Der Höhepunkt des Jahres – Die Preisverleihung 2019

Es war viel los im Wettbewerbsjahr 2019! In diesem Jahr wurden 120 Videos eingereicht, davon 46 Videos von Einzelkämpfern und 74 von Teams. Die zehn Gewinnerinnen und Gewinner haben wir am 14. November im STATE Studio in Berlin gebührend gefeiert.

Einige von ihnen sind für die Veranstaltung von weit her angereist. Auch Juroren und Partner haben es sich in diesem Jahr nicht nehmen lassen den Webvideoschaffenden persönlich zu gratulieren und eine Laudatio zu halten. Mit viel Applaus wurden Awards und Urkunden übergeben und anschließend im Duft des frischen Popcorns auf die fantastischen Gewinnervideos angestoßen.

Einen Rückblick auf die Preisverleihung gibt es im Video.

🎄 Damit verabschieden wir uns für dieses Jahr. Das Team Fast forward Science wünscht euch eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahrzehnt! 🎊

 

 

Gender & Diversity – auch bei Wissenschaftsvideos ein Thema?

In den vergangenen Jahren erlangten einige Tests an Bekanntheit, mit denen die Repräsentation von Frauen und die Reproduktion von Geschlechterrollen in Filmen geprüft werden können. Höchste Zeit also, sich einmal zu fragen, wie die Lage bei Wissenschaftsvideos aussieht und die Zahlen des aktuellen Fast-Forward-Science-Webvideo-Wettbewerbs näher anzusehen. Gastautorin Johanna Barnbeck ist künstlerische Forscherin und Kreativberaterin für Wissenschaftskommunikation. Als Gründerin von Spread the Nerd entwickelt sie mit ihrem Team Filme, Multimediaprojekte und neue Formate für Universitäten und Forschungszentren. Außerdem ist sie langjähriges Mitglied der Jury von Fast Forward Science.

 

Die Filmbranche wurde in den vergangenen Jahren durch die #askhermore- und #metoo-Bewegung aufgerüttelt und gezwungen, die eigenen Strukturen und Produktionsbedingungen zu reflektieren. Sie hat dafür gesorgt, dass die erzählten Geschichten, die abgebildeten Protagonistinnen und Protagonisten ein ganzes Stück vielfältiger und diverser wurden. Erzählt werden nicht mehr nur die Fantasien und Heldengeschichten weißer Männer.

Doch was hat das mit Wissenschaftsvideos zu tun? Institutionen und Wissenschaftskommunikatoren beauftragen und produzieren ja eher selten Hollywoodfilme. Zudem drehen sich Wissenschaftsvideos vornehmlich um Forschungsinhalte. Braucht die Diskussion hier also nicht geführt werden?

Weit gefehlt: Denn die Entscheidung, wie und mit welchen visuellen Mitteln eine Geschichte erzählt wird, enthält immer auch Momente, in denen Hierarchien und Geschlechterverhältnisse eine Rolle spielen. Soziale Aspekte werden visuell mit ausgedrückt,  Personen und Objekten schreiben wir eine kulturelle Bedeutung zu, wir ziehen Schlüsse aus dem Alter der Personen und daraus, in welchen Funktionen Männer und Frauen sichtbar sind.[1] Und so passiert es auch, dass wir bestimmte Ungleichheiten nicht als solche wahrnehmen, weil wir uns an sie gewöhnt haben und auf andere inhaltliche Aspekte achten.

Nun werden sich einige Kommunikatorinnen und Kommunikatoren vielleicht die Haare raufen und sagen: Auf was sollen wir denn noch alles achten? Die akkurate Darstellung und Übersetzung von wissenschaftlichen Inhalten für unterschiedliche Zielgruppen ist Herausforderung genug!

Eine Vielzahl von Studien belegt jedoch, dass es weibliche und diverse Identifikationspersonen als Vorbilder in den Medien und im Wissenschaftssystem braucht, um zu einem gleichberechtigten und vielfältigem Geschlechterverhältnis in Universitäten und Forschungseinrichtungen zu gelangen.[2]

Wissenschaftskommunikation muss also neben den Forschungsinhalten auch Gender und Diversität, Nachhaltigkeit und Klimawandel, Ethik, aber auch das Wissenschaftssystem selbst, angemessen abbilden. All das sind Querschnittsaspekte, die in der Kommunikation nicht vernachlässigt werden sollten, da sie sonst der Forschung nicht gerecht wird. Wissenschaftskommunikation sollte sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein.

Aber zurück nach Hollywood: Um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie viel oder wenig weibliche Figuren sichtbar sind und sich zumeist der Zuschauerin oder dem Zuschauer nicht zur Identifikation eignen, hat die Comiczeichnerin Alison Bechdel in einem ihrer Comics einen Test eingebaut. Von den Mainstreammedien wurde er Anfang der 2010er Jahre wiederentdeckt. Inzwischen gibt es eine Webseite[3], auf derErgebnisse des Tests für etwa 6.500 Filme von Nutzerinnen und Nutzern eingetragen werden können. Auch ist der Bechdel-Test heute nicht selten Teil von Filmkritiken.

 

Wie funktioniert der Bechdel-Test?

