Über oder unter 18? Was Erwachsensein für junge Flüchtlinge bedeutet
Wenn junge Menschen ohne Eltern, ohne Schutzbefohlene aus ihrem Heimatland flüchten, sind sie erst einmal auf sich gestellt. Die Verantwortung für ihr Leben tragen sie selbst. Die Flucht ist verbunden mit der Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben mit besseren Zukunftschancen. Angekommen in Deutschland, interessiert die Behörden aber zuerst: ihr Alter. Denn welche Verantwortung der Staat für die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen übernimmt, hängt vor allem davon ab, ob sie nach deutschem Recht volljährig sind oder nicht.
Ulrike Bialas, die am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen forscht, hat mehr als drei Jahre lang junge Menschen, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten, in Berlin begleitet. In diesem Podcast, der in Kooperation mit detektor.fm entstand, erklärt sie, wie das Alter der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ermittelt wird und wie es die Hilfsangebote und das Bleiberecht beeinflusst. Ein Podcast, der die umstrittene Altersgrenze von 18 in ein anderes Bild rückt und sehr nachdenklich stimmt.
Zum Beitrag-
Disziplin
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AwardAudio
Teammitglieder
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Barbara AbrellMax-Planck-Gesellschaft
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Ulrike BialasMax-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften
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Charlotte Thielmanndetektor.fm
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Karolin Breitschädeldetektor.fm