ANSTECKEND – Gewinner der Super Fast – 24h-Instagram-Challenge 2020

Das Thema der diesjährigen Super Fast – 24h-Instagram-Challenge war ANSTECKEND. 18 Instagrammer haben sich anstecken lassen und sich der Herausforderung gestellt, innerhalb von 24 Stunden eine Instagram-Science-Story zu erstellen. 

Trotz des vorgegebenen Themas behandelten die Stories ganz unterschiedliche Bereiche:  von Verschwörungstheorien, über Experimente, Pilze, den Laboralltag, Glück und sogar einem sokratischen Dialekt, war alles dabei. Wir sind beeindruckt, wie die Teilnehmenden Wissenschaft und das Medium Instagram so vielseitig und geschickt zusammengebracht haben.

 

Die Sieger-Story der diesjährigen Super Fast – 24h-Instagram-Challenge ist:

 

Ansteckend: Borkenkäfer schädigen den Wald von @tobiology.de

 

Tobias Brügmann nimmt uns in seiner Story mit in den Wald, bzw. in das Arboretum des Thüne-Instituts, und macht sich auf die Suche nach Borkenkäfern. Er zeigt uns wie und wo diese bleistiftspitzengroßen Plagegeister Schaden anrichten. 

Tobias schafft es einfach und interessant zu vermitteln, wie brisant das Thema Waldsterben ist und wie wichtig dabei intakte Ökosysteme. Die Story nutzt die vielfältigen Möglichkeiten von Instagram, um das Thema abwechslungsreich und anschaulich zu vermitteln. Die eingesetzten Elemente haben die Story einerseits aufgelockert und andererseits dabei unterstützt die Informationen gut zu vermitteln, mit großem Lerneffekt. Die Jury betonte besonders die gelungene Darstellung des wissenschaftlichen Alltags. Wir sagen nur, weiter so! 

 

Der Sonderpreis der Schering Stiftung für die beste Instagram-Story eines oder einer Freischaffenden geht an:

 

Achtung: Höchst Ansteckend! Falschinformationen während der Infodemie von @stina.biologista

 

Das Thema Fake News ist vor allem in Zeiten von COVID-19 wieder sehr wichtig geworden. Wir werden von Informationen überflutet und stehen vor der Aufgabe, richtige von falschen Informationen zu unterscheiden.

Stina Börchers beleuchtet in ihrer Story die Ausbreitung von Fake News und wieso Menschen ihnen glauben schenken. Mit Hilfe von selbst entworfenen Infotafeln und anschaulichen Beispielen, schafft sie es nicht nur, die Feinheiten der Begriffe Infodemie, Misinformation und Desinformation gut zu vermitteln. Sie erklärt auch wieso man auf Fake News hereinfällt, wer sie verbreitet und wie man sie erkennt. Die Jury lobte die gut gewählten Quellen und Inhalte für dieses äußerst wichtige und aktuelle Thema. Auch Stinas Wahl, die Story mit englischen Untertiteln zu versehen, wurde sehr positiv bewertet, da es die Informationen für eine größere Zielgruppe zugänglich macht.

 

Wir gratulieren Tobias und Stina und hoffen noch viel von ihnen zu hören und zu sehen!

Alle eingereichten Science-Stories könnt ihr auf YouTube in unserer Playlist anschauen.

Hier sind sie – die Gewinnervideos 2019

Hier sind sie – die Gewinnervideos 2019

120 Webvideos wurden bei Fast Forward Science 2019 eingereicht. Der Jury wurde die Entscheidung nicht leicht gemacht, unter den Einreichungen die visionärsten, unterhaltsamsten und verständlichsten auszumachen. Doch die Jury hat es geschafft und eine Wahl getroffen. Auch das Publikum stimmte in den vergangenen vier Wochen tatkräftig für seine Favoriten und kürte aus 17 Finalisten die Preisträger der Community Awards. Damit stehen die Gewinnerinnen und Gewinner des Fast Forward Science Webvideo-Wettbewerb 2019 endlich fest.

In den unendlichen Weiten des Weltalls finden wir schwarze Löcher aber auch Asteroiden, von denen wir in Zukunft entweder Ressourcen abbauen könnten oder das Ende der Erde befürchten müssen. Doch wird wirklich ein Killerasteroid die Welt zerstören oder doch vielmehr der Klimawandel? Vielleicht können wir dem ja entgegenwirken, beispielswiese durch weniger Fleischkonsum oder Veganismus. Schließlich revolutioniert die Genschere gerade die Pflanzenzüchtung. Oder muss nur eine andere Proteinquelle her? Insektenburger bieten eine nachhaltige Alternative. Relevante wissenschaftliche wie gesellschaftliche Themen des Jahres 2019 finden sich in den Gewinnervideos wieder. Wie durch Social-Media-Beiträge auf das Bewegungsverhalten von Menschen geschlossen wird oder warum soziale Netzwerke nicht vor Einsamkeit schützen, wird von den Gewinnerinnen und Gewinnern ebenfalls thematisiert.

