{"id":5204,"date":"2020-05-26T11:30:33","date_gmt":"2020-05-26T09:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/fastforwardscience.de\/?p=5204"},"modified":"2020-05-26T10:20:01","modified_gmt":"2020-05-26T08:20:01","slug":"filmen-in-zeiten-von-corona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fastforwardscience.de\/en\/2020\/05\/filmen-in-zeiten-von-corona\/","title":{"rendered":"Filmen in Zeiten von Corona"},"content":{"rendered":"<!DOCTYPE html PUBLIC \"-\/\/W3C\/\/DTD HTML 4.0 Transitional\/\/EN\" \"http:\/\/www.w3.org\/TR\/REC-html40\/loose.dtd\">\n<?xml encoding=\"utf-8\" ?><html><body><p><em>Der Corona Virus hat so manch einem einen Strich durch die Rechnung gemacht. So hei&szlig;t es &ndash; auch beim Filmdreh &ndash;&nbsp; Improvisieren! <\/em><em>Unser Kollege Yannick Brenz schreibt in diesem Gastbeitrag &uuml;ber seine Erfahrungen eines etwas anderen Trailerdrehs f&uuml;r Fast Forward Science.<\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ich stehe mitten auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Zum achten Mal ziehe ich mir nun ein neues Outfit an. Die Sonne brennt vom ungew&ouml;hnlich blauen Himmel &ndash; klar, kein Flugverkehr, keine Kondensstreifen. Ein verstohlener Blick nach links und rechts, doch nur wenige Leute gehen alleine oder zu zweit spazieren. Gestern hatte die Polizei noch Herumsitzende aufgescheucht und Picknicks aufgel&ouml;st. Heute ist der blau-wei&szlig;e Transporter bisher nicht aufgetaucht. Der Wind rei&szlig;t mir das Storyboard aus der Hand. &bdquo;Wirklich grandiose Bedingungen, um den neuen Fast Forward Science Trailer zu drehen&ldquo;, denke ich mir und laufe mit nur einem Schuh bekleidet den Zetteln hinterher.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Jedes Jahr l&auml;utet ein neuer Trailer den Fast-Forward-Science-Wettbewerb ein. Auch dieses Mal hatten wir alles vorbereitet. Das Konzept: bis ins Detail ausgearbeitet. Das Storyboard: ein krakeliges Meisterwerk. Das Filmteam: in den Startl&ouml;chern. Doch dann warf das Coronavirus alle unsere Pl&auml;ne und den Rest der Welt &uuml;ber den Haufen: Kontaktbeschr&auml;nkungen, Quarant&auml;ne, Hygieneregeln. Uns stellte sich deshalb die Frage, die jetzt wohl viele Filmemacher*innen besch&auml;ftigt: Wie kann Filmen in Zeiten von Corona trotzdem funktionieren?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Am h&auml;rtesten kollidierte Corona wohl mit dem Filmkonzept. Die urspr&uuml;ngliche Idee: Ein Kamerateam sollte sich im Mexican Standoff &agrave; la <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">The Good, the Bad and the Ugly<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> gegen&uuml;berstehen, abwartend, bis die Spannung nicht mehr auszuhalten ist und dann B&auml;m! &bdquo;Nicht lange z&ouml;gern! Nehmt am Wettbewerb teil.&ldquo; (Pro-Tipp: Eine Filmklappe gibt ein gutes Startsignal). Doch ein <em>Mexican Standoff<\/em> muss ein wichtiges Kriterium erf&uuml;llen &ndash; drei Personen. Das war laut den aktuellen Anti-Corona-Ma&szlig;nahmen jedoch unm&ouml;glich, h&ouml;chstens zwei Personen durften sich treffen. Die L&ouml;sung: Ich spiele alle drei Rollen gleichzeitig, ein <em>Mexican Standoff<\/em> mit mir selbst. Am Filmtag stopfte ich also drei Outfits in meine Satteltaschen, die schon randvoll waren mit Stativ, Kamera und anderem Equipment, und machte mich schwankend auf den Weg zum Drehort.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auf dem Tempelhofer Feld traf ich auf das gesamte Filmteam: Melanie. Zwar sind viele Videoformate, wie zum Beispiel der YouTube-Klassiker <em>Talking Head<\/em>, sehr gut alleine machbar. Viele Handgriffe sind zu zweit aber deutlich einfacher: multiple Kameraeinstellungen, Ausleuchtung, Regie, Feedback! Ein zweites Paar Augen und Ohren wahrt nicht nur die Kontinuit&auml;t im Skript, sondern liefert auch eine zus&auml;tzliche Perspektive und n&uuml;tzliche Ratschl&auml;ge. Au&szlig;erdem macht es zu zweit einfach viel mehr Spa&szlig;!&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Einige T&uuml;cken h&auml;lt Corona beim Filmdreh trotzdem bereit: Wie schaut man sich gemeinsam den letzten Clip an und wart dabei 1,5 Meter Abstand? Einfach das Handy auf einen Selfie-Stick montieren und die Brille aufsetzen. Wie gelingt das Audio trotz Maske? Ein Voiceover wirkt hier Wunder. Wie spielt man mehrere Rollen in einem Bild? Ganz einfach: Steadycam, h&auml;ufig umziehen und im Schnittprogramm die unerw&uuml;nschten Bereiche mit Masken ausblenden. YouTube-Tutorials helfen bei den <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=5OB7fzwJF18\">Grundlagen von Masken<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">&nbsp;weiter und liefern <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OWklPX2zPfU\">n&uuml;tzliche Hacks<\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Am Ende kommt es vor allem auf eines an: Kreativit&auml;t! Die aktuellen Einschr&auml;nkungen in der Corona-Pandemie m&uuml;ssen euch nicht nur einschr&auml;nken. Sie bieten auch Raum daf&uuml;r, neue Filmtechniken zu testen, zu improvisieren und gewohnte Konzepte aufzubrechen. Also: Nicht lange z&ouml;gern! Nehmt am Wettbewerb teil und werdet kreativ. <\/span><\/p>\n<\/body><\/html>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Corona Virus hat so manch einem einen Strich durch die Rechnung gemacht. So hei&szlig;t es &ndash; auch beim Filmdreh &ndash;&nbsp; Improvisieren! Unser Kollege Yannick Brenz schreibt in diesem Gastbeitrag &uuml;ber seine Erfahrungen eines etwas anderen Trailerdrehs f&uuml;r Fast Forward Science. Ich stehe mitten auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. 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