Sonderpreis Energie – Shortlist der Jury

Wie lassen sich die Herausforderungen und Chancen der Energiewende verständlich und greifbar machen? Unser Sonderpreis Energie möchte Wisskomm rund um eine zukunftsfähige Energiewende hervorheben. Gesucht werden kreative, wissenschaftlich fundierte Multimedia-Beiträge, die sich mit Energie, nachhaltiger Ressourcennutzung und der Transformation unserer Energieversorgung beschäftigen. Ob Video, Podcast, Social-Media-Kampagne, interaktive Anwendung oder künstlerisches Format – alles ist bei dieser Kategorie erlaubt, solange es online verfügbar ist. Partner des Sonderpreises Energie ist die MVV Stiftung Zukunft.

Und die neue Kategorie kam gut an! 36 Beiträge verschiedener Formate wurden bei Fast Forward Science 2025 für den Sonderpreis Energie eingereicht. Darunter hat unsere Energie-Jury fünf Favorit*innen gekürt. Neben den zwei preisgekrönten Beiträgen zum Ende des Blogs möchten wir euch noch drei weitere höchst sehens- und hörenswerte Beiträge präsentieren. Thematisch geht es viel um Strom! In einem abwechslungsreichen Video wird sich gefragt „wie viel Strom frisst eigentlich was und warum?“. Ein weiterer origineller Beitrag geht dem Mythos des Strompreis-Ausreißers vom 01. Juli 2024 nach. In einem Podcast treffen Wissenschaft und Politik aufeinander – ein Treffen, welches nach unserer Jury viel häufiger in der Wissenschaftskommunikation vorkommen könnte. Und los geht’s mit der Shortlist des Sonderpreises Energie:

 

YouTube: FÄKT

In dem Beitrag vom Kanal FÄKT wird ein Thema beleuchtet, das selten im Fokus steht: der enorme Energieverbrauch von Smartphones, Streaming und KI. Im Video erfahren wir wie Rechenzentren, Unterseekabel und Server unsere digitale Welt am Laufen halten und dabei gewaltige Mengen Strom benötigen. Auch überraschende Vergleiche, etwa zwischen Gaming, Fernsehen und KI-Bildgenerierung, machen die Dimensionen greifbar. Die Jury würdigt die gelungene Umsetzung: cool animiert, schnell geschnitten, nie langweilig und zugleich nahbar. In nur sechs Minuten schafft das Video eine kompakte, aber tiefgehende Einordnung, die Wissen vermittelt und das Bewusstsein für die Folgen unseres digitalen Konsums schärft.

 

 

Strompreise: 2-3€ pro kWh in DE & 0 in FR – Die verrückte Wahrheit dahinter!

YouTube: Andreas Schmitz (Der Akku Doktor)

Andreas Schmitz, der selbsternannte Akku Doktor, erklärt in diesem Beitrag den Strompreis-Ausreißer vom 1. Juli 2024 verständlich und unterhaltsam – vom IT-Fehler bis zu den Mechanismen des Stromhandels. Der Beitrag wurde unterstützt vom Fraunhofer ISE. Die Jury lobt den Kanal für seine große Reichweite, die technische Qualität, den klaren Auftrag und das gesellschaftliche Engagement. Besonders positiv fallen der eigene Stil, die strukturierte Aufbereitung des Themas sowie die gelungene Interaktion mit der Community auf. Zwar ist die Sprache teils zu flapsig, doch genau das macht den Kanal nahbar und unverwechselbar.

 

 

Brauchen wir Carbon Capture and Storage?