Der Bechdel-Test wertet Frauenrollen in Filmen aus, um mit den Ergebnissen zu verdeutlichen, dass Frauen immer noch unterrepräsentiert sind[4]. Mit dem Test lässt sich eine einfache Aussage über einen Film treffen: Gibt es weibliche Protagonistinnen mit denen sich Zuschauerinnen und Zuschauer jenseits eines stereotypen Rollenmodells identifizieren können? Denn in Filmplots funktionieren die Frauenrollen häufig nur in Relation zu den Männerollen: Ihre Unterhaltungen und ihr Handeln sind auf nur auf diese ausgerichtet.

Wie genau funktioniert der Test? Es sind drei Fragen, die für jeden Spielfilm oder jede Dokumentation leicht zu beantworten sind:

  • Gibt es zwei Frauenrollen, die einen Namen haben?
  • Sprechen sie miteinander?
  • Unterhalten sie sich über etwas anderes als Männer?

Das klingt wie ein Scherz, doch es ist erschreckend, wie viele Kinofilme den Test nicht bestehen. Durchgefallen etwa sind die Herr der Ringe-Trilogie oder auch Lola rennt.[5]
Der Test trifft dabei keine qualitative Aussage über den Film, sondern macht lediglich deutlich, ob Identifikationspotenzial mit weiblichen Figuren besteht.

Der Bechdel-Test hat seit den 1980ern verschiedene Filmemacherinnen, Kritikerinnen und Schauspielerinnen dazu inspiriert, weitere Tests zu entwickeln. Der Mako-Mori-Test etwa schaut, ob eine weibliche Protagonistin einen Erzählbogen hat, der nicht nur den eines männlichen Protagonisten unterstützt.
Einige Tests wenden sich auch Aspekten der Filmproduktion zu. So wird etwa gefragt: War eine Frau am Drehbuch oder an der Regie beteiligt? Wie sieht das Geschlechterverhältnis im Produktionsteam aus? Gibt es in jedem Department mindestens zwei Frauen, so dass eine der anderen den Rücken stärken kann (Rees-Davies-Test)? Wie ist das Geschlechterverhältnis am Set, wenn Entscheidungen getroffen werden (Uphold-Test)? Sind auch nicht-weiße Frauen in nicht-stereotyper Weise im Film dargestellt (Ko-Test, Whaite-Test)?

Hintergrund dieser Überlegungen ist es, dass Frauen meistens von Männern in Szene gesetzt werden. Es sind Männern, die beschließen, wie Frauen dargestellt werden. Noch schlimmer wird es, wenn zu dieser Darstellung noch Rassen- und Klassenstereotype hinzukommen.
Deutlich wird: Ein einziger Test reicht nicht aus, um die Diversitätsdimensionen eines Films differenziert zu beleuchten.

 

Finkbeiner für die Wissenschaft

Der Bechdel-Test inspirierte aber nicht nur weitere Methoden der Film-, sondern auch der Textanalyse. Die Wissenschaftsjournalistin Christie Aschwanden etwa entwickelte den Finkbeiner-Test. Damit lassen sich journalistische Texte daraufhin überprüfen, ob sie Genderstereotype verfestigen. Ann Finkbeiner – der dieser Test gewidmet ist – hatte zuvor betont, dass sie es leid sei, weitere Porträts über Wissenschaftlerinnen zu schreiben, in denen deren Erfolge durch die Erwähnung ihres Geschlechts eingeschränkt werden.

Um den Finkbeiner-Test zu bestehen, darf ein Porträt über eine Wissenschaftlerin folgende Aspekte nicht erwähnen[6]:

  • dass sie eine Frau ist
  • den Job ihres Mannes
  • die Art, wie ihre Kinderbetreuung geregelt ist
  • ihren fürsorglichen Umgang mit den Mitarbeitenden
  • wie überrascht sie vom Konkurrenzdenken in ihrer Disziplin war
  • dass sie ein Vorbild für andere Frauen ist
  • dass sie die „erste Frau ist, die …“

 

De Finkbeiner-Test ist es also im Unterschied zu den anderen Tests wichtig, dass das Geschlecht keine hervorgehobene Rolle spielt (und höchstens anhand des Namens oder des Fotos zu erkennen ist). Ein Porträt über eine Wissenschaftlerin als Frau, Mutter oder Pionierin bedeutet, dass Gleichberechtigung weiterhin keine Selbstverständlichkeit ist.

 

Wie würde ein Bechdel- oder Finkbeiner-Test für Wissenschaftsvideos aussehen?

Wie sieht das Ganze nun bei den viel kürzeren Wissenschaftsvideos aus? Welche Kriterien muss ein Kurzfilm oder Video erfüllen, um den Wisskomm-Bechdel-Test zu bestehen? Und welche Produktionsbedingungen können als Mindestanforderung aussagekräftig miteinbezogen werden (wenn vielleicht vor und hinter der Kamera jeweils nur eine Person steht)?

Bei diesen kurzen Videos haben die Plots nicht nur weniger Zeit sich zu entfalten, sondern sie sind auch von weniger zentraler Bedeutung. In den Beiträgen stehen Wissensvermittlung und wissenschaftliche Inhalte – auf unterhaltsame und verständliche Art – im Mittelpunkt. Trotzdem gibt es Protagonistinnen und Protagonisten, mit denen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer identifizieren können. Und auch wird ausgewählt, welcher Wissenschaftler oder welche Wissenschaftlerin in welcher Funktion befragt und vorgestellt wird.

Ein Test für die Wissenschaftskommunikation würde auf eine selbstverständliche Darstellung von Wissenschaftlerinnen abzielen. Und auch andere Diversitätsdimensionen könnten Gegenstand weiterer Tests sein. Es mag manchen als Widerspruch erscheinen, dieses dann zunächst hervorzuheben, doch es ist eben noch keine Selbstverständlichkeit.