Hier findet ihr eine Übersicht aller diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger in den Kategorien SUBSTANZ, SCITAINMENT und VISION sowie des Community Awards und der bereits im Mai stattgefundenen Super Fast – 24h Instagram-Challenge. Ihr wollt mehr über die Videos und die Videoproduzenten erfahren? Allen Gewinnern haben wir noch eine Vorstellung auf unserer Preisträgerseite gewidmet. Viel Spaß beim Ansehen!

Hier geht’s zur Playlist auf YouTube.

 

Kategorie SUBSTANZ
Kategorie SCITAINMENT
Kategorie VISION
Community Award
Super Fast

 

Kategorie SUBSTANZ

Komplexe wissenschaftliche Themen leicht verständlich und unterhaltsam erklärt – in der Kategorie SUBSTANZ müssen die Videos inhaltlich überzeugen.

1. Platz: Fake Facts [Part 1] | Semeur

2. Platz: Wie fotografiert man ein schwarzes Loch? | Doktor Whatson

3. Platz: Einsamkeit | Kurzgesagt – In a Nutshell

Preisgeld: 3.000€ | 2.000€ | 1.000€

 

Kategorie SCITAINMENT

Die Gewinnervideos in der Kategorie SCITAINMENT haben einen hohen Unterhaltungsfaktor und zeigen ihren Zuschauern, dass es in der Forschung keineswegs langweilig zugeht.

1. Platz: Wie Wahrscheinlich ist der WELTUNTERGANG? | MariusAngeschrien

2. Platz: Kein Thema (prod. Dalton) | #EarthOvershootDay | NiksDa

3. Platz: Bewegungsprofile der Bevölkerung durch Social Media | marcel.inanutshell

Preisgeld: 3.000€ | 2.000€ | 1.000€

 

Kategorie VISION

Die Zukunft ins Auge fassen: Das vollbringen die Gewinnervideos in der Kategorie VISION. Sie lassen uns heute schon wissen, was morgen durch Wissenschaft und Forschung von Bedeutung sein wird. Partner der Kategorie VISION ist der Deutsche Zukunftspreis – Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation.

1. Platz: Wie wird man eigentlich Billionär? | Asteroidenbergbau | Raumzeit – Vlog der Zukunft

2. Platz: CRISPR/Cas9 in der Pflanzenzüchtung – Joram unterwegs | erforschtCRISPR

3. Platz: Insekten auf dem Teller: Was halten wir von Novel Food?Universität Osnabrück

Preisgeld: 3.000€ | 2.000€ | 1.000€

 

Community Award

Für den Publikumspreis zählen wir alle „Mag-Ichs“ und Kommentare, die für die Finalistenvideos im Zeitraum vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 auf YouTube abgegeben wurden. Gewonnen hat das Webvideo, das während des Online-Votings die meisten User-Reaktionen sammeln konnten.

Einsamkeit | Kurzgesagt – In a Nutshell

Preisgeld: 1000€

 

Super Fast

Die Instagram-Stories der Super Fast – 24h Instagram-Challenge wurden vom 18. bis 19. Mai 2019 in maximal 24 Stunden zu dem von uns vorgegebenen Thema „Hero“ produziert. Der Gewinner wurde am 21. Mai bekanntgegeben.

Die Heldenreise | Dannybanause

Preisgeld: 1000€

 

 

„Wir sollten von inspirierenden Forscherinnen berichten und Vorbilder schaffen“

Interview mit Marlene Heckl über ihr Video zum Deutschen Zukunftspreis

Marlene Heckl wurde 2018 mit ihrem Video „Ein Herz aus Spinat“ bei Fast Forward Science in der Kategorie VISION ausgezeichnet. Sie wurde vom Deutschen Zukunftspreis, Partner der Kategorie VISION, ausgewählt, um zu den Themen des Deutschen Zukunftspreises ein Video zu produzieren. Ihr Video über die Forschung von Prof. Dr. Helga Rübsamen-Schaeff zum Cytomegalievirus (CMV) hat Marlene jetzt veröffentlicht. Wir haben Marlene gefragt, wieso sie genau dieses Thema so fasziniert hat, wie es bei ihr hinter den Kulissen läuft und woher sie ihre Inspirationen nimmt.

 

 

Warum hast du dich gerade für die Forschung von Prof. Dr. Helga Rübsamen-Schaeff, die Preisträgerin des Deutschen Zukunftspreises 2018, entschieden?

Ich fand, Frau Prof. Rübsamen-Schaeff ist eine beeindruckende und inspirierende Frau. Ihr Forschungsthema ist ein sehr wichtiges und spannendes Gebiet,  das bislang noch nicht so viel Beachtung in den Medien gefunden hat. Die meisten Leute haben wahrscheinlich noch nie etwas von dem Cytomegalievirus (CMV) gehört. Dabei ist über die Hälfte der Bevölkerung mit diesem Herpesvirus infiziert. Normalerweise merken wir davon nichts, weil das Virus sich in einer Art Ruhezustand in unserem Körper befindet. Aber, wenn die Immunabwehr geschwächt ist oder auch bei Neugeborenen oder bei Menschen höheren Lebensalters kann das Virus aus diesem Ruheschlaf erwachen und dann ziemlich schwere Infektionen auslösen.