Podcast: WuPiG – „Wissenschaft und Politik im Gespräch“

In dieser Folge des Podcasts #WuPiG – Wissenschaft und Politik im Gespräch geht es um die Chancen und Risiken der CO₂-Speicherung. Atmosphärenwissenschaftler Mark Lawrence (Ko-Direktor des RIFS) diskutiert mit Politikerin Anja Weisgerber über Technik, Potenzial und Akzeptanz. Die Jury lobt das direkte Aufeinandertreffen von Politik und Wissenschaft, die spannende Themenwahl sowie die klare Moderation von Julia Vismann, die den Dialog strukturiert und gut hörbar macht. Wir haben hier einen Podcast, der überzeugt und als klarer Favorit hervortritt.

 

 

Atomstrom aus dem Ausland

Instagram: energiewende.erklaert / Dr. Eva-Maria Grommes

Dr. Eva-Maria Grommes Foto: Dominik Flohr

In einem differenzierten Beitrag erklärt Eva-Maria Grommes, warum Stromimporte aus dem Ausland – inklusive französischem Atomstrom – kein Grund zur Sorge sind. Sie erläutert den europäischen Strommarkt, Marktmechanismen, Preisdynamiken und warum Importe manchmal sinnvoll sind. Ihr Beitrag bietet eine faktenreiche Einordnung, räumt mit Mythen auf und zeigt gleichzeitig, wie der Ausbau der Erneuerbaren für langfristige Unabhängigkeit sorgt. Fundiert, verständlich, konstruktiv. Der Beitrag stach hervor, sodass Eva-Maria einen der zwei Preise ergattern konnte vom Sonderpreis Energie.

 

 

Deutschland spart überraschend 7 % Wasser ein – Nebeneffekt des Atomausstiegs

YouTube: Patrick Niedermayer

Patrick Niedermayer

Patrick zeigt eine wenig bekannte, aber sehr ermutigende Entwicklung: Durch den Atomausstieg ist der Wasserverbrauch in Deutschland deutlich gesunken – ein positiver Nebeneffekt der Umstellung auf erneuerbare Energien, die weniger Kühlwasser brauchen. Er vermittelt diese News mit einer persönlichen, optimistischen Erzählweise, transparenter Quellenlage und starker visueller Umsetzung. Sein Kanal liefert regelmäßig solche „Happen Hoffnung“ – faktenbasiert und motivierend. Mit seinem Beitrag nimmt Patrick einen Preis mit nach Hause vom Sonderpreis Energie.

Bestes Debüt Audio – Shortlist

Fast Forward Science 2025 war mit 165 Einreichungen eines unserer beitragsreichsten Jahre. Für das Beste Debüt Audio wurden 41 Beiträge eingereicht. Unsere Jury  hat sich dabei insgesamt über 26 Stunden an Audio-Material angehört! Unter so vielen Hörbeiträgen die besten auszulesen ist nicht einfach.

Die Kategorie BESTES DEBÜT AUDIO zeichnet auch in diesem Jahr wieder wissenschaftsbegeisterte Newcomer*innen im Podcasting aus. Einziges Kriterium: die erste Podcast-Folge des Kanals durfte nicht älter als ein Jahr sein.

Wir stellen euch nun die fünf favorisierten Beiträge unserer Jury des Besten Debüt Audio vor. Neben den zwei preisgekrönten Beiträgen, präsentieren wir euch in dieser Shortlist noch drei weitere Podcast-Folgen, die absolut hörenswert sind. In einer Folge geht es um gruselige Zombie-Parasiten in unserem Gehirn. Ein Beispiel für richtig gutes Storytelling bietet eine Folge über das Verschwinden der 43 Studenten von Ayotzinapa in Mexico. Viel Freude beim Anhören und Eintauchen!

 

Hacker im Hirn: Die gruselige Welt der Zombie-Parasiten!

Podcast: Doctopus: Der Wissenspodcast mit Dora und Dominic

Neuroparasitismus trifft Wissenschaftskommunikation mit Witz und Tiefgang: Diese Podcast -Folge überzeugt durch eine spannende Themenwahl, eine starke inhaltliche Struktur und die angenehm dynamische Art der beiden selbsternannten „Laber-Nerds“ Dora und Dominik. Besonders gelungen sind die vielseitigen Perspektiven, die geschickte Einbindung einer Metadiskussion zu Pseudowissenschaft und die sorgfältig gestalteten Shownotes. Ein klassisches Podcast-Format, das durch Persönlichkeit, kluge Aufbereitung und spürbare Begeisterung überzeugt.

