtig, dass das Video auch künstlerisch ansprechend ist und eine kritische aber positive Botschaft übermittelt, mit Bildern, die während unseres Forschungsaufenthalts in Afrika entstanden sind, und innovativen Illustrationen, die helfen Zusammenhänge zu veranschaulichen.

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

Kein Thema

Mit dem Rap-Video „Kein Thema (prod. Dalton)“ hat es Niklas Kolorz vom Kanal NiksDa gemeinsam mit MESH Collective unter die Finalistenvideos in der Kategorie SCITAINMENT geschafft. Auch an sie möchten wir unsere Fragen loswerden, bevor es zum Online-Voting geht.

>>Worum geht’s in dem Video?

YouTuber, Musiker und Moderator Niklas „NiksDa“ Kolorz, nähert sich dem Thema nachhaltige Ernährung auf eine ganz besondere Art und Weise: Er rappt über Fleischkonsum, Massentierhaltung und Pro und Contra zu veganer Ernährung – ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu heben.

Niklas war aufgefallen, dass es gerade beim Thema Fleischkonsum nur zwei Extreme gibt. Selten können Gespräche über das Thema geführt werden, ohne dass die Moralkeule ausgepackt oder Gefühle verletzt werden. Diskussionen darüber sind häufig so emotional aufgeladen, dass sie „kein Thema“ für gewöhnliche Unterhaltungen sind. Sein Ziel war es beide Seiten des Spektrums unterhaltsam vertreten zu können, ohne dass ein Glaubenskrieg im Kommentarbereich ausbricht. Tatsächlich war er selber nervös kurz vor Veröffentlichung des Videos, doch dann umso mehr von der positiven Rückmeldung begeistert!

Das Video ist Teil einer neunteiligen Serie zum EarthOverShootDay (Welterschöpfungstag), die MESH Collective gemeinsam mit dem WWF Deutschland im Auftrag der Robert Bosch Stiftung entwickelt und umgesetzt hat.

>>Wer steckt hinter dem Video?

Wir von MESH Collective haben das Video gemeinsam mit Niklas „NiksDa“ Kolorz umgesetzt.

MESH Collective ist eine außerschulische Bildungsinitiative. Gemeinsam mit reichweitenstarken, jungen Persönlichkeiten entwickeln wir Social Videos für Stiftungen, Ministerien, NGOS oder Institutionen der politischen Bildung. Komplexe Inhalte werden dekodiert, journalistisch fundiert aufbereitet und auf YouTube, Instagram und Co. zugänglich gemacht. Wissensvermittlung wird im Lebensweltkontext Jugendlicher verankert und entsprechend der Sehgewohnheiten Jugendlicher visualisiert.

Niklas Kolorz ist Musiker, YouTuber und Moderator, der seit 2015 des öfteren auf seinem YouTube-Kanal sozial- und umweltkritische Themen gerne mal in Rap- und Gesangsform anspricht.

>>Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Mit Webvideos schlagen wir eine Brücke zwischen der Wissenschaft, die oft in einer Art Elfenbeinturm und als kaum zugänglich wahrgenommen wird, und der jungen Zivilgesellschaft, die sich vor allem auf YouTube informiert. In der Zusammenarbeit mit Influencerinnen und Influencern werden vermeintlich trockene/sperrige Inhalte emotionalisiert und in Lebensweltkontext gesetzt, so dass die Frage nach dem „Was hat das mit mir zu tun“ positiv beantwortet werden kann.

>>Was hat euch daran gereizt, ein Webvideo zu drehen?

Wir möchten Initialreize setzen, ermächtigen und zumNachdenken anregen. Für all das braucht es Wissen. Als außerschulische Bildungsinitiative konkurrieren wir jedoch mit einem riesigen Freizeitangebot – deshalb gehen wir direkt dahin, wo Jugendliche sich aufhalten.YouTube ist nach wie vor DAS Leitmedium. Inhaltlich war es uns ein Anliegen in Zeiten von „Fake News“, Wissenschaften und Forschung sichtbar und zugänglich zu machen.

>>Eure Tipps für angehende Science YouTuber.

Alle Quellen angeben. Wissenschaftliche Sprache so dekodieren, dass sie nachvollziehbar ist. Auf Augenhöhe kommunizieren. Einen Zugang zum Thema finden, der mit der Lebensrealität der Community zu tun hat. Nicht glauben, alle Teilbereiche/Fragestellungen multiperspektivisch in einem 8 Minuten Video unterbringen zu können. Suche Dir EINEN Aspekt raus, der das Thema zunächst setzt und verlinke ansonsten auf weiterführende Informationen oder mache ein Folgevideo mit weiteren Betrachtungen.