Aber wie steht es denn nun eigentlich um die Repräsentation von Frauen und Männern in Wissenschaftsvideos? Ein Blick auf die aktuellen Statistiken des Fast Forward Science Awards soll als Grundlage dafür dienen, welche Anforderungen ein Test haben müsste, um Wissenschaftsvideos gerecht zu werden.

Die Einreichungen für den Webvideo-Preis sind zwischen 2 und 27 Minuten lang und alle auf YouTube zu sehen. Es werden neben fiktionalen Geschichten und Erklärvideos auch Videos mit dokumentarischem oder reportagigem Charakter eingereicht.

Eine – wenn auch oberflächliche – inhaltliche Analyse der beiden Kategorien Substanz (65 Einreichungen) und Scitainment (31 Einreichungen) ergeben folgendes Bild[7]:

Insgesamt gibt es also einen Anstieg an Einreichungen von und mit Frauen, die in Richtung einer ausgeglichenen Beteiligung deuten. Trotzdem bleiben Fragen offen: Warum gibt es im Vergleich immer noch signifikant mehr männliche Einreichende?

Wissenschaftlerinnen tauchen in den eingereichten Webvideos weniger häufig als Expertinnen auf als männliche Kollegen und es gibt weniger Frauen, die eigene Wisskomm-Youtube-Kanäle betreiben und somit weniger häufig selbst Informationen über Wissenschaft verbreiten.[8] Detailliertere inhaltliche Bild- und Hierarchieanalysen wären spannend, liegen aber noch nicht vor.[9] Es fällt daher schwer, auf dieser Basis einen so prägnanten Test wie den Bechdel-Test für Wissenschaftsvideos zu konzipieren.

Wir sollten uns dennoch der Herausforderung stellen und uns überlegen, was spezifische Eigenschaften von Gender und Diversity, aber auch von Wissenschaftsvideos und dem Wissenschaftssystem sind, die in einen solchen Test mit einbezogen werden sollten. Und wie viele Tests braucht es überhaupt, um auch die ganze Vielfalt wissenschaftlicher Inhalte und Kontexte zu berücksichtigen? Haben Sie eine Idee, wie ein vergleichbarer Test für Wissenschaftsvideos aussehen könnte? Welche Aspekte müsste er berücksichtigen?

Schreiben Sie es gerne in die Kommentare.

Auf eine spannende und konstruktive Diskussion – an deren Ende vielleicht einer oder mehrere neue Tests stehen!

 

Gastbeiträge spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung unserer Redaktion wider. Dieser Artikel ist bereits am 23. September 2019 in der Kategorie Journal auf der Plattform Wissenschaftskommunikation.de erschienen.

 


[1] Die „Handlungsempfehlungen für eine diversitätssensible Mediensprache“ der Universität Frankfurt beschreibe weitere Aspekte und geben Praxistipps für die Medienproduktion https://www.uni-frankfurt.de/66760835/Diversit%C3%A4tssensible_Mediensprache.pdf

[2] Ausführlicher beschrieben in „Gleichberechtigt ist das neue Normal“, ein Überblick zu gleichberechtigter Sichtbarkeit und Bildsprache in der Wissenschaftskommunikation mit Links zu weiteren Leitfäden https://www.wissenschaftskommunikation.de/gleichberechtigt-ist-das-neue-normal-27101/

[3] www.bechdeltest.com

[4] Die Unterrepräsentation trifft natürlich nicht nur auf Frauen zu, der Test wurde zunächst jedoch so entwickelt. Aspekte der Diversität und Vielfalt in der Repräsentation werden in diesem Artikel ebenfalls behandelt und es als gleichermaßen wichtig erachtet, den Diskurs dahingehend fort zu führen.
[5] https://www.musikexpress.de/zum-weltfrauentag-welche-filme-bestehen-den-sexismus-test-501294/

[6] https://archives.cjr.org/the_observatory/finkbeiner_test_gender_gap_fem.php
[7] Die nachfolgende Analyse geht von 65 Einreichungen für Substanz und 31 Einreichungen für Scitainment aus. N=96.

[8] Oder man könnte annehmen, dass sie ihre Videos nicht für den Wettbewerb einreichen. Leider sind bei Recherche und nicht-repräsentativem bei Wissenschaftskommunikatorinnen und -kommunikatoren zu diesem Thema nur einige wenige Namen und Kanäle zusammengekommen, so dass sich zumindest der Eindruck erhärtet.
[9] Wie eine umfangreiche Analyse anhand von Diversitätsdimensionen für eigene Projekte durchgeführt werden kann, wird u.a. in „Diversitätssensible Mediensprache“ hilfreich beschrieben https://www.uni-frankfurt.de/66760835/Diversit%C3%A4tssensible_Mediensprache.pdf

Hier sind sie – die Gewinnervideos 2019

Hier sind sie – die Gewinnervideos 2019

120 Webvideos wurden bei Fast Forward Science 2019 eingereicht. Der Jury wurde die Entscheidung nicht leicht gemacht, unter den Einreichungen die visionärsten, unterhaltsamsten und verständlichsten auszumachen. Doch die Jury hat es geschafft und eine Wahl getroffen. Auch das Publikum stimmte in den vergangenen vier Wochen tatkräftig für seine Favoriten und kürte aus 17 Finalisten die Preisträger der Community Awards. Damit stehen die Gewinnerinnen und Gewinner des Fast Forward Science Webvideo-Wettbewerb 2019 endlich fest.

