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#HowToWebvideo Teil 7: Die Postproduktion

Jetzt geht es an den letzten Teil! Sieh, wie aus einzelnen Clips dein Wissenschaftswebvideo wird.

 

Bei der Postproduktion hängst du die einzelnen Clips aneinander, gestaltest die Übergänge, passt den Ton und die Musik an und fügst visuelle Effekte oder Banner ein. Das Ziel ist das fertige Video. Plan dafür genug Zeit ein – die Postproduktion dauert gerne länger als erwartet, vor allem, für Webvideo Neulinge.

 

Der Schnitt

Beim Schnitt schneidest du die einzelnen Clips, die gedreht wurden, passend zu und bringst sie in die richtige Reihenfolge.

Tipps für den Schnitt: 

  1. Verschaff dir einen Überblick über das Schnittprogramm. Die meisten Programme sind ähnlich aufgebaut. Es gibt einen Bereich wo Medien gesichtet und ins Projekt importiert werden. Es gibt Werkzeuge wie schneiden, trimmen, verschieben und Video- und Tonspuren können übereinander gelegt werden. Spiel herum und schau für Hilfestellungen ruhig im Internet nach. Zu vielen Programmen gibt es große Communitys, die sich in Foren oder über Tutorials austauschen!
  2. Sichte das Material und such dir die benötigten Clips raus. Benenne diese dann direkt sinnvoll um, z. B. mit Hilfe des Storyboards, und importiere sie anschließend ins Projekt. Schneide dann die Clips passend zu und füge sie in der richtigen Reihenfolge in deinen Arbeitsbereich ein.
  3. Nutze, wenn nötig, B-Roll. Mit B-Roll wird zusätzliches Material bezeichnet. Das können z. B. kleine Clips oder Bilder sein, die das gesprochene bildlich wiederspiegeln. Du kannst damit auch unterschiedliche Perspektiven oder Details einer Szene zeigen. Das sorgt für Abwechslung und schafft eine zusätzliche Räumlichkeit. Hier ein Artikel von Techsmith.de zu dem Thema.  

 

Am Ende des Blogbeitrags findest du Links zu B-Roll-, Bild- und Icon-Datenbanken und eine kleine Auswahl an Schnittprogrammen.

 

Der Ton

Mit Ton ist einerseits Sprechertext bzw. Voiceover gemeint, andererseits Sounddesign und Hintergrundmusik.

Soll ein Voiceover über das Video gelegt werden, dann sprich den Text mit dem Handymikrofon oder einem Headset ein. Die meisten Handys haben eine integrierte Diktier- oder Notizen-App. Besseren Ton bietet ein externes Mikro oder einen Audiorecorder. Die Anschaffung lohnt sich vor allem, wenn du planst noch viele weitere Videos zu machen. 

Achte bei den Aufnahmen auf einen ruhigen Ort, um keine Störgeräusche zu haben. Also alle Fenster schließen und in einen kleinen Raum, der möglichst wenig Hall bietet, gehen. 

So sieht übrigens mein „Tonstudio” zuhause aus. Einfach die Bettdecke über den Kopf und schon bin ich in einer hallarmen Umgebung. 

Ein gutes Open Source Programm für die Audiobearbeitung ist Audacity. Damit kannst du ungewollte Passagen entfernen, die Lautstärke anpassen und Effekte einbauen. Pass die Audiospur im Videoschnittprogramm an die anderen Geräusche und die Musik an.

Nun fehlt noch die Musik und evtl. Geräusche. Achte beim Schnitt auf den Rhythmus der Musik. Schneide Bild und Musik rhythmisch zueinander, so entsteht eine wunderbare Dynamik.

 

Effekte

Effekte können ein Video aufpeppen. Das kann die einfache Einblendung eines Objekts sein bis hin zu einer Explosion. Viele Effekte lassen sich mit den Videoschnittprogrammen umsetzen. Für ausgefeilte Animationen benötigst du jedoch zusätzliche Software. Glücklicherweise gibt es gute kostenlose Schnitt- und Animationsprogramme und sehr viele hilfreiche Tutorials im Netz. 