 

Mit Polarstern zum arktischen Hausgarten

Podcast: Wellenbrecher Podcast

Zwei sympathische Hosts, ein Herzensthema und ein souverän geführtes Gespräch: Diese Podcast-Folge überzeugt mit Struktur, persönlicher Note und fachlicher Tiefe. Mit hörbarer Begeisterung nehmen Eva und Anabel die Zuhörer*innen mit zum arktischen Observatorium HAUSGARTEN, wo seit 1999 ökologische Veränderungen in der Framstraße erforscht werden. Anschaulich und fesselnd erklären sie die Arbeit an Bord der Polarstern, die jährliche Probenahme und warum Langzeitbeobachtungen wie diese im Klimawandel so wichtig sind.

 

 

Ayotzinapa lebt – ein Podcast über Menschenrechte in Mexiko

Podcast: von Jun.-Prof. Dr. Jenny Augustin (HHU Düsseldorf / Uni Osnabrück)

Mit viel Sorgfalt und klarem erzählerischem Konzept widmet sich dieser Podcast einem schmerzhaften, immer noch aktuellen Thema: dem Verschwinden der 43 Studenten von Ayotzinapa. Die Folge überzeugt durch eine gelungene Mischung aus Information, Kontext und persönlichem Zugang. Daneben wird die Dynamik mit einer passenden Musik untermalt. Die Gestaltung ist durchdacht und kreativ umgesetzt, für unsere Jury ein gelungenes Beispiel für gut erzählte Wissenschaftskommunikation.

 

 

Der Preis der Treue

Podcast: Unerhörtes Mittelalter: Vormoderne Erzählungen und warum man sie unbedingt kennen sollte

Diese Folge ist eine Seltenheit: Sie bringt mittelalterliche Literatur in die Gegenwart – klug erzählt, zugänglich und mit hörbar viel Liebe fürs Detail. Die Kombination aus erzählerischen Elementen, gezielt eingesetzten Sounds und solider Diskussion ist stimmig und gut aufbereitet. Komplexe Themen wie Treue, Moral und Gewalt werden mit kritischer Haltung beleuchtet, ohne belehrend zu wirken. So entsteht ein Podcast, der zeigt, wie spannend und relevant Mediävistik heute sein kann. Auch (und gerade) für alle, die damit sonst wenig Berührung haben. Natalie und Hans sind Preisträger*innen beim Besten Debüt Audio. 

 

 

Sonic the Hedgehog oder warum wir alle schon einen blauen Igel gesehen haben

Podcast: Wissen hinter den Kulissen

Kann ein Igel wirklich mit Überschallgeschwindigkeit rennen? In dieser Folge trifft Popkultur auf Physik und zwar auf die unterhaltsamste Art. Die drei Hosts Jack Pop, Anne-Dorette Ziems und Henry Holland-Moritz glänzen mit spürbarer Begeisterung, unterhaltsamer Chemie und einem klaren Gespür dafür, wie man Popkultur clever mit Wissenschaft verknüpft. Besonders stark: der durchdachte Aufbau, die liebevoll gestalteten Extras wie Shownotes und Kapiteltrenner und der ganz eigene Ton als Alleinstellungsmerkmal. Ein Debüt, das sich sehen (und hören) lassen kann und einen Preis ergattern konnte beim Besten Debüt Audio! 

Audio Award – Shortlist

Der AUDIO AWARD würdigt interessante, verständliche und zielgruppengerechte Audio-Beiträge, die ganz ohne Bildmaterial auskommen. Für alle, die ihre Wissenschaft hörbar machen.