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

Den Krebs besiegen?

Mit dem Video „Den Krebs besiegen? Zukunftsvision Krebsimmuntherapie“ hat es Marlene Heckl vom Kanal MediTutor unter die Finalistenvideos in der Kategorie VISION geschafft. Bevor es zum Online-Voting geht, möchten wir ihr noch ein paar Fragen stellen.

>>Worum geht’s im Video?

Forschung von Nobelpreisträgern versteht doch kein normaler Mensch? Falsch!

Im Video dreht sich alles um das faszinierendste und zugleich rätselhafteste Schutzschild unseres Körpers: Das Immunsystem.

Die Wissenschaftler James P. Allison und Tasuku Honjo lüfteten in einem jahrzehntelangen Wettlauf eines der größten Geheimnisse überhaupt: Wie man die körperlichen Abwehrkräfte entfesselt, damit sie außer Kontrolle geratene Tumorzellen bekämpfen können.

Ihre Forschungen zur Krebsimmuntherapie schlugen ein wie eine Bombe und führten zum Medizinnobelpreis 2018 – zu Recht!

>>Wer steckt hinter dem Video?

Ich bin Marlene Heckl, Medizinstudentin und neben meinem Studium in der Wissenschaftskommunikation aktiv. Nach meinem Blog „Marlenes Medizinkiste“, der bei SciLogs (Spektrum der Wissenschaft) und DocCheck erscheint, habe ich vor Kurzem auch das Medium Film für mich entdeckt. Auf meinem YouTube-Kanal MediTutor stelle ich informative Videos zu spannenden medizinischen, wissenschaftlichen und gesundheitlichen Themen online.

>>Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Webvideos bringen vor allem jungen Menschen Wissenschaft auf einer ganz anderen Ebene nahe:  Es sind Live-Interaktion mit der Community möglich, d. h. man kann direkt Diskussionen mit dem Publikum führen, Fragen klären, sich Anregungen und Feedback holen und den Trend der Zeit besser erfassen. Keiner muss mehr ein Buch in die Hand nehmen. In Zeiten von Smartphones und Tablets können Videos auch trockene Wissenschaftsthemen viel anschaulicher und unterhaltsamer vermitteln.

>>Was hat dich daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Es hat mich gereizt ein neues Format der Wissenschaftskommunikation auszuprobieren. Ich komme ja ursprünglich aus der Journalismus-Richtung. Manche Themen sind im Videoformat aber viel besser zu vermitteln, da es keiner großen Worte oder komplexen Umschreibungen bedarf, sondern einfach gezeigt werden kann, was gemeint ist. Außerdem wird hier eine ganz andere Zielgruppe erreicht und hat viel mehr kreative Gestaltungsmöglichkeiten – das hat mich fasziniert.

>>Dein Tipp für angehende Science YouTuber.

Lasst euch nicht von Perfektionismus bremsen. Das erste Video wird nie perfekt. Wenn ihr Szenen irgendwann zum zigsten Mal dreht und sie immer noch nicht genau so sind, wie ihr sie haben wolltet, dann lasst es auch mal gut sein und lernt daraus fürs nächste Video.

Es hilft auch sehr, sich mit anderen YouTubern zu vernetzen und sich auszutauschen, welche Technik sie benutzen und wie sie an ein Video herangehen oder Ideen umsetzen. Das Wichtigste: Habt Spaß dabei und verliert eure Neugier nicht!

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

Wie fotografiert man ein schwarzes Loch?

Mit dem Video „Wie fotografiert man ein schwarzes Loch?“ hat es Cedric Engels vom Kanal Doktor Whatson unter die Finalistenvideos in der Kategorie SUBSTANZ geschafft. Bevor es zum Online-Voting geht, möchten wir ihm noch schnell ein paar Fragen stellen.

>>Worum geht’s?

Am 10. April 2019 wurde das allererste echte Bild eines schwarzen Lochs veröffentlicht. Alle Bilder und Videos von schwarzen Löchern waren bisher nur Animationen von Künstlern oder Simulationen von Wissenschaftlern. Wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler überall auf der Welt das geschafft haben und was das erste Bild eines schwarzen Lochs bedeutet, das erkläre ich in diesem Video.

>>Wer steckt hinter dem Video?