In den unendlichen Weiten des Weltalls finden wir schwarze Löcher aber auch Asteroiden, von denen wir in Zukunft entweder Ressourcen abbauen könnten oder das Ende der Erde befürchten müssen. Doch wird wirklich ein Killerasteroid die Welt zerstören oder doch vielmehr der Klimawandel? Vielleicht können wir dem ja entgegenwirken, beispielswiese durch weniger Fleischkonsum oder Veganismus. Schließlich revolutioniert die Genschere gerade die Pflanzenzüchtung. Oder muss nur eine andere Proteinquelle her? Insektenburger bieten eine nachhaltige Alternative. Relevante wissenschaftliche wie gesellschaftliche Themen des Jahres 2019 finden sich in den Gewinnervideos wieder. Wie durch Social-Media-Beiträge auf das Bewegungsverhalten von Menschen geschlossen wird oder warum soziale Netzwerke nicht vor Einsamkeit schützen, wird von den Gewinnerinnen und Gewinnern ebenfalls thematisiert.

Hier findet ihr eine Übersicht aller diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger in den Kategorien SUBSTANZ, SCITAINMENT und VISION sowie des Community Awards und der bereits im Mai stattgefundenen Super Fast – 24h Instagram-Challenge. Ihr wollt mehr über die Videos und die Videoproduzenten erfahren? Allen Gewinnern haben wir noch eine Vorstellung auf unserer Preisträgerseite gewidmet. Viel Spaß beim Ansehen!

Hier geht’s zur Playlist auf YouTube.

 

Kategorie SUBSTANZ
Kategorie SCITAINMENT
Kategorie VISION
Community Award
Super Fast

 

Kategorie SUBSTANZ

Komplexe wissenschaftliche Themen leicht verständlich und unterhaltsam erklärt – in der Kategorie SUBSTANZ müssen die Videos inhaltlich überzeugen.

1. Platz: Fake Facts [Part 1] | Semeur

2. Platz: Wie fotografiert man ein schwarzes Loch? | Doktor Whatson

3. Platz: Einsamkeit | Kurzgesagt – In a Nutshell

Preisgeld: 3.000€ | 2.000€ | 1.000€

 

Kategorie SCITAINMENT

Die Gewinnervideos in der Kategorie SCITAINMENT haben einen hohen Unterhaltungsfaktor und zeigen ihren Zuschauern, dass es in der Forschung keineswegs langweilig zugeht.

1. Platz: Wie Wahrscheinlich ist der WELTUNTERGANG? | MariusAngeschrien

2. Platz: Kein Thema (prod. Dalton) | #EarthOvershootDay | NiksDa

3. Platz: Bewegungsprofile der Bevölkerung durch Social Media | marcel.inanutshell

Preisgeld: 3.000€ | 2.000€ | 1.000€

 

Kategorie VISION

Die Zukunft ins Auge fassen: Das vollbringen die Gewinnervideos in der Kategorie VISION. Sie lassen uns heute schon wissen, was morgen durch Wissenschaft und Forschung von Bedeutung sein wird. Partner der Kategorie VISION ist der Deutsche Zukunftspreis – Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation.

1. Platz: Wie wird man eigentlich Billionär? | Asteroidenbergbau | Raumzeit – Vlog der Zukunft

2. Platz: CRISPR/Cas9 in der Pflanzenzüchtung – Joram unterwegs | erforschtCRISPR

3. Platz: Insekten auf dem Teller: Was halten wir von Novel Food?Universität Osnabrück

Preisgeld: 3.000€ | 2.000€ | 1.000€

 

Community Award

Für den Publikumspreis zählen wir alle „Mag-Ichs“ und Kommentare, die für die Finalistenvideos im Zeitraum vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 auf YouTube abgegeben wurden. Gewonnen hat das Webvideo, das während des Online-Votings die meisten User-Reaktionen sammeln konnten.

Einsamkeit | Kurzgesagt – In a Nutshell

Preisgeld: 1000€

 

Super Fast

Die Instagram-Stories der Super Fast – 24h Instagram-Challenge wurden vom 18. bis 19. Mai 2019 in maximal 24 Stunden zu dem von uns vorgegebenen Thema „Hero“ produziert. Der Gewinner wurde am 21. Mai bekanntgegeben.

Die Heldenreise | Dannybanause

Preisgeld: 1000€

 

 

Wie wahrscheinlich ist der WELTUNTERGANG?

Einschlag eines „Killer-Asteroiden“, der Dritte Weltkrieg oder doch der Klimawandel? Wie wird die Welt wohl untergehen? Und wie wahrscheinlich ist so ein Weltuntergang eigentlich? Marius vom YouTube-Kanal MariusAngeschrien, hat sich mit einer Studie beschäftigt, in der Wissenschaftler Modelle für die Wahrscheinlichkeit des Eintretens verschiedener Szenerien entwickelt haben. Mit viel Witz und Webvideocharakter hat er es mit seinem Video unter die Finalisten der Kategorie SCITAINMENT geschafft. Reinschauen lohnt sich!

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

 

Einsamkeit

Einsamkeit kann jeden treffen. Doch was ist Einsamkeit eigentlich? Und kann sie tödlich sein? In ihrem Finalistenvideo in der Kategorie SUBSTANZ erklärt das Team vom YouTube-Kanal Dinge Erklärt – Kurzgesagt, wie sich Einsamkeit entwickelt und was wir dagegen tun können.