Fast Forward Science 2025 war mit 165 Einreichungen eines unserer beitragsreichsten Jahre. Für den Audio Award wurden mit Abstand am meisten Beiträge eingereicht! Ganze 83 Einreichungen ist unsere Jury durchgegangen und hat sich dabei insgesamt 86 Stunden an Audio-Material angehört! Da ist es eine beachtliche Leistung unter so vielen Hörbeiträgen die besten auszulesen.

Und hier sind sie nun, die fünf favorisierten Beiträge unserer Audio-Jury! Neben den zwei preisgekrönten Beiträgen, stellen wir euch in dieser Shortlist noch drei weitere Podcast-Folgen vor, die ihr euch unbedingt anhören solltet! Mit dabei sind Fragen rund um die Astralphysik, aufbereitet in einem locker-flockigen Dialog. Eine tiefgründige Folge, die uns mit Feingespür mitnimmt zu Flucht und Vertreibung zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Und eine schöne Reise durch alle Arten von Atmosphären. Viel Spaß beim Durchhören!

 

Biosignatur auf Ozeanwelt K2-18b – lebt da was?

Podcast: AstroGeo – Geschichten aus Astrologie (von Franziska Konitzer & Karl Urban)

Was haben ein roter Zwergstern und ein Wasserstoffmantel mit möglichem Leben im All zu tun? In dieser Folge wird ein komplexes astrophysikalisches Thema in einen angenehm lockeren Dialog verpackt – verständlich, klug und ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Durch die fundierte Recherche, entspannte Gesprächsatmosphäre und den klaren Aufbau entsteht ein spannender Beitrag, der Lust auf mehr macht. Umso schöner ist die Community-Arbeit rund um die Folge, die über den Podcast hinaus geht und zum Weiterdenken einlädt.

 

Emigration und Kriegsflüchtlinge

Podcast: The Ends of War (von der Max Weber Stiftung & Janine Funke)

Diese Folge bleibt im Kopf. Mit viel Feingefühl und klugen Fragen nähern sich die Podcast-Hosts der Erfahrung von Flucht und Vertreibung rund um das Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Gespräche mit internationalen Wissenschaftler*innen hören sich nahbar, reflektiert an und eröffnen neue Perspektiven im globalen Kontext. Ein ruhiger, gut aufbereiteter Beitrag, der zeigt, wie persönliches Erzählen und wissenschaftliche Tiefe Hand in Hand gehen können.

 

In Atmosphären

Podcast: Das Luftschloss (von Catrin Altzschner & Martin Frank (Deutsches Hygiene-Museum Dresden))

Diese Folge ist ein Ritt durch die Luftschichten von Kunst, Wissenschaft und Popkultur. Mit viel Witz, Neugier und einem Sinn fürs Überraschende tauchen die Hosts in die Welt der Atmosphären ein – von Algen im All bis zur Biosphäre in der Wüste. Die Mischung aus spannenden Gästen, kreativem Sounddesign und liebevoller Produktion macht richtig Spaß und schafft einen beeindruckend weiten Resonanzraum. Ein Podcast, der klüger macht und die Lust aufs Weiterhören weckt.

 

Die Anfänge

Podcast: Licht durch die Wand – Von Dunkler Materie und hellen Köpfen (von Moritz Löhn & Luca Bradley (siehe Foto))

Ein Laserstrahl, eine Mauer und die große Frage nach dem Unsichtbaren: Diese Podcast-Folge schafft es, ein auf den ersten Blick sperriges Thema wie Dunkle Materie in ein mitreißendes Hörerlebnis zu verwandeln. Mit starker Dramaturgie, tollem Sounddesign und einem klaren roten Faden berichten zwei Studierende der HAW Hamburg vom Experimentieren am DESY und von den Menschen, die hinter der Forschung stehen. Wissenschaft trifft hier auf Neugier und Humor. Eine spannende und professionelle Produktion, die sofort Lust auf mehr macht und deshalb im Rahmen des Audio Award preisgekrönt wird. 