Bisher gab es nur sehr wenige Medikamente, die man hier einsetzen kann und leider haben die alle schwere Nebenwirkungen. Und nun hat ein deutsches Forscherteam es geschafft zum ersten Mal einen Wirkstoff zu entwickeln, der nach einem ganz anderen Wirkmechanismus funktioniert. Durch diesen neuen Wirkmechanismus hat das Medikament besonders wenige Nebenwirkungen und kann sogar präventiv, also vorsorglich, bei Risikogruppen eingesetzt werden. Beispielsweise bei einer Knochenmarkstransplantation, bei der die Immunabwehr des Patienten besonders geschwächt ist.

Für mich war das Besondere, dass es ein ganz neues Medikament ist, das es vorher noch nicht gab und dass es eine deutsche Forscherin war, die es maßgeblich entwickelt hat. Der Weg, den Prof. Rübsamen-Schaeff bis zum fertigen Wirkstoff auf sich nehmen musste, war dabei keineswegs leicht.  Sie musste viel dafür kämpfen und einige Hürden nehmen, um die Entwicklung des neuen Medikaments vorantreiben zu können. Schlussendlich hat sie sogar extra ein eigenes Unternehmen gegründet, um den Wirkstoff  zur Marktreife entwickeln zu können. Das fand ich einfach einen sehr mutigen und beeindruckenden Schritt. Nicht viele trauen sich das zu.

Wie viel Arbeit und Ausdauer in der Entwicklung eines Medikaments steckt, wissen die meisten Leute gar nicht und darüber ein Video zu machen und das zu zeigen, fand ich besonders spannend.

 

Das Thema ist ziemlich komplex. Wie bist du an die Produktion des Videos herangegangen?

Also erstmal habe ich natürlich intensiv zu dem Thema recherchiert. Ein bisschen wusste ich darüber schon aus dem Studium, aber für das Video habe ich mich in neueste Studienergebnisse eingelesen und versucht den aktuellen Stand der Wissenschaft abzudecken. Also, was wissen wir überhaupt über das Cytomegalievirus und warum sind die Forschung und das Wissen darüber wichtig für uns und unsere Zukunft.

Als nächstes habe ich ein Interview mit Frau Professor Rübsamen-Schaeff geführt und sie selbst gefragt, wie sie denn zu der Forschung an diesem Medikament gekommen ist, wie der Entwicklungsprozess war, welche Schwierigkeiten es gab und wie sie die Probleme dabei gelöst hat.

Anschließend habe ich ein Konzept für das Video geschrieben. Ich habe mir überlegt, was ich an dem Thema besonders interessant finde und was wichtig ist, um den eher komplexen Wirkmechanismus des Medikaments zu verstehen. Wie kann man das so einfach darstellen, dass es jeder versteht, aber nicht so vereinfacht, dass es falsch wird?

Ich habe das Video dann zweigeteilt: In einen Moderationsteil, in dem ich direkt in die Kamera spreche und immer den nächsten Abschnitt des Videos einleite und in einen Animationsteil, in dem ich das Fachliche erkläre. Dafür habe ich selbst Zeichnungen am Computer angefertigt, diese animiert und anschließend einen Text darüber eingesprochen. Manches kann man sich einfach besser vorstellen, wenn man ein Bild vor Augen hat, besonders wenn es so komplex ist.

Alles bis zum fertigen Video zu bearbeiten, also mit Recherche, Texten, Animieren, Schneiden usw. hat etwa drei Monate gedauert. Auch deshalb, weil ich nebenbei noch gearbeitet habe. Aber mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich habe auch eine Menge Neues dabei gelernt.

 

Hast du seit deinem ersten Video eine andere Herangehensweise? Hast du Tipps für Neueinsteiger?

Mein erstes Video „Ein Herz aus Spinat“, was ich letztes Jahr bei Fast Forward Science eingereicht habe, war von der Art, wie es produziert wurde, noch recht einfach. Dafür habe ich lediglich eine Präsentation gemacht, sie mit der Bildschirmaufnahme als Video aufgenommen und anschließend die Sprechstimme mittels Voice-Over darübergelegt.

Seitdem habe ich mich in meinen Videos immer weiter verbessert: Von meinem Preisgeld, das ich im Webvideo-Wettbewerb gewonnen habe, habe ich mir als erstes eine Ringlampe für die bessere Ausleuchtung gekauft, weil ich ausprobieren wollte wie es ist, selbst für ein Video vor der Kamera zu stehen. Ich habe immer mehr dazugelernt und versuche meine Videos nun jedes Mal ein bisschen besser zu machen und neue Dinge dabei auszuprobieren.

Als Tipp für alle, die sich selbst mal an der Video-Produktion versuchen wollen: Lasst euch nicht von eurem Perfektionismus bremsen. Das erste Video wird nie perfekt. Wenn ihr Szenen irgendwann zum zwanzigsten Mal dreht und sie immer noch nicht genau so sind, wie ihr sie haben wolltet – nehmt es einfach hin. Nehmt die Erfahrung mit und macht es einfach beim nächsten Mal anders. Es hilft auch sehr, sich mit anderen YouTubern zu vernetzen und sich auszutauschen, welche Technik sie benutzen und wie sie an ein Video herangehen oder Ideen umsetzen. Habt Spaß daran und seid immer neugierig. Das ist sowieso das, was einen antreibt.