Schau wie Effekte dein Video aufwerten können und probier etwas herum. Übertreibe es dabei aber nicht, da das Video sonst schnell überladen und unruhig wirken kann.

 

Rendern/Exportieren

Beim Rendern wird das Projekt zum fertigen Video. Dabei werden die einzelnen Elemente (Clips, Bilder, Musik, Effekte) zusammengefügt und zu neuen Bildern berechnet und kodiert. Durch das Exportieren (dabei rendern die meisten Programme automatisch) wird das Projekt schlussendlich zu einer Videodatei. Die meisten Programme bieten vordefinierte Einstellungen für YouTube Videos, nutze diese. Je nach Leistungsstärke deines Computers, der Dateigröße des Materials und dem Einsatz von Effekten dauert das Rendern seine Zeit. Also nicht wundern, wenn ein 5 Minuten Video 3 Stunden zum Rendern benötigt. 

Plan genug Zeit ein, falls dabei etwas schief geht oder es in einem anderen Format erneut exportiert werden muss. 

Als Tipp: Bei langen Videos den Computer über Nacht arbeiten lassen, während man schläft. 

 

Auf YouTube

Und wie kommt das ganze jetzt auf YouTube? Nutze dazu am besten unsere YouTube Checkliste und die YouTube Hilfe.

Der letzte Schritt: Reiche dein Video bei Fast Forward Science ein. 

 

Linkliste

Video schneiden: Die besten kostenlosen Tools 2020 – Chip.de

 

DaVinci Resolve

Ein sehr vielseitiges und mächtiges Freeware Programm für Windows, iOS und Linux. Es kommt ursprünglich aus der Farbkorrektur, ist aber inzwischen ein umfangreiches und professionelles Videobearbeitungsprogramm. DaVinci Resolve hat eine große Online-Community. Dadurch stehen viele Tutorials und Hilfestellungen zur Verfügung. 

Shortcuts und Tutorial

 

Shotcut

Perfekt um unkompliziert Videos zu schneiden. Auch zu diesem kostenlosen Programm gibt es viele YouTube Tutorials zu finden.

Shortcuts und Tutorials . Dort ist auch eine deutschsprachige YouTube Playlist verlinkt.

 

Blender

Blender ist optimal für 3D Animationen geeignet. Wer mit Animationen schon immer mal experimentieren wollte, findet mit diesem kostenlosen Programm das passende Tool. Blender hat eine große Community, wodurch viele Tutorials, Kurse und Forenbeiträge bereit stehen. 

Tutorials

 

Wenn du dein Video am Handy schneiden möchtest, kannst du dir hier einen Überblick verschaffen. Bei vielen Handyapps muss man allerdings ein paar Euro investieren, um sie ohne Wasserzeichen zu nutzen oder alle nützlichen Funktionen freizuschalten.

 

Audacity ist ein Open Source Audioschnittprogramm. Es enthält alle wichtigen Funktionen für die Audiobearbeitung. Tutorials und Foren sind zahlreich vorhanden. 

Shortcuts und Tutorials

 

 

Datenbanken

Nun folgen Datenbanken für Musik, Geräusche und Bildmaterial. Bei den genannten Datenbanken sind die Stücke meistens unter Creative Commons Lizenz veröffentlicht. 

Ganz wichtig: Achte immer auf das Copyright. Vergiss nicht, die genutzten Elemente, die unter Copyright stehen, im Videoabspann und am besten auch in der Videobeschreibung zu nennen. Die Lizenz der einzelnen Elemente steht immer mit dabei! Manchmal muss der oder die Urheber*in genannt werden, manchmal auch nicht.

 

 

Wir sind gespannt auf dein Wissenschafts-Webvideo. 

Viel Erfolg beim Wettbewerb!

 

 

Wer steckt hinter der #HowToWebvideo-Reihe? Carla Reinhardt ist Teammitglied von Fast Forward Science. Nächste Woche Dienstag folgt der letzte Beitrag der Reihe. Viel Spaß beim Umsetzen und Nachmachen! Wir freuen uns schon auf dein Wissenschafts-Webvideo!

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