Einreichungen

Der abergläubische Arnold Schönberg

Zur Preisträgerübersicht Zur Übersicht Zur Preisträgerübersicht

Arnold Schönberg (1874-1951) war ein österreichischer Komponist zu Beginn des 20. Jahrhunderts und entwickelte die Zwölftontechnik, eine Reihenlehre, die sich sowohl von freier, ungeordneter Atonalität als auch von der Dur-Moll-Tonalität löst.

Arnold Schönberg setzte sich im Laufe seines Lebens, besonders nach seiner Emigration, mit seiner eigenen jüdischen Identität auseinander. In dieser Phase entstand die Oper “Moses und Aron”, für die er das Libretto selbst schrieb und sie über 30 Jahre hinweg immer wieder aufgriff. Schließlich gab er aber auf, sodass die Oper Zeit seines Lebens nicht aufgeführt werden konnte – und wohl auch gar nicht mit diesem Ziel komponiert wurde. Er hinterließ ein Opernfragment: vom dritten Akt existiert nur ein Libretto. Das Thema der Oper ist der Konflikt des Bilderverbots und der Vermittlung des Gottesgedanken. Dieser Konflikt wird von den beiden Protagonisten ausgedrückt: Moses erhält den göttlichen Auftrag, ist aber unfähig, ihn zu vermitteln, während sein Bruder Aron sich zwar gut ausdrücken kann, aber nicht fähig ist, den göttlichen Gedanken zu fassen.

Auf seinen Aberglauben bezogen ist es unfreiwillig komisch, dass der Komponist am 13. Juli 1951 starb – das war, wie könnte es anders sein, natürlich ein Freitag.

Zum Beitrag
  • Disziplin
    Geisteswissenschaften / Humanities
  • Award
    OPEN BOX SPEZIAL

Teammitglieder

  • Josias Schill
    musicolostories
  • Charlotte Schönebeck
  • Nikolas Georgiadis