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Der Mensch ist, was er isst

Mit dem Video „Der Mensch ist, was er isst“ hat es das Team vom Kanal Forschung Kompakt – Hochschule Kaiserslautern unter die Finalistenvideos in der Kategorie SCITAINMENT geschafft. Bevor es zum Online-Voting geht, möchten wir dem Team schnell noch ein paar Fragen stellen.

>>Worum geht’s?

„Der Mensch ist, was er isst“ war ursprünglich vielleicht in dem Sinne zu verstehen: Sag mir, was Du isst und ich sage Dir, wer Du bist. Heute können wir diese Aussage ganz klar wissenschaftlich belegen. Viele Zivilisationserkrankungen, mit denen wir uns zeitlebens herumschlagen, hängen tatsächlich direkt und indirekt von unserer Ernährung ab. Wir wollen ein Bewusstsein schaffen für diesen Zusammenhang und auch einige der Hintergründe ansprechen bzw. beleuchten. Wir zeigen zunächst einmal, dass der Darm, repräsentiert durch eine Wursthaut, einen Naturdarm, hunderte Millionen an Nervenzellen enthält, und dass diese sehr wohl direkt durch unsere Ernährung beeinflusst werden können: Direkt durch besondere Nahrungsmittel, wie z. B. Antioxidantien, welche eine gewissen Schutzfunktion für Nervenzellen ausüben können und indirekt durch Beeinflussung der Darmbakterien, durch den übermäßigen Konsum von bestimmten Nahrungsmitteln sowie Medikamenten oder Umweltgiften. Wir zeigen auf, dass es sich lohnen könnte mehr naturbelassene Lebensmittel zu essen, statt Fertignahrung. Ein wichtiger Aspekt stellt auch die besondere Verknüpfung des Darmes mit dem Gehirn dar, die sogenannte Brain-Gut-Axis. Das Darmnervensystem ist bei sogenannten neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer oder Parkinson beteiligt und kann zukünftig sowohl für die Frühdiagnostik oder die Prophylaxe als auch die Behandlung eine entscheidende Rolle spielen.

>>Wer steckt hinter dem Video?

  • Prof. Dr. med. Karl-Herbert Schäfer, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Hochschule Kaiserslautern, Leiter der Arbeitsgruppe „Enterisches Nervensystem“
  • Moritz Grenner (B.Sc. Medieninformatik), Geschäftsführer, Hochschulmitarbeiter, Aufnahmeleiter, dreht gerne Videos in Hochformat, einziges Hobby: Lachen
  • Lukas Mohr, Student der Medieninformatik, angehender Filmemacher, Single und auf Jobsuche
  • Dr. rer. nat. Jessica Weyer, EU-Referentin für Forschung, Projektleitung „Forschendes Lernen“, Koordination „Forschung kompakt“, in ihrer Freizeit: meist erfolglose Hunde-Dompteuse

>>Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Mittels Webvideos können komplexe Inhalte audio-visuell aufgearbeitet und unterhaltsam präsentiert werden. Das bietet nicht nur die Möglichkeit, mehr Menschen über aktuelle wissenschaftliche Themen zu informieren, sondern auch die Chance gerade junge Menschen für Wissenschaft und Forschung zu begeistern. Gleichzeitig bietet die Nutzung dieses Mediums, Wissenschaftlern, eine Chance mit großen Teilen der Gesellschaft in Dialog zu treten. So trifft Wissenschaft auf Gesellschaft und wird populär.

>>Was hat euch daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Wir möchten als Hochschule einerseits zeigen, dass wir mit vielen unserer wissenschaftlichen Projekte nicht nur auf dem aktuellen Stand der Forschung sind, sondern auch deren Inhalte allgemeinverständlich präsentieren können – wir also für mehr stehen als für frontale Wissensvermittlung. Andererseits verbreiten sich auf diversen Videoplattformen im Netz zunehmend inhaltlich nicht fundierte, teils krude Inhalte. Die etablierten Forschungseinrichtungen setzen dem bisher wenig entgegen. Wir möchten mit unserem Video und unserem Forschungskanal einen kleinen Beitrag hierzu leisten.

>>Eure Tipps für angehende Science YouTuber.

Wissenschaft kreativ und authentisch in einer Story verpacken, die eine breite Zielgruppe anspricht. Komplexe Inhalte nicht nur unterhaltsam, sondern auch informativ und wissenschaftlich korrekt zu vermitteln. Das Videoportal als soziales Netzwerk wahrnehmen: Fragen beantworten, auf Kritik eingehen, auf Kommentare reagieren, Informationen und Fakten ergänzen, Multiplikator sein. Mit der interessierten Community in Dialog treten und diesen Dialog aktiv mitgestalten und lebendig halten. Dabei mutig sein und auch wichtige Themen gegen Mainstream vertreten.

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

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