Ich bin Cedric Engels und bin tagsüber Geschäftsführer bei TWENTYTWO Film in Köln. Nachts werde ich zu meinem Alter Ego Doktor Whatson. Auf dem gleichnamigen YouTube-Kanal erkläre ich mit brennender Begeisterung und dem nötigen Quäntchen Wahnsinn alles über schwarze Löcher, Quantencomputer und selbstfahrende Autos. Den Kanal mit heute über 100.000 Abonnenten habe ich bereits während seines Studiums an der ifs internationale filmschule köln gegründet und aufgebaut.

>>Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Weil Wissenschaftskommunikation für die Wissenschaft essenziell ist und leider viel zu oft übersehen wird. Webvideos erreichen junge Menschen und begeistern sie für Wissenschaft und Lernen.

>>Was hat dich daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Die Entstehung des ersten Bildes eines schwarzen Lochs habe ich bestimmt eineinhalb Jahre lang verfolgt, weil ich es unglaublich spannend finde. Als das Bild dann endlich gezeigt wurde, war klar: „Darüber muss ich ein Video machen.“

>>Dein Tipp für angehende Science YouTuber.

Einfach machen. YouTube lebt nicht von perfekten Videos. Das muss ich mir auch manchmal sagen. Klar, sollte man gründlich recherchieren und alles, was man sagt, muss richtig sein, aber ob das Bild perfekt ausgeleuchtet ist oder die Animation nicht super-smooth ist, ist egal. Hauptsache man redet über spannende Dinge und die Zuschauer lernen dabei was.

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

CRISPR/Cas9 in der Pflanzenzüchtung – Joram unterwegs

Mit dem Video „CRISPR/Cas9 in der Pflanzenzüchtung – Joram unterwegs“ hat es Joram Schwartzmann vom Kanal erforschtCRISPR unter die Finalistenvideos in der Kategorie VISION geschafft. Bevor es zum Online-Voting geht, möchten wir ihm noch schnell ein paar Fragen stellen.

>>Worum geht’s?

CRISPR/Cas9 als Stellvertreter für die Genomeditierung markiert einen Wendepunkt in der Pflanzenzüchtung – nie zuvor war es möglich, schneller und präziser genetische Merkmale zu verändern. Gleichzeitig wird die Technologie von vielen Menschen kritisch gesehen, oft auch, weil das Verständnis für die komplexe Technologie fehlt. Bei erforschtCRISPR und insbesondere in diesem Video versuche ich, die Grundlagen für eine informierte Diskussion zu schaffen.

Ich erkläre anhand eines anschaulichen Beispiels, wie CRISPR/Cas9 im Vergleich zur herkömmlichen Züchtung funktioniert. Zufällige Mutationen werden durch zufällige Farbkleckse auf einem Blatt Papier dargestellt, während ein definiertes Ziel getroffen werden soll. Während die klassische Züchtung auf den Zufall und große Zahlen setzen muss, kann CRISPR/Cas9 gezielt eine Veränderung im Erbgut erzeugen.

Zum Schluss möchte ich von den Zuschauerinnen und Zuschauern wissen, wie sie die Technologie einschätzen. Sehen sie darin eine Bereicherung für den Werkzeugkasten der Züchtung oder eine Gefahr für die Umwelt? Das Video schafft die Grundlagen für eine Diskussion und lädt gleichzeitig dazu ein, diese zu führen.

>>Wer steckt hinter dem Video?

Ich bin Joram und arbeite in der Wissenschaftskommunikation. Ich habe Biotechnologie studiert und bin darüber an das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie gekommen. Seitdem spreche ich leidenschaftlich gerne über molekulare Pflanzenbiologie und tue das bei erforschtCRISPR und dem Blog und Podcast „Plants and Pipettes“.

>>Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Kaum ein anderes Medium bietet eine vergleichbare Gelegenheit, Inhalte, Unterhaltung, Diskussion und Wissenschaft zu verbinden. Kondensierte Erzählungen treffen auf spannende Visualisierungen und sind dabei gleichzeitig offen für Feedback und höchst persönlich. Fast nirgendwo sonst kann man als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler so direkt mit einem Publikum interagieren und sich selber präsentieren.

>>Was hat euch daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Unsere Themen rund um die Genomeditierung bei erforschtCRISPR sind sehr komplex. Webvideos bieten dabei die Möglichkeit, sowohl komplexe Inhalte einfach zu erzählen als auch Einblicke in die Forschung zu geben, die sonst kaum möglich sind. Gerade bei CRISPR/Cas9 ist es ein enormer Zugewinn im Video zeigen zu können, wovon man spricht. Durch praktische Demonstration wird dabei ein molekularer Prozess verständlich, der sonst nur nach viel Literaturrecherche so richtig durchdrungen wird.

>>Dein Tipp für angehende Science YouTuber.