Und ganz wichtig: Wählt ein Thema, das euch selbst interessiert und für das ihr brennt. Wenn man mit Leidenschaft bei der Sache ist, wirkt das viel authentischer und kommt beim Zuschauer auch besser an.

 

Wie schaffst du es Studium und Videos unter einen Hut zu bringen oder ergänzen sich die beiden Felder sogar?

Gutes Zeitmanagement. Ich arbeite ganz normal Vollzeit im Krankenhaus. An den Wochenenden recherchiere ich und drehe bzw. bearbeite meine Videos. So dauert es halt auch mal ein paar Wochen, bis ein Video fertig ist. Aber das ist okay. Für mich ist das ein Hobby und es macht mir sehr viel Spaß. Ich bin sehr gerne kreativ und das ist eine perfekte Ergänzung zum Medizinstudium.

 

Du hast sehr die Rolle der Preisträgerin als Frau in der Wissenschaft hervorgehoben. Findest du, dass Frauen einen schwierigen Stand in der Wissenschaft haben?

Ja, ich denke schon, dass es Frauen in der Wissenschaft eher schwer haben. Besonders Familie und Forschung lassen sich oftmals nur sehr schwer vereinen. Im Falle von Professor Rübsamen-Schaeff war das sogar eine besondere Herausforderung, weil sie alleinerziehend war.

Der Frauenanteil in der Wissenschaft wird nach oben auf der Karriereleiter immer kleiner: Vom Studium, über den PhD bis zum Post-Doc und schließlich Professor nimmt er immer weiter ab. Die Bedingungen, so wie sie derzeit sind, führen dazu, dass Frauen sich häufig zwischen Karriere und Familie entscheiden müssen. Das liegt zum Beispiel daran, dass die Stellen eher unflexibel gestaltet sind. Durch befristete Verträge stehen in kurzen Zeitabständen nicht nur Jobwechsel, sondern oft auch der Wechsel des Wohnortes an, was mit Kindern besonders schwierig ist.

Deswegen ist es auch wichtig über solche inspirierenden Forscherinnen wie Prof. Rübsamen-Schaeff zu berichten, die es trotz aller Widrigkeiten geschafft haben. Sie können Vorbild sein und jungen Wissenschaftlerinnen Mut machen ihre akademischen Ziele weiter zu verfolgen, selbst wenn die Umstände manchmal schwierig sind.

Woher nimmst du deine Inspiration/Ideen?

Ich komme eigentlich aus der journalistischen Richtung und betreibe einen Blog. Bei jedem Thema überlege ich mir, ob es sich nicht auch für ein Video eignen würde. Ich wähle eigentlich immer Themen, die mich selbst besonders interessieren. Themen, von denen ich denke, dass sie auch für andere Menschen faszinierend sind oder die weiter publik gemacht werden sollten. Meist komme ich darauf, weil ich schon mal einen Artikel darüber geschrieben habe oder ich in der Recherche zu einem anderen Thema am Rande darauf gestoßen bin, und das dann richtig spannend fand.

Grundsätzlich möchte ich gerne zeigen, wie schwierig, aber gleichzeitig auch wie spannend medizinische Forschung sein kann und wie bedeutsam sie für uns Menschen ist.

 

Was können wir in der Zukunft von dir erwarten? Was würdest du gern mal umsetzen?

Gerade beende ich mein Praktisches Jahr und bin voraussichtlich Ende dieses Jahres mit meinem Studium fertig. Da ich noch nicht genau weiß, welchen Facharzt ich danach machen möchte, werde ich die nächsten Monate nutzen, mir darüber Gedanken zu machen, wohin mein Weg gehen soll.

Außerdem habe ich mir auch gerade eine bessere Kamera gekauft. Ich habe richtig Lust, noch mehr und professionellere Videos zu machen, neues auszuprobieren und mir dafür mal richtig Zeit zu nehmen.

Egal wie es weitergeht, ich möchte auch auf jeden Fall immer gerne nebenbei Wissenschaftsvideos machen.

 

 

 

„HERO“ – Preisträger der Super Fast – 24h-Instagram-Challenge

Das Thema der diesjährigen Super Fast Challenge war „HERO“ und genauso heldenhaft haben sich die Teilnehmenden auf die schwierige Aufgabe gestürzt: Ein wissenschaftliches Thema in nur 24 Stunden in einer Instagram-Story zu verpacken. Wir waren nicht nur begeistert von den vielen verschiedenen Themen, sondern auch von der Rekordzahl von 18 Heldinnen und Helden, die ihre Instagram-Kräfte aktiviert haben! Auch wir arbeiten Super Fast und präsentieren euch 48 Stunden nach Ende des Wettbewerbs hier unsere Favoriten-Stories und den Preisträger.

Gewinner: „Die Heldenreise“

In dieser Story wird es episch. Unser Instagramgewinner @Dannybanause widmet sich dem literarischen Prinzip der Heldenreise, dem archetypischen Weg vieler Heldinnen und Helden in alten oder modernen Geschichten. Bei seinem Beispiel von Luke Skywalkers Heldenreise in Star Wars schlugen die Nerd-Herzen unserer Jury schneller. Er hat gezeigt, wie einfach die Geisteswissenschaften ihre Anwendung im Alltag finden und Literatur doch praxisbezogener sein kann als viele vielleicht denken. Doch selbst das heroischste Epos hat noch Verbesserungspotential: So hätten mehr Instagram-Storyelemente, wie Hashtags und Verlinkungen, der Story mehr Interaktivität und Gelegenheit zur weiteren persönlichen Recherche gegeben. Am Ende überzeugte das Video aber durch seine Ausgewogenheit in allen Kategorien – einfach eine runde Story.