Kurzbeschreibung:

Wir alle fühlen uns mal einsam – aber in den letzten Jahrzehnten ist dieses Gefühl für Millionen von Menschen zur Normalität geworden. In diesem Video erklären wir was Einsamkeit ist, woher sie kommt und wie man damit umgehen kann.

Wer steckt hinter dem Video?

Das Video ist eine Produktion von kurzgesagt, einem 30-köpfigen Design-und Animationsstudio aus München.

Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Sie sind ein guter Weg komplizierte Sachen einfach und unterhaltsam zu erklären und ein größeres Publikum für Nischenthemen zu begeistern.

Was hat euch daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Die Idee ein schwieriges Thema wie Einsamkeit, die jeder schonmal erlebt hat, wissenschaftlich zu beleuchten und greifbar zu machen.

Eure Empfehlung für Science Youtuber:

Qualität über Quantität.

 

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

KI programmieren in 10 Minuten | Tutorial Teil 1

Wie wäre es, wenn ihr eine eigene KI programmieren könntet? Wie das geht zeigen euch Jacob und Philip vom YouTube-Kanal Breaking Lab in ihrem Tutorial, mit dem sie es unter die Finalisten der Kategorie SUBSTANZ geschafft haben.

Kurzbeschreibung

Künstliche Intelligenz programmieren lernen in nur 10 Minuten. Hierbei geht es darum zu zeigen, dass jeder selbest eine KI programmieren kann und mehr Leuten die Angst vor der neuen Technologie zu nehmen. Hierfür programmieren wir ein simples Programm, welches den Zusammenhang von Zahlen erkennen kann. So ließen sich zum Beispiel Einkaufspreise vorhersagen oder sogar Aktienkurse.

Wer steckt hinter dem Video?

Unser Kanal heißt Breaking Lab. Dahinter stecken Phil und Jacob, die den Kanal 2016 (damals unter dem Titel „Phil’s Physics“) gegründet haben. Wir haben beide Physik studiert, interessieren uns aber für alle Themen rund um Naturwissenschaften. Auf unserem Kanal machen wir viel zu KI, aber auch Experimente.

Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Durch Videos kann man Leute für neue Themen begeistern und gleichzeitig Informationen besser zugänglich machen. Zum Beispiel ermöglichen wir mit unserem Tutorial zu KI Menschen, die sich vielleicht kein Studium leisten können einen Einblick in dieses Thema. Und wenn es bald weitergeht, wollen wir den Menschen noch mehr beibringen.

Was hat euch daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Die Möglichkeit lange an einem Thema zu arbeiten und es dann optimal darzustellen.

Eure Empfehlung für Science YouTuber.

Einfach mal machen.

 

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

Sam, der Alien – Sprachfreie Messung von mathematischen Kompetenzen

Ihr versucht im Matheunterricht mitzukommen, versteht aber nur Bahnhof? – Dann geht es euch vielleicht wie Sam, dem Außeriridischen. Ein Team aus jungen Forschenden erklären in ihrem Finalisten-Video in der Kategorie VISION, wie schwer Sprachbarrieren in der Mathematikvermittlung wiegen und wie es anders geht. Schaut rein!

Kurzbeschreibung

Dieses Video erzählt die Geschichte von Sam, dem Außerirdischen. Er ist vor Kurzem auf der Erde gelandet und möchte in seiner neuen Heimat zur Schule gehen. Als er versucht den Lernstoff in der fremden Sprache zu verstehen, stößt Sam aber relativ schnell auf Probleme.

Das Video beschreibt ein Problem, mit dem viele Kinder mit einem fremdsprachlichen Hintergrund in der Schule konfrontiert sind und zeigt auf, wie grundlegende Mathematik in diesem Kontext alternativ gelehrt werden könnte.

Wer steckt hinter dem Video?

Wir sind eine Gruppe junger Forscher mit verschiedenen wissenschaftlichen Hintergründen aus Luxemburg und Belgien. Nach einem Workshop zu Webvideos konnten wir endlich unsere Ideen zu einem YouTube Wissenschaftskanal in die Praxis umsetzen. Das Resultat könnt ihr euch im Video anschauen!

Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Die Aufmerksamkeit und Zeit der Leute sind heutzutage stark umkämpft und wer auf sich aufmerksam machen will, tut dies am besten in der digitalen Welt. Das gilt auch für Wissenschaftler. Videos im Netz sind daher eine effiziente und unterhaltsame Art und Weise einer großen Anzahl von Leuten wissenschaftliche und teilweise sehr komplexe Themen anschaulich und bündig nahe zu bringen.

Was hat euch daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Da wir alle langjährige Fans von verschiedenen Youtube Kanälen sind, hatte jeder von uns schon mal darüber nachgedacht, wie es denn wäre ein eigenes Video zu produzieren. Für unser erstes Video standen dann die Weichen endlich richtig!

Eure Empfehlung für Science YouTuber.

In unserer bisher kurzen Zeit als Videomacher haben wir gelernt, dass gute Planung einem später viel Zeit ersparen wird. Das soll aber niemanden daran hindern zu improvisieren und den Plan immer wieder anzupassen, wenn mal etwas nicht so klappt, wie gedacht. Man sollte sich auch nicht zu lange mit Details beschäftigen bevor eine raue, aber komplette Version des Films erreicht ist. Abschließend können wir sagen, dass das erste eigene Video die beste Art ist zu lernen, wie man Videos macht!