Das wichtigste Werkzeug ist ein Skript. Wenn man weiß, was man erzählen möchte, für wen und in welcher Reihenfolge, ist alles andere zweitrangig. Eine packende Geschichte mit einem Smartphone gefilmt, übertrumpft jedes Video voller Effekte und ohne Inhalt. Deswegen überlegt euch gut, was ihr warum und für wen sagen wollt – und dann legt einfach los. Schneidet dann alles weg, was nicht essenziell für eure Erzählung ist. So seid ihr schon auf einem sehr guten Weg zu einem spannenden Science Video.

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Temperaturentwicklung in der Schweiz

Mit dem Video „Temperaturentwicklung in der Schweiz“ hat das Team von Zense unter die Finalistenvideos in der Kategorie SUBSTANZ geschafft. Bevor es zum Online-Voting geht, möchten wir dem Team noch schnell ein paar Fragen stellen.

>>Worum geht’s?

Im Klimaabkommen von Paris hat sich die Staatengemeinschaft zum Ziel gesetzt, die menschgemachte, globale Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit unter 2 °C zu beschränken.

Damit Veränderungen der Temperatur in der Schweiz mit der Methode des Referenzperiodenvergleichs angegeben werden können, hat MeteoSchweiz kürzlich eine neue vorindustrielle Referenzperiode definiert.

Eine Analyse der bisherigen Temperaturentwicklung hat außerdem gezeigt, dass die Erwärmung in der Schweiz heute bereits um +1,9 °C gegenüber der vorindustriellen Zeit liegt. Zudem wird sich das Land ohne Reduktion der globalen Treibhausgasemissionen bis Mitte des 21. Jahrhunderts um insgesamt 3,5 bis 4,8 °C erwärmt haben.

Um Klarheit zu schaffen und Skepsis zu vermeiden, wollte MeteoSchweiz Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft erklären, wie diese Zahlen zustande kamen. Ein Webvideo war dafür das perfekte Medium.

>>Wer steckt hinter dem Video?

Wir sind ZENSE, eine junge Agentur und Produktionsfirma aus Zürich. Unsere Einsendung produzierten wir im Auftrag von MeteoSchweiz. Dieses Schweizer Bundesamt betreibt u. a. Forschungsarbeiten im Bereich Klimatologie.

Seit 2013 bearbeitet und gestaltet ZENSE komplexe Inhalte aller Art. Unser Team zählt insgesamt 15 Spezialistinnen und Spezialisten aus den Bereichen Beratung, Text, Illustration und Animation.

Wir unterstützen unsere Kunden bei der Vermittlung von Unternehmensstrategien, bei Kommunikationskampagnen oder bei der Wissenschaftskommunikation. Wir machen Erklärfilme, Illustrationen, Infografiken, Webseiten und Mobile Games.

>>Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Videos sind ein tolles Tool, um über die Wissenschaft zu kommunizieren, da sie große Mengen an komplexen Informationen auf effiziente und ansprechende Weise vermitteln können. Wenn Videos online veröffentlicht werden, haben sie außerdem das Potenzial, ein globales Publikum zu erreichen. Sie können der breiten Öffentlichkeit helfen, unsere Welt ein wenig besser zu verstehen, und sie können andere Studierende und Forschende inspirieren.

>>Was hat euch daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Als MeteoSchweiz uns mit der Erstellung eines Webvideos über die Temperaturentwicklung in der Schweiz beauftragte, waren wir sofort begeistert von dieser Idee. Der Klimawandel ist ein heißes Thema, das eine klare und transparente Kommunikation erfordert. Nur so kann Skepsis vermieden und Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft zum Handeln ermutigt werden. Ein Webvideo war das perfekte Medium, um ein möglichst breites Publikum von Nicht-Experten zu erreichen.

>>Eure Tipps für angehende Science YouTuber.

Um ein fesselndes Video zu erstellen, brauchst du nicht viele Ressourcen. Allerdings benötigst du ein gut durchdachtes Skript. Frage dich wer deine Zielgruppe ist. Wenn du das Skript entwickelst, solltest du eine Sprache verwenden und eine Story erzählen, die diese Zielgruppe versteht und ansprechend findet. Bevor du mit dem Filmen beginnst, kannst du den Text sogar ein paar Leuten zeigen, die Teil der Zielgruppe sind. So erhältst du wertvolles Feedback und kannst nach Bedarf Anpassungen vornehmen.

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Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

Der Mensch ist, was er isst

Mit dem Video „Der Mensch ist, was er isst“ hat es das Team vom Kanal Forschung Kompakt – Hochschule Kaiserslautern unter die Finalistenvideos in der Kategorie SCITAINMENT geschafft. Bevor es zum Online-Voting geht, möchten wir dem Team schnell noch ein paar Fragen stellen.

