Bestes Debüt Video – Shortlist

In der diesjährigen Wettbewerbsrunde von Fast Forward Science hat sich gezeigt wie gut der Einstieg in die Wissenschaftskommunikation gelingen kann! In der Kategorie Bestes Debüt Video durfte die Jury Beiträge bewerten, die durch frische Perspektiven, kreative Ideen und kluge Umsetzungen überzeugt haben, auch wenn die Creator*innen zum ersten Mal vor oder hinter der Kamera standen.

Der Sonderpreis Bestes Debüt Video richtet sich an alle, die ihre wissenschaftlichen Inhalte als Videos auf Social Media teilen und gerade erst damit angefangen haben! Der erste Beitrag des Kanals darf dabei nicht älter als ein Jahr sein. Entscheidend bei der Bewertung ist nicht die technische Perfektion, sondern allein die Fähigkeit, komplexe Themen spannend, verständlich und zielgruppengerecht aufzubereiten.

Neben den tollen Beiträgen der Finalist*innen möchten wir euch noch drei weitere Jury-Favoriten vorstellen, die es auf die Shortlist geschafft haben. Bei Fast Forward Science darf man sich mit dem selben Beitrag für verschiedene Kategorien bewerben, solange die jeweiligen Kriterien zutreffen. Lustigerweise gibt’s daher bei den Jury-Favoriten des Besten Debüts Video einige Dopplungen mit den Favorit*innen anderer Kategorien.  Mit dabei in dieser Shortlist: ein animiertes Video, das eine der größten offenen Fragen der Physik erklärt. Ein kurzweiliges Reel über die Grenzen von Hautpflege-Apps. Ein forensisch-linguistisches Krimi-Experiment. Ein informativer Beitrag über Autoimmunerkrankungen. Und ein kreativer Blick auf die Zukunft der Röntgentechnologie. Fünf ganz unterschiedliche Beiträge als starke Debüts.

Bewertungs-Apps – Sinnvoll oder Quatsch?

Instagram: Scienskin

Helfen Hautpflege-Apps wirklich oder führen sie eher in die Irre? In diesem kompakten Reel zeigt Emily Herbrich auf, warum die isolierte Bewertung einzelner Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten wissenschaftlich oft wenig Sinn ergibt. Besonders gelungen ist für unsere Jury die Einordnung von Fehlinformationen und der differenzierte Blick auf komplexe Formulierungen. Ein inhaltlich starkes Social-Media-Format mit klarem Mehrwert und verständlicher Aufbereitung.

 

Autoimmunerkrankungen: Der Killer im Körper

YouTube: Mimi.Molar

Diabetes, Rheuma oder Schuppenflechte – Autoimmunerkrankungen betreffen Millionen Menschen weltweit, bleiben aber oft unheilbar. In diesem sehr gut recherchierten und detailreichen Beitrag erklärt die Creatorin Dr. Miriam Mulorz verständlich, wie es dazu kommt, dass unser Immunsystem den eigenen Körper angreift, welche Krankheitsbilder es gibt und wie die Wissenschaft an neuen Therapien forscht. Ihre starke Präsenz vor der Kamera, gepaart mit hohem inhaltlichem Anspruch und sichtbarem grafischen Potenzial, machen das Video zu einem ambitionierten Debüt. Ein informativer Beitrag mit viel Tiefe. Miriam ist eine der Preisträger*innen vom Besten Debüt Video. 

 

Linguistik studieren – und dann? Mit Sprache auf Verbrecherjagd

YouTube: Verbzweitstellung

Was nach Krimi klingt, ist echte Wissenschaft: Dieser kreative Kurzbeitrag öffnet das Tor zur forensischen Linguistik – einem spannenden, aber kaum bekannten Forschungsfeld. Anhand eines fiktiven Kriminalfalls wird unterhaltsam und verständlich gezeigt, wie Sprache helfen kann, Verbrechen aufzuklären. Die Mischung aus spielerischem Zugang und sachlicher Tiefe überzeugt, ebenso wie die frische, visuell sehr schöne Umsetzung. Ein kurzweiliges Debüt, das neugierig macht und Lust auf mehr linguistische Detektivarbeit weckt. Hinter dem Beitrag stehen Alicia Hückmann, die an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg im Fach Deutsch zu Rechtschreibung und ihrer Didaktik promoviert, und Robin Graber, Masterabsolvent in Medienwissenschaften, der aktuell ganz klassisch „irgendwas mit Medien“ bei einer Unternehmensberatung macht. Alicia und Robin sind Preisträger*innen beim Young Scientist Award [short].

 

Eigentlich dürften wir nicht existieren

YouTube: science_caro

Nach allem, was wir über Physik wissen, hätte das Universum direkt nach dem Urknall leer bleiben müssen – Materie und Antimaterie hätten sich gegenseitig ausgelöscht. Warum es trotzdem nicht so kam und weshalb wir heute überhaupt existieren, erklärt dieser technisch und grafisch schön umgesetzte Animationsbeitrag. Komplexe physikalische Prozesse werden von Carolin Malmendier anschaulich und klar vermittelt, mit einem eigenständigen Stil, der sofort ins Auge fällt. Ein rundum überzeugendes Debüt, das Lust auf weiteren Content macht. Carolin Wissenschaftskommunikatorin und Journalistin und gewann mit ihrem Beitrag einen der zwei Preise vom Young Scientist Award [long].

 

Warum sind Röntgenbilder (immer noch) schwarz-weiß?

YouTube: Dominik John

Warum sind Röntgenaufnahmen trotz technischer Fortschritte immer noch schwarz-weiß und wie arbeitet die moderne Forschung daran, das zu ändern? Wie könnten farbliche Röntgendarstellung sogar bei der Früherkennung von Krebs helfen? Ein beeindruckender Beitrag, der mit einem starken Stil und einer klaren inhaltlichen Linie überzeugt. Dominik John setzt die thematische Bandbreite seines Videos kreativ und zugänglich um, sowohl für Fachinteressierte als auch für ein breiteres Publikum. Ein starkes Debüt mit echtem Reichweitenpotential! Dominik sahnt in diesem Jahr mit deinem Beitrag bei Fast Forward Science doppelt ab! Er ist sowohl Preisträger vom Besten Debüt Video als auch vom Young Scientist Award [long].