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Riesen-Pflanzenfresser-Hypothese

Na hoppla! Elefanten auf nordrheinwestfälischem Ackerland? Ganz recht, die lebten hier nämlich zu Urzeiten, also vor mindestens 200.000 Jahren. Würden sie das vielleicht noch heute tun, wenn der Mensch nicht wäre? Warum sieht unsere Landschaft eigentlich so aus, wie sie aussieht, und nicht ganz anders?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich unterschiedliche Gruppen von Geobotanikern und Ökologen. Einige dieser Forscherinnen und Forscher vertreten die sogenannte Megaherbivorenhypothese. Ausgehend von der Tatsache, dass sehr große Pflanzenfresser auch heute noch einen immensen Einfluss auf das Ökosystem haben, besagt diese These grob Folgendes: Nach der letzten Eiszeit, die vor etwa 10.000 Jahren endete, kann es keine dichten Wälder gegeben haben, denn den Megaherbivoren haben die Bäume einfach zu gut geschmeckt. Damit wird der Vermutung widersprochen, dass eine flachere Vegetation sich erst durch den Eingriff des Menschen entwickelte.

Doch Moment mal: Megaherbivoren – what? Für die Kategorie SCITAINMENT vielleicht doch etwas zu viel Fachchinesisch. Dachten sich die Macher dieses Videos auch und entschieden sich prompt dazu, es für ihr Publikum zu übersetzen und mit einfachen Worten zu erklären – wie es sich für verständliche Wissenschaftskommunikation gehört. Mit liebevoll aufbereiteten Illustrationen und Animationen veranschaulichen Charlotte Hintzmann und Matthias Ries die Prozesse der Vegetationsbildung und die aktuelle Forschungslage in Westfalen-Lippe.

Online-Voting für die Community Awards

Das Video „Riesen-Pflanzenfresser-Hypothese“ ist eines von 21 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 14. September bis zum 14. Oktober 2018 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Die drei Videos, die am besten abschneiden, gewinnen die Community Awards. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

Gewinnspielfrage: Welche Tiere sollen den Bewuchs in Westfalen-Lippe offen halten?

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, schickt die richtige Antwort per E-Mail an: onlinevoting-ffs@w-i-d.de

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