 

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

 

„Plötzlich war er da!“ Ohrwurm-Lieder und das Geheimnis ihrer Klebrigkeit!

Super Mario, Tetris, Game of Thrones – na, habt ihr die Musik schon im Ohr? Wie kommt es, dass einige Melodien sofort als Ohrwürmer hängen bleiben? Dem geht der Gaming-Psychologe GeRannyMo in diesem Finalistenvideo auf den Grund und ist damit in der Kategorie SCITAINMENT genau richtig.

Kurzbeschreibung

Einen Ohrwurm hatte sicher jeder von uns schon mal – sei es aus Film, Fernsehen oder auch Videospielen. Doch wie wird eine Melodie eigentlich zu einem Ohrwurm? Und was macht Ohrwurm-Lieder eigentlich so hartnäckig? Psychologische Forscher sind den Eigenschaften für deren Klebrigkeit auf der Spur und haben mögliche Gründe hierzu gefunden! Außerdem gibt es einen kleinen feinen Trick, Ohrwürmer wegzubekommen!

Wer steckt hinter dem Video?

Unter dem Decknamen GeRannyMo – Der Gaming-Psychologe veröffentliche ich seit 2016 Videos rund um das medienwissenschaftliche Thema „Games“. Als studierter Psychologe, Videospiel-Fan und leidenschaftlicher Videomacher macht mir diese Arbeit nicht nur Freude, sondern gibt mir das Gefühl, Videospiele so darzustellen zu können, dass all ihr wissenschaftliches, kulturelles und pädagogisches Potenzial ersichtlicher wird.

Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Trocken, eintönig und langweilig – so habe ich als Student häufig viele Referate und Vorlesungen in der Uni wahrgenommen! Wissenschaft muss jedoch nicht immer ohne Unterhaltung auskommen – und das gelingt mit Videos sehr gut. Doch der entscheidende Vorteil ist der: Mit Webvideos und einer kreativen Machart, erreicht man nicht nur sehr viel mehr Leute, sondern eben auch Personen, die bisher eher wenig Interesse an Wissenschaft hatten, da sie häufig dann doch eher als anstrengend und trocken gilt. Webvideos können hier allerdings das Gegenteil beweisen, sodass Zuschauer Freude daran entwickeln und haben, sich plötzlich doch mit komplexen und unbekannten Sachverhalten auseinanderzusetzen.

Was hat dich daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Ich war schon immer „Fan“ von irgendwelchen YouTubern und habe mir gerne ihre Videos angesehen. Doch eines Tages hat mir das nicht mehr gereicht, weshalb ich selbst damit begonnen habe, Videos zu drehen. Da kam mir meine Leidenschaft für die Psychologie recht gelegen! Ich lernte mir also alles rundum Videoschnitt selbst an und wollte mein gesammeltes Wissen auf dem Gebiet mit anderen teilen und etwas dazu beitragen, Alltagsphänomene besser zu verstehen. Aus meiner Liebe zur Psychologie und des Videoschnitts ergab sich eine Art Schleife, aus der ich bis heute (glücklicherweise) nicht herausgekommen bin.

Deine Empfehlung für Science YouTuber.

Arbeitet wissenschaftlich! Es kursieren sehr viel pseudowissenschaftliche Themen auf YouTube, die den Ruf nicht unbedingt einfacher machen. Zeigt, dass Wissenschaft nicht langweilig sein muss und seid innovativ! Viele Themen sind aufgrund ihrer Popularität zwar wahres Click-Futter auf YouTube, gleichzeitig gibt es sie bereits in großen Massen. Wissenschaft heißt, Wissen zu schaffen! Dazu gehört es, neue Themen anzugehen, um Fortschritte zu erreichen anstatt dieselbe Suppe immer wieder erneut aufzuwärmen.

 

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

 

 

Wie wird man eigentlich Billionär?

Bauen wir in Zukunft Metalle, wie Gold, Lithium oder Eisen, von Asteroiden ab? In ihrem Finalistenvideo, Eingereicht in der Kategorie VISION, erzählen Ronny und Christoph, wie die Fiktion zur Wirkichkeit werden könnte. Und bevor es zum Online-Voting weitergeht, möchten wir dem Team noch ein paar Fragen stellen.

Kurzbeschreibung

Nach Goldrausch, Ölmogulen und dem Tech-Hype der letzten Jahrzehnte bieten Asteroiden wahrscheinlich die nächste Möglichkeit, im wahrsten Sinne des Wortes „steinreich“ zu werden.

Asteroidenbergbau wird den ersten Billionär der Erde hervorbringen – und man ist bereits fieberhaft in der Planungs- und Entwicklungsphase.

Wir werfen einen Blick auf die Möglichkeiten, die uns Asteroidenbergbau bietet und warum sie so exorbitanten Reichtum versprechen.

Wer steckt hinter dem Video?

Wir sind zwei Freunde, die sich für Wissenschaft interessieren und gerne Videos produzieren. Beides haben wir auf unserem YouTube-Kanal Raumzeit – Vlog der Zukunft verbunden.
Ronny ist im Hauptberuf Lehrer und Christoph ist Krankenpfleger.

Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Wie könnte die Verbindung von Wissensvermittlung mit Unterhaltung besser funktionieren, als mit einem Video? Wir untersuchen wissenschaftlich fundiert Themen der Astronomie und des Futurismus. Wir stellen die Welt von Morgen vor, eine Welt jenseits der Erde, jenseits des Sonnensystems und jenseits der biologischen Grenzen unserer Körper. Wir bieten euch Science-Fiction ganz ohne Fiction, denn wir glauben, dass auch das reale Potenzial der Menschheit fantastisch genug ist.

Was hat euch daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Es begann ganz simpel mit dem Satz. „Lass uns doch mal einen YouTube-Kanal machen.“
Wir sind schon fast 30 Jahre befreundet und wollten einfach mal etwas anderes, etwas Neues machen.
Inzwischen gibt es mehr als 100 Videos auf unserem Kanal.

Eure Empfehlung für Science YouTuber.

Sucht Euch Themen, die Euch wirklich interessieren und versucht die Videos so zu machen, dass sie Euch selbst unterhalten würden. Nur wenn Ihr Spaß an der Sache habt, kommt auch ein gutes Ergebnis heraus.

 

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

 

Bewegungsprofile der Bevölkerung durch Social Media

Nachvollziehen wohin sich Menschen bewegen? Ist ganz einfach – anhand von Metadaten. Wie das funktioniert erklärt Marcel vom YouTube-Kanal marcel.inanutshell in seinem Finalistenvideo, das er in der Kategorie SCITAINMENT eingereicht hat. Mehr über das Video erfahrt ihr hier, bevor ihr im Online-Voting für eure Favoriten abstimmen könnt.

Worum geht es in dem Video?

So ziemlich jeder ist auf Social-Media-Plattformen unterwegs und postet hin und wieder etwas über sich. Seien es Posts als Text, Bild oder Video. Posts jeglicher Art beinhalten sogenannte Metadaten. Metadaten sind Daten über Daten, also zum Beispiel Längen- und Breitengrad eines Posts bei Twitter oder eines Fotos auf Instagram. Oder aber auch der Benutzername der Person, die den Post getätigt hat.

Für die Wissenschaft habe ich mir über eine öffentliche API (Schnittstelle) ca. 330.000 Fotos einer gängigen Plattform geholt. Es gibt dafür keinen Standardweg. Man kann sich das zum Beispiel „herbei hacken“ und Algorithmen entwickeln, um an diese Daten zu gelangen, zu speichern, zu verarbeiten, zu analysieren und zu interpretieren. Hacken heißt in diesem Zusammenhang, die Plattform X sagt: „Hier hast du eingeschränkten Zugang zu unseren Daten. Hier hast du Informationen, wie du an dieselbigen kommst. Viel Spaß! “. Diese Schnittstellen haben bestimmte Restriktionen, die umgangen werden wollen. Ich, der ich selbst Systeme entwickle weiß, dass man nicht an alles denken kann. Obwohl meine Systeme IMMER UNUMGÄNGLICH SIND J kann ich mich in Entwickler hineinfühlen, die so viel um die Ohren haben, dass Sie auch mal Sicherheitslücken entstehen lassen. Und diese können durch einen Hack ausgenutzt werden. Also ist es kein illegaler Hack. So konnte ich zum Beispiel von 12.000 Benutzern, welche die 330.000 Fotos erstellt haben, die Klarnamen erhalten. Was so von den Plattformbetreibern nicht vorgesehen ist.

Hat man die Daten, kann man über diese statistische Algorithmen jagen, die Muster erkennen können. Das sind zum Beispiel Methoden, wie Clustering, Association Rules und Sequential Pattern.

Sind die Daten analysiert und interpretiert, wie in meinem Fall in München, weiß man, wie sich Menschen in der Stadt anhand ihrer Posts bewegt haben. Ein Foto in Cluster 1, dann in Cluster 54 und anschließend in Cluster 951 – schon kenne ich die Route einer Person. Machee ich das mit 12.000 Personen – ja dann hat man schon ziemlich viel Wissen über eine große Gruppe von Personen. Und Wissen ist bekanntermaßen Macht.

Wer steckt hinter dem Video?

Mein Name ist Marcel und ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter in München. Mein Gebiet ist die Informatik – eigentlich bin ich Wirtschaftsinformatiker (MSc.). Ich habe mich mit dem Thema Social Media und Bewegungsprofile wissenschaftlich auseinandergesetzt und möchte die Leute darüber aufklären, was mit ihren Daten in Social Media so alles gemacht werden kann.

Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Es geht um eine aufgeklärte Bevölkerung, die jederzeit Videos zu wissenschaftlichen Themen abrufen und ansehen kann. So kann es zum Beispiel dazu führen, dass sich das Kaufverhalten der Bürgerinnen und Bürger ändert oder auch der Umweltschutz Einzug in das tägliche Leben erhält. Es ist in meinen Augen ein Teil des Fortschritts.

Was hat dich daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Als ich 2017 nach München kam kannte ich nicht wirklich viele Leute. Also habe ich beschlossen auf YouTube Videos zu machen – zum Thema Bildung und dass es in Deutschland jeder schaffen kann. Denn ich war früher auf der Hautpschule und bin jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer der renommiertesten Universitäten in Deutschland. Vermittlung von Wissen und Unterhaltung, das ist meine Leidenschaft.

Dein Tipp für angehende Science YouTuber.

Schnapp dir eine Kamera und lege einfach los! Über die Zeit wirst du immer besser und findest deinen Weg deine Videos ansprechender zu gestalten.

 

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

Unser Weg nach Alpha Centauri

Mit dem Video „Unser Weg nach Alpha Centauri“ hat es Tim Julian Ruster vom Kanal Astro-Comics TV unter die Finalistenvideos in der Kategorie VISION geschafft. Bevor es zum Online-Voting geht, möchten wir ihm noch schnell ein paar Fragen stellen.

>>Worum geht es in dem Video?

Unsere Erde ist eine verwundbare Welt in den Weiten des Alls. Gefahren wie der Klimawandel, das Ende der Sonne oder plötzliche Gammablitze könnten unsere Existenz bedrohen.

Doch es besteht Hoffnung! Alleine unsere Milchstraße enthält über 200 Milliarden Sterne und noch mehr Planeten. Ausgerechnet in unserem Nachbarsternsystem Alpha Centauri befindet sich mit Proxima Centauri b ein Planet, auf dem Leben möglich sein könnte. Wie kann die Menschheit es schaffen, diesen Exoplaneten zu erreichen? Mit einem Generationenschiff? Warp-Antrieb?

>>Wer steckt dahinter?

Mein Name ist Tim Ruster, ich bin Museumsführer im Planetarium Köln, Weltraum-Cartoonist und Wissenschafts-YouTuber!

Im Planetarium erkläre ich schon seit mehr als zehn Jahren für große und kleine Besucher den Sternenhimmel und die Weiten des Alls – irgendwann kam mir die Idee, astronomische Themen durch Cartoons und Animationen zu erklären. Astro-Comics war geboren!

Heute erfreuen sich meine Weltraum-Zeichentrickclips bei YouTube mit mehr als 10.000 Abos schon galaktischer Beliebtheit.

>>Warum sind Webvideos toll für die Wissenschaft?

Webvideos stellen eine Art Update zum normalen Fernseh- und Radiobetrieb dar. Auf YouTube kann man sich selbst über die verrücktesten wissenschaftlichen Fragen informieren. Ich selbst habe beispielsweise Videos über die Themen „Schwangerschaft im Weltraum“ oder „Ewig leben durch Kryokonservierung“ auf meinem Channel hochgeladen.

Wo könnte man mehr über solche Themen erfahren, wenn nicht im Web?

>>Was hat dich daran gereizt ein Webvideo zu drehen?

Durch meine Arbeit im Kölner Planetarium bin ich fast täglich mit den verrücktesten Fragen von den Besuchern – vor allem von Kindern – konfrontiert. Was passiert, wenn Einstein in ein Schwarzes Loch gesogen wird? Kann man Jupiter anzünden?

Ich liebe es, solche wissenschaftlichen Fragen selbst zu beantworten! Und damit nicht nur die Besucher des Kölner Planetariums in den Genuss kommen, halte ich die Antworten eben einfach auf Video fest!

>>Deine Tipps für angehende Science YouTuber.

Sucht euch die Themen raus, auf die ihr richtig Lust habt und fangt einfach an, euren Content zu produzieren. Verbessern kann man sich immer. Am Anfang ist es einfach wichtig, dass man mit dem loslegt, woran man Spaß hat! Und es gibt immer noch irgendein wissenschaftliches Nischengebiet, in dem ihr die Ersten seid, die Video-Content produzieren!

Online-Voting für den Community Award

Das Video ist eines von 17 Finalistenvideos. Alle Finalisten kämpfen vom 16. September bis zum 13. Oktober 2019 um eure Likes und Kommentare auf YouTube. Das Video, das am besten abschneidet, gewinnt den Community Award. Hier findet ihr alle Finalisten im Überblick. #VoteNow

Die Finalistenvideos 2019 stehen fest

Lasst das Online-Voting beginnen!

Die Jury hat getagt, sie hat Videos geschaut, bewertet und diskutiert. Am Ende hat die Jury aus 120 eingereichten Videos die jeweils fünf bis sechs besten aus den Kategorien SUBSTANZ, SCITAINMENT und VISION gewählt.

Asteroidenbergbau, Insektenmahlzeiten, Einsamkeit und ein Rap – ein buntes Potpourri an Themen findet sich in den diesjährigen Videos der Finalistinnen und Finalisten wieder. Die YouTuberinnen und YouTuber haben sich mächtig ins Zeug gelegt: Sie würzten ihre Videos mit bunten Animationen und ohrwurmtauglichen Sounds oder probierten sich an Greenscreens aus.

Jetzt sind die Zuschauerinnen und Zuschauer dran. Mit ihren „Mag-Ichs“ und Kommentaren entscheiden sie im Online-Voting, wer von den Finalistinnen und Finalisten nun den Community Award gewinnt.

 

How to #VoteNow

Eure Stimme zählt! Wie? Je mehr „Mag-Ichs“ und Kommentare ein Webvideo auf YouTube im Zeitraum vom 16. September bis 13. Oktober (23:59 Uhr) erhält, desto mehr Chancen hat es auf den Community Award. Seid ihr begeistert von einem der 17 Finalisten-Webvideos? Dann

>> schenkt dem Video eure „Mag-Ichs“,

>> kommentiert es (Tipp: Kommentare, die über „Super Video!“ hinausgehen und die Diskussion anregen, werden sogar doppelt gewichtet!)

>> und teilt es im Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis, damit auch diese fleißig mit abstimmen können.

Wer euren Community Award bekommt und wer die Gewinner oder Gewinnerinnen in den drei Kategorien SUBSTANZ, SCITAINMENT und VISION sind, erfahrt ihr am 14. Oktober.

 

Und hier sind sie nun – die Finalistinnen und Finalisten von Fast Forward Science 2019:

Alle Videos gibt es auch gesammelt in der Finalisten-Playlist auf unserem YouTube-Kanal.