 

Weitere Favoriten

Doch die Entscheidung war knapp! Andere Videos waren der Heldenreise dicht auf den (Achilles)-Fersen und haben die Jury in einzelnen Kategorien besonders überzeugt. In der Kategorie Inhalt stach A-Girl von DoktorWissenschaft besonders heraus. PlantsandPipettes glänzte in seiner Story zum Löwenzahn mit einem  spielerisch und trotzdem sinnvollen Einsatz verschiedener Storyelemente von Instagram. Besonders unterhaltsam ging es in Spiderman und die Physik von ScienceBirds um Spinnenseide.

And the winner is… Unsere Eindrücke von der Preisverleihung 2018

„Habe ich schon erwähnt, dass sich hier jemand richtig freut?“ – Klaus Russell-Wells vom YouTube-Kanal Joul drückt in seiner Videobotschaft aus, was am Abend der Preisverleihung am 8. November in Bonn allen Preisträgerinnen und Preisträgern ins Gesicht geschrieben steht.

Da ist Luisa, unsere jüngste Preisträgerin, die als Schülerin im Freitagsforscherclub am GEOMAR forscht und erst durch Fast Forward Science zur Wissenschaftskommunikation gekommen ist. Zur Preisverleihung hat sie ihren Bruder mitgebracht. Fast ein bisschen scheu nimmt sie auf der Bühne ihren Award entgegen. Im Rampenlicht vor rund 300 Menschen zu stehen, scheint ihr nicht ganz geheuer. Aber: Ihre Freude kann sie nicht verbergen. Sie strahlt.

Da sind Ronny und Christoph vom YouTube Kanal Raumzeit – Vlog der Zukunft, die sich unglaublich geehrt fühlen, dass ein Video ihres erst so jungen Kanals neben so „profimäßigen“ Videos von Mai und Klaus für ausgezeichnet wurde. Im Januar gingen sie mit ihrem ersten Video online, heute haben sie schon mehr als 14.000 Abonnenten, 85 Videos und eine Community, die hinter ihnen steht. Wie hätten sie sonst auch noch den Platz 3 der Community Awards nach den beiden größten YouTube-Kanälen maiLab (185.000 Abonnenten) und Dinge Erklärt – Kurzgesagt (300.000 Abonnenten) – beide in Kooperation mit funk – ergattern können! „Wir haben ihnen einfach gesagt: Leute, wir brauchen euch jetzt. Und das Preisgeld des Community Awards spenden wir, das haben wir ihnen versprochen“, sagt Ronny.

Julian vom YouTube-Kanal JWreloaded fragen wir, wie er zum Videomachen gekommen ist. Sein erstes Video sei 2011 ein Brickfilm gewesen, eine Verfolgungsjagd (Der Ausbruch), das ihm spontan mehr als 10 Millionen Views bescherte. Da wurde ihm klar, was er mit Videos erreichen kann, und er blieb dran.

Nach der Preisverleihung beobachten wir die Studentin Marlene, wie sie mit Mai, Lars und Klaus die Köpfe zusammensteckt und Ideen austauscht. Schließlich war ihr Gewinnervideo ihr erstes überhaupt. „Da kann man aber noch so viele andere Sachen machen“, schwärmt sie und ich glaube, zu erkennen, dass da gerade in ihrem Kopf ein paar neue Videos entstehen.

Spannend auch, was Mai von maiLab dem Publikum per Video über ihre Anfänge berichtet: „Ironischerweise ist das, wovor ich am meisten Angst hatte, jetzt das, was mir am meisten Spaß macht: die Interaktion mit der Community!“ Und dann kam einer dieser wunderbaren Mai-Momente: Sie freut sich per Videobotschaft über ihren Preis, hält inne, und gibt zu: „Das hier gerade ist insofern ein bisschen seltsam, weil ich ja auch gerade hier im Saal im Publikum sitze… Ich kann ja mal kurz aufstehen und winken.“ Da steht die „echte“ Mai live in der ersten Reihe auf und winkt. So macht man das halt, mit der Community interagieren. Herrlich.

Da sind weiter Charlotte und Matthias von der HAW Hamburg, beide sehr vergnügt und mit verrückten Ideen, wie sie auf die Bühne springen könnten – was sie dann doch nicht getan haben… Wir wundern uns, dass Matthias unseren Moderatoren und Juroren David wie einen alten Bekannten begrüßt. David klärt uns auf: Matthias gehörte auch 2016 schon zu den Gewinnern. Damals 3. Platz SCITAINMENT, 2. Platz SCITAINMENT 2018. Wir sind gespannt auf 2020…

Aber nochmal zu Klaus: Er ist ehrlich überrascht, dass er bei seinem ersten Versuch gleich zwei Preise abgeräumt hat. Das dickste Lob bekommt er von Mai: „Geile Videos. [Der Kanal] Joul – Energiewende & Nachhaltigkeit braucht mehr Abonnenten!“

Ganz spät am Abend – oder war es schon in der Früh? – bekommen auch wir noch ein dickes Lob, und zwar von Simon von IMAGE in MOTION. Es sei ja doch ein bisschen anstrengend, sich für nur einen Abend aufzuraffen und von Bremen nach Bonn zu kommen. Aber er fand den Kontakt mit uns, die E-Mails, die Telefonate, so besonders, dass er gar nicht anders konnte, als zu kommen, weil da ja jemand war, der sich ehrlich auf ihn freute. Hach… Danke.

Nicht alle Gewinner konnten zur Preisverleihung im Rahmen des 11. Forum Wissenschaftskommunikation kommen. Das Team vom Forum Genforschung aus der Schweiz hat gefehlt, Dinge Erklärt – Kurzgesagt musste leider absagen, Maria, Annika & Constanze konnten nicht anreisen. Und noch am Abend auf der Party erzählt mir Lars vom YouTube Kanal Lars und die Welt, dass er jetzt unbedingt den Screenshot auf der Bühne retweeten müsse, wo auch sein Kollege Fahri drauf ist, der leider nicht da sein kann.

So gesehen, waren ja doch alle hier. In unseren Gedanken auf jeden Fall!

Authentisch, sympathisch und eine Klasse für sich: Die Fast Forward Science Gewinnerinnen und Gewinner 2018: Luisa Linkersdörfer, Julian Witusch, Mai Thi Nguyen-Kim, Klaus Russell-Wells, Lars Dittrich, Simon Wenkelewsky, Ronny Bläß, Marlene Heckl, Charlotte Hintzmann, Matthias Ries, Christoph Böhler (v.l.u.n.r.o.). Foto: Gesine Born/WiD

 

 

 

Fast Forward Science 2018: Alle Gewinner!

Es ist soweit. Zum sechsten Mal hat der Webvideo-Wettbewerb für die Wissenschaft seine Gewinnerinnen und Gewinner gefunden. Die Jury setzte alles daran, aus den mehr als 125 eingereichten Videos die besten auszuwählen. Auch das Publikum stimmte in den vergangenen vier Wochen tatkräftig für seine Favoriten und kürte aus 21 Finalisten die Preisträger der Community Awards.

Von kommunikativem Gemüse, philosophierenden Fischen bis hin zu komponierenden Künstlichen Intelligenzen lassen uns die Gewinnervideos in diesem Jahr in verschiedenste Forschungsfelder der Wissenschaft blicken. Sie bringen Licht ins Dunkel der Homöopathie und Genforschung und schicken uns auf Mondkolonien und unter das Mikroskop. Mit einer Tasse Tee, selbstgebastelten Proteinen und liebevoll aufbereiteten Animationen erzählen sie uns von Fluoriden im Gehirn, Rinderwahnsinn und Megaherbivorenhypothesen. Nicht zuletzt geht es – natürlich – um die Rettung der Welt: durch Stromspeicher und Sektorenkopplung.

Hier findet ihr eine Übersicht aller diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger in den Kategorien SUBSTANZ, SCITAINMENT und VISION sowie des Spezialpreises Webvideo Excellence, der Community Awards und der bereits im Mai stattgefundenen 48h-Challenge Super Fast. Ihr wollt mehr über die Videos und die Videoproduzenten erfahren? Allen Gewinnern haben wir noch eine ausführliche Vorstellung auf unserer Preisträgerseite gewidmet. Viel Spaß beim Ansehen!

Hier geht’s zur Playlist auf YouTube.

 

Kategorie SUBSTANZ
Kategorie SCITAINMENT
Kategorie VISION
Webvideo Excellence
Community Awards
Super Fast

 

Kategorie SUBSTANZ

Komplexe wissenschaftliche Themen leicht verständlich und unterhaltsam erklärt – in der Kategorie SUBSTANZ müssen die Videos inhaltlich überzeugen.

1. Platz: „Fluoride verkalken das Gehirn!“

2. Platz: Wie gefährlich ist Rinderwahnsinn?

3. Platz: Gene Drives – Wundermittel? Biowaffe? Hype?

Preisgeld: 3.000€ | 2.000€ | 1.000€

Kategorie SCITAINMENT

Die Gewinnervideos in der Kategorie SCITAINMENT haben einen hohen Unterhaltungsfaktor und zeigen ihren Zuschauern, dass es in der Forschung keineswegs langweilig zugeht.

1. Platz: Biologische Stromspeicher… geht das?

2. Platz: Riesen-Pflanzenfresser-Hypothese

3. Platz: Tomaten im Weltall

Preisgeld: 3.000€ | 2.000€ | 1.000€

Kategorie VISION

Die Zukunft ins Auge fassen: Das vollbringen die Gewinnervideos in der Kategorie VISION. Sie lassen uns heute schon wissen, was morgen durch Wissenschaft und Forschung von Bedeutung sein wird. Partner der Kategorie VISION ist der Deutsche Zukunftspreis – Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation.

1. Platz: Was ist künstliche Intelligenz?

2. Platz: Kolonie auf dem Mond

3. Platz: Ein Herz aus Spinat – aktuelle Medizinforschung

Preisgeld: 3.000€ | 2.000€ | 1.000€

Kategorie Webvideo Excellence

Beim Spezialpreis Webvideo Excellence kommt es neben dem Inhalt besonders auf den Webvideo-Charakter und die filmische Qualität an. Dieses Jahr haben die Jury gleich zwei Videos vollauf überzeugt.

Dieser Spezialpreis wird von ZEISS gesponsert und wurde 2017 erstmals vergeben.

„Fluoride verkalken das Gehirn!“

Sektorenkopplung – wie die Energiewende in Level 2 weitergeht

Preisgeld: 500€ | 500€

Community Awards

Für den Publikumspreis zählen wir alle Likes und Kommentare, die für die Finalistenvideos im Zeitraum vom 14. September bis zum 14. Oktober 2018 auf YouTube abgegeben wurden. Gewonnen haben die drei Webvideos, die während des Online-Votings die meisten User-Reaktionen sammeln konnten.

1. Platz: „Fluoride verkalken das Gehirn!“

2. Platz: Homöopathie – Sanfte Alternative oder dreister Humbug?

3. Platz: Kolonie auf dem Mond

Preisgeld: 500€ | 300€ | 200€

Super Fast

Die Gewinnervideos der 48h-Challenge Super Fast wurden vom 13. bis 15. Mai 2018 in maximal 48 Stunden zu dem von uns vorgegebenen Thema „Alien“ produziert und bereits am 17. Mai bekanntgegeben.

1. Platz: Aliens unter dem Mikroskop

3. Platz: Wolbachia (die Superwoman unter den Bakterien)

3. Platz: Varunas Jenseits

Preisgeld: 500€ | 200€ | 200€

Fast Forward Science 2017: Das sagen die Gewinner #1

Warum drehen sie Wissensvideos? Was bedeutet ihnen der Wettbewerb Fast Forward Science? Und wofür werden sie das Preisgeld verwenden? In diesen sehr persönlichen Videostatements geben die Erstplatzierten von Fast Forward Science 2017 Einblick in ihre Motivationen. Die Videos wurden für die Preisverleihung am 28. November 2017 in Braunschweig produziert.

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Fast Forward Science 2017: Das sind die Gewinner!

Die Jury hat entschieden, das Publikum hat gewählt und jetzt stehen endlich die Sieger von Fast Forwards Science 2017 fest! Schon zum fünften Mal zeichnet der Videowettbewerb nun wissenschaftliche Webvideos aus. Und es wird nicht langweilig! Ganz im Gegenteil: Unsere diesjährigen Gewinner erklären die komplexesten Themen verständlich und sehr unterhaltsam, egal ob Robotik, Geophysik, oder Biologie. Auch an Experimenten aus Chemie und Physik wagen sie sich und liefern detaillierte Anleitungen zum Nachmachen – wer hätte gedacht, dass wir Hologramme und Solarzellen selbst bauen können? Nicht zuletzt werden endlich Fragen beantwortet, die wir uns tagtäglich stellen, sei es beim Musikhören oder während der letzten Erkältung.

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Uuunnd … Stop!

Unsere Einreichfrist ist zuende – ja, auch 10 Wochen können manchmal viel schneller vergehen, als man denkt. Am 18. Mai gestartet, ist der Zeitraum für Einreichungen beim diesjährigen Fast Forward Science bereits wieder vorbei. Wir freuen uns über eine Vielzahl von informativen, spannenden, lustigen, künstlerischen und manchmal gar ein wenig verrückten Webvideos zu Wissenschaft und Forschung!

Angefangen bei sozialen Phänomenen wie „Trauer“ bis hin zu modernen und extrem sicheren Kommunikationsmethoden mit Hilfe von Quantenphysik, der Bedeutung von Froschzucht für Reisbauern in Benin, dem Ablauf in einem schwarzen Loch und immer wieder Gentechnik in verschiedensten Anwendungsformen – die Liste der Themen von den eingereichten Webvideos ist lang und denkbar abwechslungsreich!

Nun ist unsere Jury dran – sie werden die Videos sichten und bewerten, was sicher keine leichte Aufgabe sein wird. Damit ihr euch bis zur Jurysitzung Ende September die Zeit vertreiben und eure Favoriten finden könnt, hier die Playlists unserer drei Hauptkategorien mit allen eingereichten Videos sowie die Playlist des DFG-Spezialpreises MeerWissen, für Jugendliche von 14-19 Jahren:

Playlist >>SUBSTANZ

Playlist >>SCITAINMENT

Playlist >>VISION

Playlist >>DFG-Spezialpreis MeerWissen

Die Zeit läuft… bis zum 31. Juli einreichen! #FFS16

Manche von euch kennen das Problem sicher nur zu gut: Man möchte unbedingt etwas machen, aber jetzt gerade ist das Timing irgendwie ungünstig. Also lieber auf morgen verschieben. Oder übermorgen. Oder nächste Woche. Aber manchmal kann das auch nach hinten losgehen und man verpasst die Chance auf Ruhm, Ehre und Gewinne von bis zu 3.000€… Also, reicht doch lieber jetzt gleich noch beim diesjährigen Fast Forward Science euer Video ein, denn am 1. August um 00:01 Uhr ist es schon zu spät!

Euch stehen in diesem Jahr die wohlbekannten Kategorien Substanz und Scitainment und die neue Kategorie Vision zur Auswahl. Und wenn ihr zwischen 14 und 19 Jahren alt seid, dann könnt ihr sogar bei unserem DFG-Spezialpreis MeerWissen einreichen. Apropos „Einreichen“: das ist gar nicht aufwendig! Einfach hier das Formular ausfüllen, den Link vom Webvideo reinkopieren und absenden!

In diesem Sinne: Der frühe Vogel …äh… verschiebt nichts auf morgen!
Wir freuen uns auf eure Videos!
Euer FFS-Team

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Teil 2: Unterhalten, Erklären, Visualisieren – so entstehen gute Wissenschafts-Webvideos #gutgemacht

Authentisch, verständlich und schön anzusehen – Erfolgsfaktoren deutschsprachiger Videomacher

Natürlich hab ich mir auch nicht die Gelegenheit entgehen lassen, mit denjenigen zu sprechen, die im deutschsprachigen Raum erfolgreich sind. Im Rahmen des 8. Forum Wissenschaftskommunikation fand die diesjährige Preisverleihung des Webvideo-Wettbewerbs Fast Forward Science statt. Dabei führten wir mit den Erstplatzierten Interviews.

Die Frau für Herausforderungen unter Zeitdruck, Maike Nicolai, Gewinnerin der “48h-Challenge Super Fast” betont, dass es auf die Motivation ankommt. Warum möchte ich machen, was ich mache? Wenn man diese Begeisterung dann noch auf das eigene Team übertragen könne, zögen alle an einem Strang.

„Wissenschaft muss nicht nur seriös sein, sondern auch gut aussehen!“ Karim Niazi,  Gewinner unserer Kategorie “Untitled. Künstlerisch│Wissenschaftliche Videos” setzt sich für das Schöne ein. Und bemerkt vollkommen zu Recht, dass es noch gar nicht lange her sei, dass Wissenschaft und Schöngeistiges Hand in Hand gingen, siehe Leonardo Da Vinci.

Sich selbst klar werden, was man eigentlich macht. Ein kurzes und simples Konzept zu haben, das ist das Erfolgsgeheimnis von Nico und Alex von TheSimpleClub. Den Gewinnern des Community Awards ist außerdem wichtig: Vor der Kamera immer man selbst zu sein, denn Authentizität lässt sich nicht vortäuschen. Wenn man dann auch noch viele Abonnenten mit seinem YouTube-Kanal erreichen möchte, sei eine Regelmäßigkeit und Häufigkeit an Beiträgen unabdingbar.

Stefan Müller, Mathe- und Physiklehrer und Gewinner der Kategorie Scitainment, setzt auf grundlegende Werte: Verständlich und unterhaltend müssten Wissenschafts-Webvideos sein. „Wissenschaft muss anschaulich rüber gebracht werden, es muss einfach, verständlich und interessant sein. Hier und da einen Spaß einbauen, damit die Leute bei der der Sache bleiben.“

Und schließlich unser „Wiederholungstäter“: David Peter gewann nicht nur im vergangenen Jahr in der Kategorie Super Fast, sondern er beteiligte sich auch in diesem Jahr mit zwei Videos am Wettbewerb. Und – was soll man sagen – beide waren erfolgreich! 1. Platz in der Kategorie Substanz und Platz 2. in der 48h-Challenge Super Fast. Er sagt: „Wichtig ist, dass man die Videos auch gerne guckt. Was ist der Kern der Geschichte und wie kann ich den umsetzen – humoristisch auch – dass es einen anderen interessiert?“

Das war die FFS-Preisverleihung 2015!

Wenn auch mit leichter Verspätung möchten wir hier doch noch einige Impressionen der Fast Forward Science Preisverleihung 2015 mit Euch teilen. Wir waren in diesem Jahr wieder zu Gast beim Forum Wissenschaftskommunikation, welches vom 30. November bis 2.Dezember in der Meistersingerhalle in Nürnberg stattfand.
Am Abend des 1. Dezembers, dem Ende des zweiten Konferenztages, fand dann die Fast Forward Science Preisverleihung statt. Was uns besonders freute: alle Preisträger hatten den Weg nach Nürnberg gefunden und dafür teils wirklich lange Zugfahrten auf sich genommen. Die Laudationes wurden von Mitgliedern der Jury gehalten, die Moderation des Abends übernahm Ulrich Grünwald von Quarks & Co. Er führte durch die 1 ½ Stunden Preisverleihung, in denen Preisträger in 2 Spezialpreisen und 3 Kategorien geehrt, 5 prämierte Videos gezeigt und 13 Blumen an die Preisträger verteilt wurden.
Natürlich durfte bei der anschließenden Aftershow-Party auch die richtige Livemusik nicht fehlen und so bildeten sich schnell Paare, welche zu dem Polkarock von Vladiwoodstok aus Nürnberg tanzten.
Trotzdem der Abend etwas länger war, nahmen viele der Preisträger an dem Barcamp am nächsten Morgen teil und nutzen die Chance mit Teilnehmern der Konferenz ins Gespräch zu kommen.