 

Nichts geht ohne Oma und Opa? Großeltern als Care-Ressource in Krisenzeiten

Podcast: Who Cares? Ökonomie und Sorgearbeit in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Bundesrepublik (von Janine Funke, Hannah Schultes, Gina Fuhrich)

Diese Folge nimmt uns mit auf eine klug erzählte Reise durch die Geschichte von Großvätern als Sorgepersonen – ein Thema, das bisher kaum jemand auf dem Schirm hatte. Mit starken O-Tönen, spannenden Forschungseinblicken und einem guten Gespür für Sound und Storytelling gelingt es den Produzierenden Geschichte lebendig und nahbar zu machen. Der historische Blick bleibt im Fokus, ohne den aktuellen Bezug aus den Augen zu verlieren. Ein Folge, die zeigt, wie überraschend und eindringlich Wissenschaft erzählt werden kann. Hannah, Gina und Janine nehmen dafür sogar einen Preis mit nach Hause. 

YOUNG SCIENTIST AWARD [long] – Shortlist

In der diesjährigen Wettbewerbsrunde von Fast Forward Science fiel unserer Jury die Entscheidung besonders schwer – so viele spannende, kreative und gut gemachte Videos haben sie beeindruckt!

Der Young Scientist Award long wird gemeinsam mit dem Deutschen Zukunftspreis vergeben und richtet sich an Studierende, Promovierende und Postdocs (bis sechs Jahre nach der Promotion). Gesucht werden Video-Beiträge über drei Minuten, in denen Forschung auf anschauliche und spannende Weise möglichst vielen Menschen nähergebracht wird. Egal, ob die Teilnehmenden neu in der Social-Media-Welt sind oder schon zwanzig Videos produziert haben – entscheidend ist, dass sie ihre Lieblingswissenschaft packend präsentieren.

Neben den wunderbaren Beiträgen der Finalist*innen stellen wir euch noch drei weitere Videos vor, die es auf die Favoriten-Liste unserer Jury geschafft haben. Ein clever animiertes Lernformat, Stromspeicherlösungen für die Energiewende und ein hochprofessioneller Kurzfilm über die Wirkung des „gaze“ – diese Videos zeigen, wie kreativ, vielfältig und relevant Wissenschaftskommunikation im Bewegtbild stattfinden kann:

Beyond the Gaze (2025): Media Awareness for Media Inclusivity (For Educational Purposes)

Kanal: Center for Diversity, Media, and Law – DiML

Beyond the Gaze imaginiert, was Medien sein könnten und wie wir sie gestalten können als ein Raum, in dem jede*r einen Platz findet. Der Kurzfilm von Studierenden unter der Leitung von Prof. Greta Olson untersucht, wie „the gaze“ – weiße, kolonialistische, cis-hetero-patriarchale und ableistische Perspektiven in Medien vermittelt wird. Der Film zeigt Methoden auf, um Diskriminierung in Repräsentation, Produktion und Rezeption zu adressieren und macht anhand von Kameraarbeit, Schnitt und Ton sichtbar, wie Medienerfahrungen gesteuert werden. Protagonist*innen mit verschiedenen Perspektiven berichten, wie „the gaze“ sie persönlich beeinflusst hat und wie man Medien genießen kann, ohne bestehende Hierarchien zu naturalisieren.

Für unsere Jury sticht der Beitrag deutlich heraus; er sei höchstprofessionell umgesetzt, wie ein Kurzfilm inszeniert, mega spannend und adressiere ein wichtiges Thema. Die gigantische Produktionsqualität macht Sozialwissenschaften greifbar und relevant.

Strom im Überfluss – und trotzdem droht der Blackout!?

