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Die Verhaftung der Dirigentin Ethel Smyth

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Ethel Smyth (1858-1944) war eine englische Komponistin und Dirigentin. Weil ihr guter gesellschaftlicher Stand gegen eine Berufsausübung sprach, setzte sich die Musikerin anders durch: Sie ging zunächst nach Leipzig, um dort frei studieren und ihre komponierenden Zeitgenöss*innen kennenlernen zu können.

Im Alter von 53 Jahren schloss Ethel Smyth sich wegen der Debatten über das Frauenwahlrecht der “Women’s Social and Political Union” an. Sie komponierte für die Organisation u. a. den “March of the Women”. 1912 warf sie Steine in die Fenster eines Londoner Ministers, wobei sie verhaftet und ins Londoner Holloway-Gefängnis gebracht wurde. Als der englische Dirigent Thomas Beecham sie dort besuchte, schrieb dieser: “Ich erreichte den Gefängnishof und sah, wie eine edle Gesellschaft von Märtyrerinnen auf und ab marschierte, aus voller Brust ihren Kriegsgesang schmetternd, während die Komponistin aus einem höher gelegenen Fenster schaute und den Takt mit der Zahnbürste schlug.”

Zum Beitrag
  • Disziplin
    Geisteswissenschaften / Humanities
  • Award
    OPEN BOX SPEZIAL

Teammitglieder

  • Josias Schill
    musicolostories
  • Charlotte Schönebeck
  • Nikolas Georgiadis