Manche Themen brauchen ein bisschen mehr Zeit. Beim Young Scientist Award [long] können junge Forschende tiefer in ihre Themen einsteigen, Zusammenhänge erklären und ihre Geschichten ausführlicher erzählen. Der gemeinsam mit dem Deutschen Zukunftspreis vergebene Award richtet sich an Studierende, Promovierende und Postdocs bis sechs Jahre nach der Promotion. Auch in diesem Jahr zeigt die Shortlist, wie unterschiedlich das aussehen kann.
Vier Beiträge haben es in die Auswahl geschafft und zwei von ihnen werden bei unserer Preisverleihung am 17. Oktober ausgezeichnet.
You’ve never seen a clockwise circle pit. Here is why.
YouTube: Dr. Nemo

Wenn verschiedene wissenschaftliche Disziplinen aufeinandertreffen, entstehen oft die spannendsten Geschichten. Genau das macht sich dieser Beitrag zunutze und verbindet unterschiedliche Perspektiven zu einem originellen Gesamtbild. Mit abwechslungsreichen Erzählformen und einem sicheren Gespür für Dramaturgie zeigt der Creator, wie kreativ Wissenschaftskommunikation sein kann. Die souveräne Umsetzung macht neugierig auf weitere Videos.
Die Wissenschaft hinter der Mammut-Maus erklärt
instagram: @aut.sid

Wer tiefer in ein wissenschaftliches Thema eintauchen möchte, ist hier genau richtig. Mit einer klaren Struktur und gut nachvollziehbaren Erklärungen nimmt der Creator sein Publikum Schritt für Schritt durch komplexe Zusammenhänge mit. Besonders zum Ende hin eröffnet der Beitrag spannende Perspektiven und zeigt das große Potenzial des Formats. Ein vielversprechender Kanal, der neugierig auf die nächsten Videos macht.
Der GENDER HEALTH GAP – Mut zur Lücke im Gesundheitssystem
instagram: @mimi.molar

Dieses Thema betrifft uns alle, genau deshalb gelingt der Einstieg so leicht. Mit einer sympathischen und nahbaren Art erklärt der Beitrag wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich und zeigt, warum sie für den Alltag relevant sind. Die moderne Aufbereitung im Social-Media-Stil macht neugierig und lädt dazu ein, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Ein Beitrag, der zeigt, wie Wissenschaft auch neue Zielgruppen erreichen kann.
Die Macht der Standardsprache. Wie Bewertungen von Standardsprache Vorurteile verstärken.
instagram: @wissenmachtsar.ah

Gute Wissenschaftskommunikation braucht nicht immer Tempo, manchmal braucht sie vor allem Raum für ein Thema. Diesen Raum nutzt dieses Video mit einer hochwertigen visuellen Umsetzung und einer klaren Erzählweise, die auch komplexe Zusammenhänge verständlich macht. So entsteht ein ebenso fundierter wie sehenswerter Beitrag, der zeigt, welches Potenzial längere Videoformate für die Wissenschaftskommunikation haben.