Kanal: OpenFutura

Was passiert, wenn die Sonne untergeht und der Wind sich legt – aber der Strombedarf steigt? Die Energiewende steht und fällt mit der Frage, wie wir erneuerbare Energie speichern können. In seinem Video nimmt Julian Witusch uns mit auf eine Reise durch die Welt der Stromspeicherung: Ob Lithium-Ionen-Batterien, Wasserstoff oder Gravitationsspeicher – alles wird verständlich erklärt, wissenschaftlich fundiert und visuell anschaulich. Für unsere Jury ein super Video: sehr verständlich formuliert, gut illustriert, mit klarer Storyline und vorbildlicher Quellenangabe. Besonders gefällt die Aktivierung der Zuschauer: „Was denkst du? Was könntest du tun?“ Ein aktuelles Thema, das die Herausforderungen der Energiewende greifbar macht.

 

Vom Lern-Muffel zum Lern-Ninja: Eine kurze (Video)-Anleitung zum selbstorganisierten Lernen.

Kanal:

In einer zunehmend digitalisierten Welt wird selbstorganisiertes Lernen immer wichtiger – doch oft wird es nicht konkret vermittelt. In ihrem animierten Comicfilm für 10- bis 14-Jährige zeigt ein vierköpfiges Team, wie Kinder ihre eigenen Lernprozesse steuern können. Ein Kind tauscht sich mit einem wissensreichen Roboter aus und entdeckt mit ihm die Phasen des selbstregulierten Lernens nach Zimmermann – anschaulich, praxisnah und mit konkreten Tipps. Die Künstlerin Solveig Gresselmeyer gestaltet den Comic, während Garvin Brod, Jasmin Breitwieser und Lea Nobbe vom Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) die wissenschaftliche Expertise einbringen. Für unsere Jury insgesamt gut gemacht und ansprechend animiert: Der Roboter als zentrale Figur funktioniert hervorragend, der Comic-Stil ist cool, die Inhalte klar strukturiert und gut verständlich, dazu kommt eine vorbildliche Quellentransparenz.

Eigentlich dürften wir nicht existieren

Kanal: science_caro

Warum gibt es uns eigentlich? Nach den Regeln der Physik hätten sich Materie und Antimaterie kurz nach dem Urknall vollständig gegenseitig auslöschen müssen – und das Universum wäre leer geblieben. In ihrem animierten Video nimmt Preisträgerin Carolin Malmendier uns mit zu den allerersten Sekunden nach dem Urknall und erklärt, welche physikalischen Prozesse dafür gesorgt haben könnten, dass ein kleiner Überschuss an Materie übrig blieb. Mit klaren Bildern, gutem Storytelling und viel physikalischem Know-how macht sie eines der größten Rätsel des Kosmos greifbar. Für unsere Jury: richtig gut – auch für Nicht-Naturwissenschaftler*innen bestens verständlich, sprachlich gut begleitet und visuell stark umgesetzt.

 

Warum sind Röntgenbilder (immer noch) schwarz-weiß?

Kanal: Dominik John

In dem Beitrag nimmt uns Preisträger Dominik John mit in die faszinierende Welt der medizinischen Bildgebung und geht einer Frage nach, die wir uns vielleicht alle schon mal gestellt haben: Warum sind Röntgenbilder eigentlich immer noch schwarz-weiß? In seinem Video zeigt er, wie neue Technologien und KI-gestützte Bildverarbeitung schon bald beim Röntgen Farbe ins Spiel bringen könnten. Das Ziel: noch mehr Details sichtbar machen und Krankheiten wie Krebs früher erkennen. Fachlich top, anschaulich erklärt und mit spürbarer Begeisterung. Für unsere Jury ein klarer Favorit: sehr gut illustriert, mit klar beschriebenen Anwendungsfeldern und einer fundierten Darstellung der dahinter liegenden Wissenschaft – ein starkes Debüt für seinen jungen Kanal!

_______________________

Hier geht’s zum Überblick über die diesjährigen Preisträger*innen von Fast Forward Science.