Aliens unter dem Mikroskop

In diesem liebevoll produzierten Video stellt Luisa verschiedene „Alien“ aus der Ostsee unter dem Mikroskop vor und bietet auch gleich eine Anleitung, wie man selbst Untersuchungsmaterial sammeln kann. Die Kieselalgen, Seepocken und der Polidora Wurm mögen auf den ersten Blick vielleicht skurril aussehen, sie sind aber perfekt an ihre Lebenswelt angepasst.

Fracking erklärt: Chance oder Risiko?

Wie durch Fracking neue Erdgasquellen erschlossen werden und welche Vor- und Nachteile diese Technologie für Energieversorgung, Klimabilanz und Grundwasserqualität haben kann, veranschaulicht der Informationsdesigner Philipp Dettmer in seinem Video.

Mitternachtsformel (a-b-c Formel)

Mit seinem Song über die a-b-c-Formel hat Johann Beurich alias DorFuchs nicht nur unzähligen Schülern geholfen, sich endlich die Mitternachtsformel und deren Herleitung zu merken, sondern auch die Fast Forward Science Jury beeindruckt.

Transferring Data…

Das Team um den Astrophysiker Dr. Pablo Rosado vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) blicken mit ihrem Video „Transferring data…“ auf die größten wissenschaftlichen FAILs der Wissenschaftsgeschichte. Protagonist, der Cyborg Tom, ist darauf programmiert, die Quellen für wissenschaftliche Fehlleistungen zu finden und auszulöschen. Tom gehört zu der Klasse fortgeschrittenen Humanoiden und jedes seiner Updates erhöht seine Menschlichkeit. Die Ironie des Videos liegt im Suchergebnis des Cyborgs: „Science does not fail. It is humans that always provoke fails.”

Faule Muskeln

„Faule Muskeln“ sind Super Fast – zumindest wenn der Kommunikator David Peter und sein Team vom Institut für Organische Chemie der Johannes Gutenberg Universität Mainz zu diesem Thema ein Video produzieren. In ihrem Video erzählt der Protagonist und Forscher Prof. Rudolf Zentel sympathisch und authentisch von einem missglückten Experiment und wirft dabei die Frage auf: „Was tun als Forscher, mit wissenschaftlichen FAILs?“ Publizieren natürlich – beispielsweise im „Journal of Unsolved Questions“. Bei dieser stringent und amüsant erzählten Geschichte gerät die Tatsache, dass wir es hier mit brandaktueller Forschung an künstlichen Muskeln zu tun haben, fast zur Nebensache.

Das Thema der 48h-Challenge Super Fast 2014 lautete „FAIL in der Wissenschaft“. 

Wie man sich unsichtbar macht

„Wie man sich unsichtbar macht“ ist eine Frage, die die Menschheit nicht erst seit Harry Potter beschäftigt. In seinem gleichnamigen Zeichen-Video erklärt Leon Baar anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse, wie es gelingen könnte, jemanden komplett unsichtbar zu machen. Der Schüler betreibt bereits seit seinem sechzehnten Lebensjahr den YouTube-Kanal 100SekundenPhysik, der mit rund 130.000 Abonnenten zu den größeren deutschsprachigen Angeboten gehört. Sein Video zur Unsichtbarkeit hat neben der Jury vor allem das YouTube-Publikum begeistert – die Kommentare und Mag-Ichs sprechen für sich.

Rosetta – Fabulous fables and tales of tails

„Touchdown! My new address: 67P!” twitterte jüngst Philae, der erste Roboter überhaupt, dem es gelang auf einem Kometen zu landen. Das Video „Rosetta – The fabulous fables and tales of tails” der European Space Agency (ESA) erzählt ein Stück brandaktueller Raumfahrtgeschichte. Die Protagonisten der liebevollen Animation sind das Raumschiff Rosetta und der Landungsroboter Philae, die sich vor über zehn Jahren auf große Mission ins All begeben. Dabei blicken sie gemeinsam auf ihre Ahnen zurück: Raumsonden, die sich einst wie sie auf den Weg machten, um Himmelskörper zu fotografieren und zu erforschen. Das Video des Teams um den Crossmedia-Spezialisten Sebastian Marcu überzeugt nicht allein aufgrund seiner wissenschaftlichen Relevanz. Es vermag, die Zuschauer durch erzählerischen Charme und großartige Gesamtkomposition durchweg in seinen Bann zu ziehen.

Teilchenzoo – Auf den Spuren von Higgs, Quarks und Photonen

Woraus besteht eigentlich unsere Welt? Na, aus vielen verschiedenen Teilchen! Elementarteilchen, um genau zu sein. Licht ins Dunkel der Teilchenmaterie bringt der Doktorand Marc Wenskat vom Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) dem Gewinnervideo. Mit Legosteinen, Matrjoschka-Puppen, einer exzellenten Bildsprachen und äußerst verständlichen Erklärungen widmet er sich mit Begeisterung Higgs, Quarks und Photonen und transportiert dabei vor allem eines: Forschung, insbesondere Teilchenphysik, macht einfach jede Menge Spaß.

Von der Natur lernen

Auch wer ganz kleine Tierchen anschaut und ganz kleine Oberflächenstrukturen untersucht, kann ganz große Entdeckungen machen. Wie das Team um den Ingenieur Dr. René Hensel aus dem interdisziplinären Bionikprojekt vom Leibniz-Institut für Polymerforschung und vom Max-Bergmann-Zentrum für Biomaterialien: Die Forscher sind wenige Millimeter großen Sechsfüßlern aus dem Waldesboden auf den Pelz gerückt, den sogenannten Springschwänzen. Sie konnten nachweisen, dass ihre Haut Flüssigkeiten allein aufgrund ihrer räumlichen Struktur Flüssigkeiten wie Wasser und Öl abweist. Ihr Video „Von der Natur lernen“ nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise vom Wald ins Labor hin zu Wabenstrukturen im Nanometerbereich und lässt ihn aktuelle Forschungsprozesse der Bionik hautnah erleben.

Muskelkater Explained

Zwei Studentinnen rennen von der Slowakei bis nach Österreich, um ein Video über Muskelkater zu produzieren? So ist es! Für diese körperliche Leistung gibt es natürlich keinen Preis. Wohl aber für ein Webvideo, das ein wissenschaftliches Thema stringent mit Charme und Witz zu erzählen vermag: „Muscle Soreness/Muskelkater Explained“ von Magda und Zuzanna Marečková, die an der University of Edinburgh Reproductive Biology bzw. an der University of St. Andrews Sustainable Development studieren. Das Video begnügt sich nicht mit der bloßen Erklärung der aktuellen Erkenntnisse zu den Ursachen von Muskelkater. Die beiden Videomacherinnen dringen in dem Video in die kleinsten Muskelfasern ein, erklären die darin stattfindenden biochemischen Prozesse und geben nützlich Alltagstipps, wie man Muskelkater bekämpfen und sogar vermeiden kann.