>>Worum geht’s?

„Der Mensch ist, was er isst“ war ursprünglich vielleicht in dem Sinne zu verstehen: Sag mir, was Du isst und ich sage Dir, wer Du bist. Heute können wir diese Aussage ganz klar wissenschaftlich belegen. Viele Zivilisationserkrankungen, mit denen wir uns zeitlebens herumschlagen, hängen tatsächlich direkt und indirekt von unserer Ernährung ab. Wir wollen ein Bewusstsein schaffen für diesen Zusammenhang und auch einige der Hintergründe ansprechen bzw. beleuchten. Wir zeigen zunächst einmal, dass der Darm, repräsentiert durch eine Wursthaut, einen Naturdarm, hunderte Millionen an Nervenzellen enthält, und dass diese sehr wohl direkt durch unsere Ernährung beeinflusst werden können: Direkt durch besondere Nahrungsmittel, wie z. B. Antioxidantien, welche eine gewissen Schutzfunktion für Nervenzellen ausüben können und indirekt durch Beeinflussung der Darmbakterien, durch den übermäßigen Konsum von bestimmten Nahrungsmitteln sowie Medikamenten oder Umweltgiften. Wir zeigen auf, dass es sich lohnen könnte mehr naturbelassene Lebensmittel zu essen, statt Fertignahrung. Ein wichtiger Aspekt stellt auch die besondere Verknüpfung des Darmes mit dem Gehirn dar, die sogenannte Brain-Gut-Axis. Das Darmnervensystem ist bei sogenannten neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer oder Parkinson beteiligt und kann zukünftig sowohl für die Frühdiagnostik oder die Prophylaxe als auch die Behandlung eine entscheidende Rolle spielen.

>>Wer steckt hinter dem Video?

  • Prof. Dr. med. Karl-Herbert Schäfer, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Hochschule Kaiserslautern, Leiter der Arbeitsgruppe „Enterisches Nervensystem“
  • Moritz Grenner (B.Sc. Medieninformatik), Geschäftsführer, Hochschulmitarbeiter, Aufnahmeleiter, dreht gerne Videos in Hochformat, einziges Hobby: Lachen
  • Lukas Mohr, Student der Medieninformatik, angehender Filmemacher, Single und auf Jobsuche
  • Dr. rer. nat. Jessica Weyer, EU-Referentin für Forschung, Projektleitung „Forschendes Lernen“, Koordination „Forschung kompakt“, in ihrer Freizeit: meist erfolglose Hunde-Dompteuse

>>Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Mittels Webvideos können komplexe Inhalte audio-visuell aufgearbeitet und unterhaltsam präsentiert werden. Das bietet nicht nur die Möglichkeit, mehr Menschen über aktuelle wissenschaftliche Themen zu informieren, sondern auch die Chance gerade junge Menschen für Wissenschaft und Forschung zu begeistern. Gleichzeitig bietet die Nutzung dieses Mediums, Wissenschaftlern, eine Chance mit großen Teilen der Gesellschaft in Dialog zu treten. So trifft Wissenschaft auf Gesellschaft und wird populär.

>>Was hat euch daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Wir möchten als Hochschule einerseits zeigen, dass wir mit vielen unserer wissenschaftlichen Projekte nicht nur auf dem aktuellen Stand der Forschung sind, sondern auch deren Inhalte allgemeinverständlich präsentieren können – wir also für mehr stehen als für frontale Wissensvermittlung. Andererseits verbreiten sich auf diversen Videoplattformen im Netz zunehmend inhaltlich nicht fundierte, teils krude Inhalte. Die etablierten Forschungseinrichtungen setzen dem bisher wenig entgegen. Wir möchten mit unserem Video und unserem Forschungskanal einen kleinen Beitrag hierzu leisten.

>>Eure Tipps für angehende Science YouTuber.

Wissenschaft kreativ und authentisch in einer Story verpacken, die eine breite Zielgruppe anspricht. Komplexe Inhalte nicht nur unterhaltsam, sondern auch informativ und wissenschaftlich korrekt zu vermitteln. Das Videoportal als soziales Netzwerk wahrnehmen: Fragen beantworten, auf Kritik eingehen, auf Kommentare reagieren, Informationen und Fakten ergänzen, Multiplikator sein. Mit der interessierten Community in Dialog treten und diesen Dialog aktiv mitgestalten und lebendig halten. Dabei mutig sein und auch wichtige Themen gegen Mainstream vertreten.

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow