Wissenschaftswebvideo International – Auf Englisch

Wie sieht die ScienceTuber Landschaft weltweit aus? Wir haben recherchiert!

Nachdem wir in den letzten zwei Wochen viele coole französische und spanische YouTuber*innen aus Europa kennengelernt haben, schauen wir heute in den englischsprachigen Raum. 

Hello everybody! Today we will show you some english speaking ScienceTubers. Hope you enjoy!

Two Minute Paper

Papers sind immer kompliziert und unverständlich? Nicht bei Two Minute Papers! Wissenschaftliche Publikationen werden hier kurz und knackig vorgestellt. Ein kleiner Happen Wissenschaft für zwischendurch. 

Braincraft Vanessa Hill

Die australische Wissenschaftsjournalistin Vanessa Hill bringt Psychologie und Neurowissenschaften in Einklang mit den alltäglichen Hürden des Wohlbefindens. Sie klärt über Stress, Schlafstörungen und psychische Gesundheit auf und gibt Tipps für den Umgang mit diesen Belastungen. Die Grundlagen sind immer wissenschaftlich geprüft und in ihren Videobeschreibungen verlinkt.

Numberphile 

Wie sieht ein perfekter Pool-Billardtisch aus, bei dem die Kugel immer ins Loch fällt? Das und noch viele weitere mathematische Rätsel und Spielereien findest du auf dem Kanal Numberphile. 

Draw CuriosityInés Dawson

Inés Dawson behandelt auf ihrem Kanal alle Themen, die sie neugierig machen. Das geht los bei der Frage wie Schnecken die Welt sehen bis zur Funktionsweise des Mars-Rovers. Sie schafft es auch nach vier Jahren immernoch ohne Probleme die Neugier der Zuschauer zu wecken!

Geography Now

Fun with Flags kommt dir bekannt vor? Bei Geography Now kannst du dein Geographiewissen auffrischen und erweitern. Themen sind unter anderem die Bedeutung von Flaggen, Erläuterungen unterschiedlicher Regionen und Länder aus der ganzen Welt.

Melissa Maribel

Chemie war nie deine Stärke? Mit den Videos von Melissa Maribel kannst du das ändern. Sie zeigt auf ihrem Kanal alle Basics, die für Chemie nötig sind. Das geht von mathematischen Grundlagen bis zu Übungsaufgaben. 

Objectivity

Gehst du gerne durch Museen und fragst dich, was die Geschichte hinter den ausgestellten Objekten ist? Dann ist Objectivity der richtige Kanal für dich. Hier spricht Brady Haran mit Wissenschaftler*innen und Mitarbeiter*innen von Archiven und Museen, um die Geschichte hinter besonderen Objekten zu erfahren. 

Simon Clark

Klimawandel, das Leben als Doktorand und spannende Forschung. Simon Clark spricht auf seinem Kanal nicht nur über seine Arbeit und seinen Forschungsbereich. Er unterhält sich auch mit zahlreichen PhDs über ihre Arbeit.

CrashCourse

CrashCourse ist wie der Name es schon sagt, ein Crash-Kurs – für die unterschiedlichsten Disziplinen. Von Geschichte, über organische Chemie bis zu Ökonomie ist alles dabei. Der perfekte Kanal um seine Allgemeinbildung zu erweitern.

Lab Muffin Beauty Science – Michelle Wong

Was steckt alles in Beauty-Produkten? Wie funktionieren sie und welche Bestandteile haben welche spezifischen Eigenschaften? Das alles thematisiert Michelle in ihren Videos. Als Chemikerin erklärt sie einfach und für jeden verständlich die Wissenschaft hinter der Kosmetik.

Simone Giertz

Kleine Roboter und witzige Tüfteleien sind hier Programm. Simone Giertz, ursprüngliche Schwedin, die nun in den USA wohnt, bastelt für ihr Leben gerne. In ihrer Werkstatt baut sie Möbel aus Streichhölzern und Automaten, die bei Münzeinwurf auf die Schulter klopfen. Etwas ungewöhnliche Wissenschaftswebvideos, aber eine Inspiration für Ingenieure, Designer und Architekten. 

 

Das war es mit unserem kleinen Einblick in die internationale Welt der ScienTuber. Schreibt gerne eure Kanalempfehlungen in die Kommentare! Wir freuen uns immer Neues zu entdecken.

Wissenschaftswebvideo International – Auf Spanisch

Wie sieht die ScienceTuber Landschaft weltweit aus? Wir haben recherchiert!

Nachdem wir letzte Woche viele coole französische YouTuber*innen kennengelernt haben, schauen wir heute nach Spanien.

 

Buenos días a todos. Hoy presentamos los canales españoles de comunicación de la ciencia.

 

La gata de Schrödinger  – Rocío Vidal 

Die Wissenschaftsjournalistin räumt mit Verschwörungserzählungen und Pseudowissenschaften auf. Neben kritischen Auseinandersetzungen auf z. B. Corona-Demos, betreibt sie Aufklärung über oft tabuisierte Themen wie Masturbation und Geschlechtskrankheiten.

Date un Voltio – Javier Santaolalla

Physik, Astronomie und Popkultur auf einem Kanal? Javier Santaolalla untersucht die Wissenschaft hinter dem DC Comic-Helden Flash oder die Wissenschaft in der beliebten Serie The Big Bang Theory. Außerdem auf dem Kanal: Videos über Polarlichter, Satelliten und Windströmung.

Antroporama – Patri Tezanos  

Die Neurowissenschaftlerin nimmt uns mit in ihre Welt. Auf ihrem Kanal findet sich alles zu Themen der Neurowissenschaften, Psychologie, Anthropologie, Soziologie und Biologie. Wenn du schon immer wissen wolltest, ob der Mond einen Einfluss auf unsere Stimmung hat, bist du hier genau richtig.

C de Ciencia – Martí Montferrer 

Wie der Name es schon vermuten lässt, hier dreht sich alles um Wissenschaft. Neben monothematischen Videos gibt es jeden Monat das Format „Top 8 Noticias científicas“. Dabei werden 8 Top Wissenschafts-News kurz vorgestellt und zusammengefasst. Perfekt, um auf dem Laufenden zu bleiben.

La Hiperactina – Sandra Ortonobes Lara

Was ist DNA? Wie funktioniert CRISPR/Cas? Auf ihrem Kanal erklärt Sandra Ortonobes Lara alles rund um die Biomedizin. Gut recherchiert, verständlich und mit Quellen für weitere Lektüre.

Derivando – Eduardo Sáenz de Cabezón

Mathematik ist langweilig und kompliziert? Falsch. Derivando zeigt uns, dass es anders geht. In kurzen Videos erklärt er witzige mathematische Rätsel und spannende Zusammenhänge zwischen der Mathematik und anderen Disziplinen.

ScienceTruck

Für groß und klein, kurz und lang – Auf diesem Kanal findet sich ein Sammelsurium an Themen, dass in kurzen knackigen Videos dargestellt wird. Die Mischung aus Fotos, Zeichnungen, Grafiken und Texten sind ein Hingucker. Außerdem gibt es längere Interviews und Livestreams zu aktueller Forschung. 

Raíz de Pi Santi García Cremades

Interviews, ein wenig Corona Content und vor allem Mathematik. Hier geht es um Wissenschaft und Zahlen. Doch nicht nur Analysen der aktuellen Corona-Fallzahlen sind hier zu finden. Ein Highlight ist ein Mathe-Rap.

FECYT Ciencia

Die Fundaciòn Española para la Ciencia y la Tecnología (FECTY) hat als Ziel, Wissenschaft und technologische Innovationen zu fördern. Neben vielen Videos zu aktueller Forschung ist auch das wissenschaftliche Arbeiten ein großes Thema auf diesem Kanal.

 

 

Das war nur ein kleiner Einblick in die spanische ScienceTuber-Szene. Nächste Woche folgen englischsprachige Kanäle.

#WissenschaftswebvideoInternational – auf Französisch

Wie sieht die ScienceTuber Landschaft weltweit aus? Wir haben recherchiert! 

Die deutsche ScienceTuber-Szene ist euch Fast Forward Science Followern wohl bekannt. Doch wie sieht es in anderen Ländern aus? Heute stellen wir euch französischsprachige ScienceTuber vor. Viele bieten zusätzlich französische Untertitel an, also die perfekte Gelegenheit sein Französisch etwas aufzubessern.

Bonjour à tous et à toutes. Aujourd’hui on vous présente des chaînes de vulgarisation scientifique françaises.

C’est une autre histoire – Manon Bril 

„Das ist eine andere Geschichte“ – Auf diesem Kanal dreht sich alles um Geschichte und Archäologie. Von kurzen Zeichentrickvideos bis tiefgehenden Wissenschaftsvideos ist auf dem Kanal von Manon alles zu finden. Mit Witz, Leidenschaft und unterschiedlichen Formaten spricht sie von skurrilen geschichtlichen Ereignissen – wie dem Diebstahl von Charlie Chaplins Sarg – aber auch von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Forschungen aus ihrem Themenbereich. 

Fouloscopie – Mehdi Moussaïd  

Wieso singt eine Menschenmenge immer richtig? Kann eine Menschenmasse Kasparov im Schach schlagen? Wie verbreitet sich Panik in einer Menge? Mehdi Moussaïd forscht zu all diesen  Themen. Um genauer zu sein, erforscht  er die Verhaltensweisen von Menschenmassen. Mit vielen popkulturellen Anspielungen, Beispielen aus seiner Forschungsarbeit und Simulationen weckt er gekonnt das Interesse an diesem interdisziplinären Forschungsgebiet. 

DirtyBiology – Léo Grasset

Vor sechs Jahren begann Léo Grasset mit seinen Videos und gehört inzwischen mit über 1 Mio. Abonnenten zu den großen ScienceTubern Frankreichs. Er verbindet die unterschiedlichsten Themen, vom Klimawandel über das Farbspektrum bis zu Epidemien, mit gut geschnittenen Videos. Immer gut recherchiert und mit wissenschaftlicher Tiefe. 

ExperimentBoy – Baptiste Mortier-Dumont 

Du liebst es, wenn Dinge explodieren? Experimentboy lässt nichts anbrennen – oder gerade doch? Neben zahlreichen Experimenten, bei denen gerne etwas in die Luft fliegt, macht er zusätzlich viele Videos zu seinen Heimwerkerprojekten. Der wissenschaftliche Hintergrund kommt dabei nie zu kurz. 

Science de comptoir – Valentine D. 

Alles über Steine! Die Wissenschaftsjournalistin Valentine D. erklärt auf ihrem YouTube-Kanal die Welt der Geologie. Wenn du schon mal das Leben eines Sandkorns nachverfolgen wolltest, bist du hier genau richtig!

Nota Bene – Benjamin Brillaud

Geschichte aus allen Perspektiven. Von regionaler Geschichte bis zu weltgeschichtlichen Ereignissen, von der Antike über die Wikinger bis heute – mit über 200 Videos bietet der Kanal viel Material um sein geschichtliches Wissen aufzufüllen.

Jamy – Jamy Gourmaud

Während des Lockdowns hat Jamy , der aus dem Fernsehen bekannte Wissenschaftskommunikator, seinen YouTube Kanal gestartet und jeden Tag ein kurzes Wissenschafts-Webvideo rausgebracht. Immer mit kleinen Modellen und vielfältigen Themen, vorrangig aus der Naturwissenschaft. Einfach erklärt, sodass auch jeder es versteht. Ein Hingucker für Groß und Klein.

Un Créatif 

Wer sich für Marketingstrategien und Framing im Marketing interessiert, ist hier genau richtig. Un Créatif untersucht Marken und deren Verkaufs- und Imagestrategien kritisch und zeigt so die Funktionsweise auf, die zum Kauf und Konsum animieren sollen.

Linguisticae

Wie der Name des Kanals es andeutet, hier geht es um Sprache, Wörter und Grammatik! Spannend und unterhaltsam werden einzelne Wörter analysiert, alte Sprachen vorgestellt und auch der “Grammarnazi” thematisiert. Wer was über die Entstehung und Entwicklung von Sprache lernen möchte, ist hier genau richtig!

Homo Fabulus 

Auf diesem Kanal dreht sich alles um Biologie und das Gehirn. Das Ziel: Das menschliche Verhalten besser verstehen. Neben aktuellem Corona-Content beschäftigt er sich mit Fragen der Moral und beleuchtet das Thema aus vielen Perspektiven. 

Noch nicht genug?

Wer noch weitere französische ScienceTuber sehen möchte kann einen Blick in das Café des sciences werfen. Dort haben sich viele Wissenschaftler*innen und Kommunikator*innen zusammengeschlossen, um Wissenschaftskommunikation zu betreiben! Die Formate gehen von Podcasts, über Comics bis zu den beliebten Webvideos. Schau doch mal rein!

 

C’est la fin de notre semaine française. Au revoir et à bientôt!

Das ist das Ende unserer französischen Woche.

#HowToWebvideo Rückblick

In den letzten vier Wochen sind wir die drei Phasen des Videodrehs durchgegangen – Vorbereitung, Dreh und Postproduktion.

Jetzt fassen wir alles noch einmal kurz zusammen. Am Ende des Artikels gibt es Download-Material, das dich bei deinem Videoprojekt unterstützen kann. Schau doch mal rein. 

Vorbereitung

  • Die Videoidee: Such dir ein wissenschaftliches Thema, für das du brennst. Überleg, was daran so spannend ist, wem du es erzählen möchtest, also wer deine Zielgruppe sein soll. Suche einen passenden Videostil dazu. 
  • Das Drehbuch: Bring deine Idee zu Papier. Ein Video wird in drei Teile aufgeteilt: Das Intro – mit schneller Einleitung,  der Hauptteil – mit spannenden Fakten und das Ende – mit deinem Fazit. Schreib in deinem Drehbuch alles auf, was relevant für dein Video ist, z. B. den Drehort, die Requisiten, Bewegungen und deine verwendeten Quellen.
  • Das Storyboard: Zeichne drauf los und visualisiere deine Videoidee. Nutze dabei dein Drehbuch und übersetze dieses in Bilder. Das hilft, ein einheitliches Video zu gestalten.
  • Die Planung des Drehs: Dazu gehören einen Drehort finden, einen Drehtermin festlegen und Requisiten, Technik und Snacks besorgen. 

Drehtag

  • Nutze die Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen, denn auch mit einfachen Mitteln lassen sich schöne Videos drehen! Als Kamera reicht oft ein Handy. Stativ und Lichtset kannst du einfach improvisieren. Werde Kreativ und dreh drauflos.  Nutze das Storyboard, um die passenden Einstellungen zu drehen.
  • Viele weitere Tipps gibt es im Blogartikel.

Postproduktion

  • Nutze ein Schnittprogramm, mit dem du gut arbeiten kannst und probiere dich daran aus.
  • Achte auf guten Ton! Er ist genauso wichtig, wie ein gutes Bild.
  • Trau dich, Effekte einzubauen, aber überlade das Video nicht.  
  • Nutze die vielen Tutorials und Foren, wenn du nicht weiter weißt.
  • Exportiere dein Video in einem für YouTube passenden Format. 

 

Falls du noch mehr über die Produktion von Wissenschafts-YouTube-Videos lernen möchtest, schau mal in den Artikel So geht YouTube von Jacob Beautemps vom Kanal Breaking Lab. Der ScienceTuber hat aus seiner Forschung über Wissenschaftsvideos auf YouTube 16 Regeln für einen erfolgreichen Wissenschafts-YouTube-Kanal abgeleitet. 

 

Reich jetzt dein Video ein! Die Deadline ist am 26. Juli 2020.

 

Viel Spaß beim Dreh und viel Erfolg beim Wettbewerb!

 

 

 

Zum Download: 

 

#HowToWebvideo Teil 7: Die Postproduktion

Jetzt geht es an den letzten Teil! Sieh, wie aus einzelnen Clips dein Wissenschaftswebvideo wird.

 

Bei der Postproduktion hängst du die einzelnen Clips aneinander, gestaltest die Übergänge, passt den Ton und die Musik an und fügst visuelle Effekte oder Banner ein. Das Ziel ist das fertige Video. Plan dafür genug Zeit ein – die Postproduktion dauert gerne länger als erwartet, vor allem, für Webvideo Neulinge.

 

Der Schnitt

Beim Schnitt schneidest du die einzelnen Clips, die gedreht wurden, passend zu und bringst sie in die richtige Reihenfolge.

Tipps für den Schnitt: 

  1. Verschaff dir einen Überblick über das Schnittprogramm. Die meisten Programme sind ähnlich aufgebaut. Es gibt einen Bereich wo Medien gesichtet und ins Projekt importiert werden. Es gibt Werkzeuge wie schneiden, trimmen, verschieben und Video- und Tonspuren können übereinander gelegt werden. Spiel herum und schau für Hilfestellungen ruhig im Internet nach. Zu vielen Programmen gibt es große Communitys, die sich in Foren oder über Tutorials austauschen!
  2. Sichte das Material und such dir die benötigten Clips raus. Benenne diese dann direkt sinnvoll um, z. B. mit Hilfe des Storyboards, und importiere sie anschließend ins Projekt. Schneide dann die Clips passend zu und füge sie in der richtigen Reihenfolge in deinen Arbeitsbereich ein.
  3. Nutze, wenn nötig, B-Roll. Mit B-Roll wird zusätzliches Material bezeichnet. Das können z. B. kleine Clips oder Bilder sein, die das gesprochene bildlich wiederspiegeln. Du kannst damit auch unterschiedliche Perspektiven oder Details einer Szene zeigen. Das sorgt für Abwechslung und schafft eine zusätzliche Räumlichkeit. Hier ein Artikel von Techsmith.de zu dem Thema.  

 

Am Ende des Blogbeitrags findest du Links zu B-Roll-, Bild- und Icon-Datenbanken und eine kleine Auswahl an Schnittprogrammen.

 

Der Ton

Mit Ton ist einerseits Sprechertext bzw. Voiceover gemeint, andererseits Sounddesign und Hintergrundmusik.

Soll ein Voiceover über das Video gelegt werden, dann sprich den Text mit dem Handymikrofon oder einem Headset ein. Die meisten Handys haben eine integrierte Diktier- oder Notizen-App. Besseren Ton bietet ein externes Mikro oder einen Audiorecorder. Die Anschaffung lohnt sich vor allem, wenn du planst noch viele weitere Videos zu machen. 

Achte bei den Aufnahmen auf einen ruhigen Ort, um keine Störgeräusche zu haben. Also alle Fenster schließen und in einen kleinen Raum, der möglichst wenig Hall bietet, gehen. 

So sieht übrigens mein „Tonstudio” zuhause aus. Einfach die Bettdecke über den Kopf und schon bin ich in einer hallarmen Umgebung. 

Ein gutes Open Source Programm für die Audiobearbeitung ist Audacity. Damit kannst du ungewollte Passagen entfernen, die Lautstärke anpassen und Effekte einbauen. Pass die Audiospur im Videoschnittprogramm an die anderen Geräusche und die Musik an.

Nun fehlt noch die Musik und evtl. Geräusche. Achte beim Schnitt auf den Rhythmus der Musik. Schneide Bild und Musik rhythmisch zueinander, so entsteht eine wunderbare Dynamik.

 

Effekte

Effekte können ein Video aufpeppen. Das kann die einfache Einblendung eines Objekts sein bis hin zu einer Explosion. Viele Effekte lassen sich mit den Videoschnittprogrammen umsetzen. Für ausgefeilte Animationen benötigst du jedoch zusätzliche Software. Glücklicherweise gibt es gute kostenlose Schnitt- und Animationsprogramme und sehr viele hilfreiche Tutorials im Netz. 

Schau wie Effekte dein Video aufwerten können und probier etwas herum. Übertreibe es dabei aber nicht, da das Video sonst schnell überladen und unruhig wirken kann.

 

Rendern/Exportieren

Beim Rendern wird das Projekt zum fertigen Video. Dabei werden die einzelnen Elemente (Clips, Bilder, Musik, Effekte) zusammengefügt und zu neuen Bildern berechnet und kodiert. Durch das Exportieren (dabei rendern die meisten Programme automatisch) wird das Projekt schlussendlich zu einer Videodatei. Die meisten Programme bieten vordefinierte Einstellungen für YouTube Videos, nutze diese. Je nach Leistungsstärke deines Computers, der Dateigröße des Materials und dem Einsatz von Effekten dauert das Rendern seine Zeit. Also nicht wundern, wenn ein 5 Minuten Video 3 Stunden zum Rendern benötigt. 

Plan genug Zeit ein, falls dabei etwas schief geht oder es in einem anderen Format erneut exportiert werden muss. 

Als Tipp: Bei langen Videos den Computer über Nacht arbeiten lassen, während man schläft. 

 

Auf YouTube

Und wie kommt das ganze jetzt auf YouTube? Nutze dazu am besten unsere YouTube Checkliste und die YouTube Hilfe.

Der letzte Schritt: Reiche dein Video bei Fast Forward Science ein. 

 

Linkliste

Video schneiden: Die besten kostenlosen Tools 2020 – Chip.de

 

DaVinci Resolve

Ein sehr vielseitiges und mächtiges Freeware Programm für Windows, iOS und Linux. Es kommt ursprünglich aus der Farbkorrektur, ist aber inzwischen ein umfangreiches und professionelles Videobearbeitungsprogramm. DaVinci Resolve hat eine große Online-Community. Dadurch stehen viele Tutorials und Hilfestellungen zur Verfügung. 

Shortcuts und Tutorial

 

Shotcut

Perfekt um unkompliziert Videos zu schneiden. Auch zu diesem kostenlosen Programm gibt es viele YouTube Tutorials zu finden.

Shortcuts und Tutorials . Dort ist auch eine deutschsprachige YouTube Playlist verlinkt.

 

Blender

Blender ist optimal für 3D Animationen geeignet. Wer mit Animationen schon immer mal experimentieren wollte, findet mit diesem kostenlosen Programm das passende Tool. Blender hat eine große Community, wodurch viele Tutorials, Kurse und Forenbeiträge bereit stehen. 

Tutorials

 

Wenn du dein Video am Handy schneiden möchtest, kannst du dir hier einen Überblick verschaffen. Bei vielen Handyapps muss man allerdings ein paar Euro investieren, um sie ohne Wasserzeichen zu nutzen oder alle nützlichen Funktionen freizuschalten.

 

Audacity ist ein Open Source Audioschnittprogramm. Es enthält alle wichtigen Funktionen für die Audiobearbeitung. Tutorials und Foren sind zahlreich vorhanden. 

Shortcuts und Tutorials

 

 

Datenbanken

Nun folgen Datenbanken für Musik, Geräusche und Bildmaterial. Bei den genannten Datenbanken sind die Stücke meistens unter Creative Commons Lizenz veröffentlicht. 

Ganz wichtig: Achte immer auf das Copyright. Vergiss nicht, die genutzten Elemente, die unter Copyright stehen, im Videoabspann und am besten auch in der Videobeschreibung zu nennen. Die Lizenz der einzelnen Elemente steht immer mit dabei! Manchmal muss der oder die Urheber*in genannt werden, manchmal auch nicht.

 

 

Wir sind gespannt auf dein Wissenschafts-Webvideo. 

Viel Erfolg beim Wettbewerb!

 

 

Wer steckt hinter der #HowToWebvideo-Reihe? Carla Reinhardt ist Teammitglied von Fast Forward Science. Nächste Woche Dienstag folgt der letzte Beitrag der Reihe. Viel Spaß beim Umsetzen und Nachmachen! Wir freuen uns schon auf dein Wissenschafts-Webvideo!

#HowToWebvideo Teil 6: Der Dreh

Die Vorbereitung ist abgehakt. Jetzt wird gedreht! Tipps & Tricks für deinen Dreh!

Die Kamera

Ohne Kamera gibt es keine Aufnahmen. Fast jeder hat heute seine Kamera immer dabei. Das Handy ist eine sehr gute Alternative. Wenn du damit filmst, schalte den Flugmodus ein, damit keine unerwarteten Störungen, wie z. B. Anrufe, den Take versauen. Nicht vergessen, das Handy quer halten und überprüfen, ob es auch in der korrekten Orientierung aufzeichnet. Es klingt banal, aber wird doch so schnell vergessen …

Denk daran, den Akku vorher aufzuladen und zu überprüfen, ob genug Speicherplatz frei ist. Nimm am besten noch eine Powerbank mit.

Das Stativ

Du hast kein Handystativ? Nutz doch einfach die DIY-Handystativ-Anleitung.

Weitere Tricks für mehr Stabilität sind:

  • Beim Filmen die Arme nah am Körper halten.
  • Wenn es möglich ist, irgendwo anlehnen.
  • Du kannst dir natürlich auch für wenig Geld noch ein Stativ mit Handyhalterung besorgen. 
  • Oder bau eine Videobox für dein Erklärvideo.

Der Ton

Wenn du kein externes Mikro hast, such dir für deine Aufnahmen einen ruhigen Ort. Kleiner Tipp: Mach die Fenster zu, so bleiben die Störgeräusche draußen.

Wenn du dir ein kleines Ansteck- oder Richtmikro besorgen möchtest, gibt es die günstigen schon ab 15 € zu kaufen. Hier wurde mal ein Vergleich mit und ohne Ansteckmikro gemacht. 

Auch immer gut dabei zu haben sind Kopfhörer. Damit kann überprüft werden, ob das Mikro das aufnimmt, was aufgenommen werden soll. 

Das Licht

Du hast kein Profi-Lichtset? Kein Problem. Such dir einen hellen Ort, nutz deine Stehlampen, Bürolampen oder andere Lichtquellen. Beim Ausleuchten solltest du darauf achten, dass dein Gesicht und vor allem die Augen gut zu erkennen sind. Vermeide ungewollte Schatten. Hier ein kleines Beispiel, wie Licht aus unterschiedlichen Perspektiven wirken kann.

Und hier die Grundlagen der beliebten Dreipunktbeleuchtung. Sie wird sehr gerne für Interviews genutzt. 

Es ist immer hilfreich, etwas Stoff oder Pergamentpapier vor die Lampe zu hängen. Dadurch wird das Licht gestreut und weicher. Spiel mit Licht und Farben. Beides sind perfekte Werkzeuge, um Stimmungen oder eine bestimmte Ästhetik zu erzeugen.

Jetzt noch ein Vergleich, ohne weitere Lichtquelle. Nur durch meine Platzierung im Raum habe ich für bessere Lichtverhältnisse gesorgt.

 

Weitere Tipps für deinen Dreh

  • Nutz beim Videodreh einen Weißabgleich. Dafür benötigst du nur ein weißes Blatt Papier. Der Weißabgleich ist vor allem wichtig, wenn du den Drehort wechselst. Die unterschiedlichen Lichtverhältnisse beeinflussen das Bild und die Farbgebung. Viele Kameras und Handys haben einen automatischen Weißabgleich. Achte darauf, dass die Einstellungen pro Take fixiert sind. Sonst kann es zu witzigen Farbschwankungen kommen.
  • Achte auf die Bildkomposition und nutze das Storyboard, um die passenden Einstellungen zu wählen.
  • Versuch in deinem Bild eine räumliche Tiefe zu schaffen, also einen Vordergrund oder Hintergrund einzubauen. Als Merkhilfe: „Vordergrund macht Bild gesund“. 
  • „Einfach immer draufhalten.” Die Kamera laufen lassen. Dann hast du auch mehr Material aus dem du auswählen kannst. 
  • Vor und nach der gewünschten Szene die Kamera laufen lassen, wegschneiden kann man immer.
  • Wenn du kleine Filmeffekte nutzen willst, wie z. B. den Stopptrick, plan das mit ein und setze ggf. Markierungen damit die Übergänge später passen. 
  • Überleg dir, was du an welchen Orten drehen musst. Der Dreh muss nicht in der Reihenfolge des Videos stattfinden.
  • Schreib dir die Takes, die du am Ende auf jeden Fall nutzen willst, direkt mit in dein Storyboard. So kannst du die Dateien später aussagekräftig umbenennen.
  • Wenn du Bildschirmaufnahmen machen möchtest, kannst du zum Beispiel OBS benutzen. 
  • Wenn du ein Erklärvideo mit PowerPoint erstellen möchtest, findest du unter diesem Link eine wunderbare Anleitung, wie das ganz einfach möglich ist. Du brauchst dafür nur Powerpoint und ein Mikrofon! 
  • Und hier noch weitere hilfreiche Links zum Umgang mit der Kamera:

 

Und das Wichtigste! Nicht den Spaß vergessen.

 

Viel Erfolg beim Dreh!

 

 

Wer steckt hinter der #HowToWebvideo-Reihe? Carla Reinhardt ist Teammitglied von Fast Forward Science. Sie schreibt in den nächsten Wochen über die einzelnen Punkte der Webvideo-Checkliste. Jeden Dienstag und Freitag erscheint ein neuer Beitrag. Viel Spaß beim Umsetzen und Nachmachen! Wir freuen uns schon auf dein Wissenschafts-Webvideo!

#HowToWebvideo Teil 5: Die Planung des Drehs

Idee, Drehbuch und Storyboard stehen! Jetzt geht es an die letzte Planung für den Drehtag.

Den Drehort suchen 

Das kann dein Wohnzimmer, dein Garten, die Fußgängerzone, ein Museum, eine wissenschaftliche Einrichtung oder ganz woanders sein.

Erkundige dich –  brauchst du eine Drehgenehmigung?

Frag die Pressestelle des Unternehmens oder der Einrichtung an, ob du dort drehen darfst. Drehst du an deinem Arbeitsplatz, hol dir zumindest die mündliche Zustimmung, damit es keinen Ärger gibt. Im öffentlichen Raum ist filmen grundsätzlich erlaubt, solange du keine Persönlichkeitsrechte verletzt.

Mehr Infos z. B. in dem Artikel Filmen und Fotografieren – was ist erlaubt?

 

Drehtermin bestimmen

Stimm den Termin mit deiner Crew ab und denk dabei an die Lichtverhältnisse und den Verkehr am Drehort. Wenn du eine leere Innenstadt brauchst, solltest du nicht Samstagmittag zur Shoppingzeit drehen.

Tipp: Erkunde den Drehort zur gewünschten Tageszeit. So kannst du abschätzen, wie die Drehvoraussetzungen sind.

 

Alle Requisiten parat? 

Nichts ist nerviger, als einen Dreh zu unterbrechen, weil Dinge vor Ort fehlen. Erstell eine Liste mit allen benötigten Materialien und besorg sie. Eine Packliste hilft, damit du am Drehtag nichts vergisst. 

 

Die Technik für den Dreh organisieren 

Das Wichtigste ist eine Kamera! Denn ohne Kamera, gibt es keinen Film. Viele greifen für ihre YouTube Videos zum Handy. Meistens reicht die Handykamera vollkommen aus.

Unerlässlich für ein gutes Video ist guter Ton! Besorg dir am besten ein Ansteck- oder Richtmikrofon. Es gibt sie schon für wenig Geld. Hier mal zwei Vergleiche

Die besten Mikrofone für YouTube Videos – dertuber.de 

Mikrofone – Meistervergleich.de

Wenn das nicht drin sein sollte, denk bei deiner Drehortwahl daran, dass er ruhig ist.

 

Optional sind ein Stativ oder Selfie-Stick, Kopfhörer und ein Lichtset. Es braucht keine hoch professionelle Technik, um ein gutes Webvideo zu drehen. Das Lichtset kann z. B. eine Stehlampe, eine Schreibtischlampe oder ein Tageslichtwecker sein. Ein Stativ lässt sich durch Bücherstapel, Tische oder andere Gegenstände improvisieren. Lass dich nicht davon abschrecken, wenn du keine professionelle Filmausrüstung parat hast und werde kreativ!

 

Dinge, die außerdem nicht fehlen dürfen!

  • Ein kleiner Snack und etwas zu trinken (vergisst man leider gerne mal einzupacken)
  • Dein Storyboard und Drehbuch
  • Genügend Platz auf der Speicherkarte, am besten eine zweite Speicherkarte einpacken
  • Geladene Akkus oder eine Powerbank

 

 

Damit solltest du jetzt gut für den Drehtag vorbereitet sein. 

Am Dienstag haben wir dann einige Tipps für den Dreh parat! Von Equipment bis zu kleinen Tricks, die wir auch gerne bei unserem ersten Dreh gewusst hätten.

 

 

Wer steckt hinter der #HowToWebvideo-Reihe? Carla Reinhardt ist Teammitglied von Fast Forward Science. Sie schreibt in den nächsten Wochen über die einzelnen Punkte der Webvideo-Checkliste. Jeden Dienstag und Freitag erscheint ein neuer Beitrag. Viel Spaß beim Umsetzen und Nachmachen! Wir freuen uns schon auf dein Wissenschafts-Webvideo!

#HowToWebvideo Teil 4: Das Storyboard

Du hast dein Thema, dein Drehbuch ist geschrieben und nun? Wie wird der Text zum Bild?

Nach dem Drehbuch, folgt nun das Storyboard. Das Drehbuch ist der rote Faden für dein Video. Im Storyboard wird dieser rote Faden nun in Bilder übersetzt. Es geht also um dein Video aus Kameraperspektive. In einem Storyboard hältst du zeichnerisch fest, was der Zuschauer am Ende sehen wird. Aber keine Angst, dafür muss man keine große Künstlerin oder kein großer Künstler sein! 

 

Wozu das Ganze?

Das Storyboard soll dabei helfen, die Videoidee zu visualisieren. Das ist wichtig, damit die Bildästhetik und das Videomaterial am Ende auch zusammenpassen. Außerdem hilft es beim Dreh die passenden Einstellungen zu wählen. Es passiert nämlich schnell, dass man eine spontane Idee sehr gut findet, die am Ende aber nicht ins Gesamtkonzept passt. Das Storyboard hilft, das große Ganze zu betrachten und Ideen reifen zu lassen. Überlegt man nämlich im Vorfeld, wie das Video aussehen soll, können Ideen rechtzeitig verknüpft und eingearbeitet werden.

 

Meistens hat man beim Drehbuchschreiben auch schon eine grobe Idee, was im Bild zu sehen sein soll. Nutze diese Ideen, um dein Storyboard zu zeichnen. Um anzufangen, ist es sinnvoll, das Drehbuch in kleinere Einheiten zu unterteilen: in Szenen. Diese Szenen werden dann in die unterschiedlichen Einstellungen aufgeteilt.

Was es für unterschiedliche Einstellungen gibt und wofür sie verwendet werden, kannst du hier nachlesen. Oder hier als kurzes YouTube Video   

Nutze die unterschiedlichen Möglichkeiten und spiele damit. Falls eine Vorlage benötigt wird, ist hier ein Blanko-Storyboard! Einfach herunterladen und drauf los zeichnen. Du kannst unter jedes Kästchen noch zusätzliche Informationen schreiben, z. B. welches Objekt besonders wichtig ist oder bestimmte Bewegungen der Personen.

 

Hier mal ein Beispiel, wie ein Storyboard aussehen kann.

Du siehst, ich bin auch keine Künstlerin!

 

Schon ein kurzes Storyboard hilft dir später bei Dreh und Schnitt. Du kannst daran nämlich genau ablesen, was du filmen musst. So erspart man sich viele Drehstunden und hält das Filmmaterial kompakt. 

Kleiner Tipp: Wenn du im Storyboard die Szenen und Takes klar kennzeichnest – mit Namen, Nummern etc. –  macht es nachher die Speicherung und die Auswahl des gedrehten Materials bedeutend einfacher, weil man die Dateinamen dementsprechend anpassen kann.

 

Jetzt aber viel Spaß beim Zeichnen!

 

 

Wer steckt hinter der #HowToWebvideo-Reihe? Carla Reinhardt ist Teammitglied von Fast Forward Science. Sie schreibt in den nächsten Wochen über die einzelnen Punkte der Webvideo-Checkliste. Jeden Dienstag und Freitag erscheint ein neuer Beitrag. Viel Spaß beim Umsetzen und Nachmachen! Wir freuen uns schon auf dein Wissenschafts-Webvideo!

#HowToWebvideo Teil 3: Das Drehbuch

Deine Idee steht, jetzt geht es ans Drehbuch!

 

Das Drehbuch ist sozusagen dein verschriftlichtes Video. Je detaillierter du jetzt vorgehst, desto weniger muss im Nachhinein beim Dreh oder Schnitt überlegt werden. Das Drehbuch ist der rote Faden für deine Geschichte.

Ein Drehbuch beinhaltet Informationen darüber, wer gerade spricht, was im Bild zu sehen sein soll und was gesagt wird. Es ist empfehlenswert, dort auch schon festzuhalten, ob und welche Requisiten du benötigst, was im Fokus der Szene stehen soll und wo du drehst. 

So könnte zum Beispiel dein Drehbuch strukturiert sein. Hier mal eine Word-Vorlage als Download und ein Beispiel als PDF.

Um erst einmal einen Überblick zu bekommen, kann es helfen, ein grobes Inhaltsverzeichnis mit Stichpunkten zu schreiben. Dieses wird dann nach und nach ausformuliert und um Details ergänzt.

 

Der Aufbau eines Videos ist immer der Gleiche.

  1. Das Intro: Beim Intro geht es darum, den Zuschauer direkt abzuholen. Es sollte von Anfang an klar sein, worum es in dem Video geht. Vermittle dem Zuschauer direkt, wieso er dieses Video weiterschauen sollte. Es sollte also schon in deinen ersten Sätzen deutlich werden: „Darum dreht sich das Video. Das ist die Frage, die am Ende beantwortet wird. Das hast du gelernt, wenn du das Video geschaut hast.“
  2. Der Hauptteil: Der Hauptteil ist der inhaltliche Teil deines Videos. Dort solltest du auf die spannenden Fakten und Erkenntnisse eingehen. Versuch dabei einen Bezug zum Alltag zu schaffen, damit deine Zuschauer dir auch folgen können.
  3. Das Ende: Am Ende sollte das, was du deinem Zuschauer versprochen hast, beantwortet werden. Der Anfang und das Ende umrahmen deinen Hauptteil und geben dem Ganzen einen runden Schliff. Es ist also wichtig, auf den letzten Metern nicht nachzulassen! Schließlich ist es das Ende, das im Kopf hängen bleibt. Verpacke im Ende also die wichtigen Infos deines Videos, deine Botschaft und die Antwort auf deine Kernfrage! 

 

Kurz und knackig. Was muss ich beim Drehbuch schreiben beachten?

  • Worauf lege ich meinen Fokus?
  • Was ist die Kernfrage? Was möchte ich dem Zuschauer vermitteln?
  • Was sind die wichtigen Zahlen und Fakten, die der Zuschauer benötigt, um das Thema zu verstehen? 
  • Wieweit muss ich ausholen, damit das Thema eingeordnet werden kann?
  • Was muss ich noch zusätzlich erzählen, damit der Zuschauer die Problematik versteht?
  • Was darf auf keinen Fall fehlen? Was ist „nice to have“? Und was ist überflüssig für einen Laien, aber interessant für das Fachpublikum?

 

Da wären wir nun auch schon beim Thema Quellen. 

Du möchtest ein Wissenschafts-Webvideo erstellen. Und wie es zu guter wissenschaftlicher Arbeit gehört, gehört auch bei der Vorbereitung eines Wissenschafts-Webvideos eine gute Recherche dazu. Überleg dir welche der Quellen du in deinem Video verarbeitest und welche du als weiterführende Quellen z. B. in der Videobeschreibung mit angibst. Wenn es zu viele Quellen für die Videobeschreibung werden sollten, kannst du die Quellen auch in einem freien Dokument sammeln (z. B. GoogleDocs) und dieses in der Beschreibung verlinken.

Das strukturierte Sammeln deiner Quellen kann auch beim Aufbau des Videos helfen. Wenn du unterschiedliche Perspektiven sammelst, kannst du damit schon argumentative und logische Ketten aufbauen. 

 

Und wie schreibt man jetzt so ein Drehbuch?

Ganz einfach: Drauf los schreiben. Such dir einen Platz, an dem du gut arbeiten kannst und dann schreib erst einmal alles auf! Behalte dabei den roten Faden und die Fragen von oben im Blick.

 

Tipps nach dem Schreiben:

  1. Wenn du alles auf Papier gebracht hast, lies dir den Text noch einmal durch und streich alles raus, was überflüssig ist: Also alle Füllsätze und unnötigen Wörter, alle nicht relevante Argumente und so weiter. Strukturiere, falls nötig, den Text noch einmal um, damit die Reihenfolge der Aussagen sinnvoll wird. 
  2. Lies dir, falls vorhanden, den Sprechertext nochmal laut vor. Denn was gut geschrieben ist, ist nicht immer gut zu sprechen. Schreib es so um, dass es sich beim Sprechen für dich natürlich anfühlt. 
  3. Gib das Drehbuch danach auch nochmal einer anderen Person zu lesen. Damit lässt sich herausfinden, ob auch alles verständlich ist; deine Geschichte nachvollziehbar ist und das Thema gut vermittelt wird.

 

Hier haben wir noch ein paar Links über Storytelling und Wissenschaftskommunikation, die dir beim Schreiben weiterhelfen können.

Tipps rund ums Storytelling – Wisskomm.de

Große und kleine Geschichten – Wisskomm.de

25 Kommunikationstipps – NaWik

 

Viel Spaß beim Schreiben!

 

Wer steckt hinter der #HowToWebvideo-Reihe? Carla Reinhardt ist Teammitglied von Fast Forward Science. Sie schreibt in den nächsten Wochen über die einzelnen Punkte der Webvideo-Checkliste. Jeden Dienstag und Freitag erscheint ein neuer Beitrag. Viel Spaß beim Umsetzen und Nachmachen! Wir freuen uns schon auf dein Wissenschafts-Webvideo!

#HowToWebvideo Teil 2: Die Idee

Am Anfang, noch lange bevor du zur Kamera greifst, wartet ein wichtiger Schritt auf dich – die Vorbereitung. Diese ist unerlässlich und erleichtert dir den Videodreh und Schnitt später ungemein. Zu einer guten Vorbereitung gehören die Entwicklung einer Idee, ein überzeugendes Drehbuch, ein mitreißendes Storyboard und eine gute Produktionsplanung (siehe die Checkliste). Los geht es mit der Idee.

Welches Thema eignet sich für ein wissenschaftliches Webvideo? 

Im Grunde jedes! Such dir am besten ein wissenschaftliches Thema, für das du brennst! 

Wenn du in der Wissenschaft tätig bist, hier ein paar Fragen die dir dabei helfen können.

  • Woran arbeite ich gerade? 
  • Was begeistert mich daran?
  • Was macht es so spannend, dass ich mich damit tagtäglich beschäftigen möchte? 
  • Was erzähle ich meinen Freunden über meine Arbeit?
  • Was war die letzte spannende Entdeckung bei meiner Forschung?

Oder etwas allgemeiner für Nicht-Forschende.

  • Was wollte ich schon immer wissen?
  • Was für ein Science-Video würde ich gerne sehen?
  • Welche wissenschaftliche Disziplin finde ich spannend? Welches wissenschaftliche Thema finde ich spannend
  • Zu welchem Thema möchte ich die wissenschaftliche Perspektive näher kennenlernen oder verstehen?

Sammle deine Einfälle und schreib sie auf. Eine gute Inspiration für aktuelle Wissenschaftsthemen bieten auch die Wissenschaftsrubriken großer Zeitungen und Journals. Wie zum Beispiel die Zeit, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nature oder Science.

 

Kleine Brainstorming Tipps:

  • Setz dich mit Freunden oder Kolleg*innen zusammen und überlegt gemeinsam
  • Ideen werden nicht kritisiert oder bewertet
  • Greif Ideen von anderen auf und spinne sie weiter
  • Denk unkonventionell “Out of the Box”
  • Schlaf eine Nacht drüber. Am nächsten Morgen sprudeln die Ideen oft erneut. 

 

Wie wird aus dem Thema nun ein Video?

Wenn du ein Thema gefunden hast, können dir diese vier Leitfragen weiterhelfen.

  1. Wer ist die Zielgruppe?
  2. Was sind die spannendsten, die interessantesten und die wichtigsten Punkte, um das Thema zu verstehen?
  3. Welches Bild hast du im Kopf, wenn du an das Thema denkst?
  4. Welcher Videostil ist passend? ( z. B. animiert, Legevideo, Erzähler)

Jetzt kannst du deine Kreativität spielen lassen. Beim Videostil ist wirklich alles möglich – einfach ausprobieren und herumexperimentieren. Aber denk daran, dass du dich mit dem Stil auf wohlfühlen musst. 

 

Um den Einstieg in die unterschiedlichen Videostile zu vereinfachen, sind hier ein paar Beispiele aus den letzten Wettbewerbsjahren von Fast Forward Science :

Erzähler: „Fluoride verkalken das Gehirn!“ | Fast Forward Science 2018 von maiLab

oder

Vulkanblitze: Einst Lebensfunke – Eines Tages Frühwarnsystem? (Fast Forward Science 2017) von Tamara Worzewski

Musikvideo: NiksDa – Kein Thema (prod. Dalton) | #EarthOvershootDay  von NiksDa

Animiert: Einsamkeit von Kurzgesagt – In a Nutshell

Legovideo: Brickscience TV – Kryptographie („Fast Forward Science 2017“) von Stefan Müller

Und noch ganz andere Kombinationen aus allem: Tomaten im Weltall | Science Cliption: WISSENSCHAFT clip & klar von Science Cliption

Für noch mehr Inspiration: Schau auf der PREISTRÄGER Seite nach!

 

 

Du solltest dir aber nicht nur Gedanken über den Videostil machen, sondern auch über die Art wie erzählt werden soll. Soll es eher ernst oder sehr unterhaltsam sein? In der Kategorie SCITAINMENT spielt zum Beispiel die Unterhaltung eine große Rolle. In der Kategorie SUBSTANZ eher die wissenschaftliche Tiefe. Und in der Kategorie VISION zählt deine überzeugende Idee für die Zukunft. 

Es ist also für jeden etwas dabei!

Also ran an die Ideenfindung und einfach drauf los überlegen! Mit einer gut überlegten Idee, fällt der Rest direkt viel leichter.

Ich wünsch dir viel Spaß dabei! 

 

Wer steckt hinter der #HowToWebvideo-Reihe? Carla Reinhardt ist Teammitglied von dem Fast Forward Science. Sie schreibt in den nächsten Wochen über die einzelnen Punkte der Webvideo Checkliste. Jeden Dienstag und Freitag erscheint ein neuer Beitrag. Viel Spaß beim Umsetzen und Nachmachen! Wir freuen uns schon auf dein Wissenschafts-Webvideo!

#HowToWebvideo Teil 1: Die Checkliste

Der Wettbewerb hat begonnen und du weißt nicht wie du anfangen sollst? Dann haben wir hier die perfekte Checkliste für dich! 

 

Ein eigenes Video zu drehen kann erst mal ganz schön einschüchternd wirken. Aber wie bei den meisten Sachen heißt es auch hier „Übung macht den Meister“. Also keine Angst vor dem ersten Webvideo. Mit diesen kleinen Tipps und Tricks, wird das alles gar nicht so schwer.

Um dir einen Überblick zu geben, was alles zu erledigen ist, haben wir eine kleine Checkliste erstellt. So bleibt das Projekt überschaubar und du hast genau im Blick, was noch ansteht und was schon geschafft ist! Hier sind also die wichtigsten Schritte kurz aufgelistet.

In den nächsten Wochen beschäftigen wir uns detaillierter mit den einzelnen Punkten.

Filmen in Zeiten von Corona

Der Corona Virus hat so manch einem einen Strich durch die Rechnung gemacht. So heißt es – auch beim Filmdreh –  Improvisieren! Unser Kollege Yannick Brenz schreibt in diesem Gastbeitrag über seine Erfahrungen eines etwas anderen Trailerdrehs für Fast Forward Science.

Ich stehe mitten auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Zum achten Mal ziehe ich mir nun ein neues Outfit an. Die Sonne brennt vom ungewöhnlich blauen Himmel – klar, kein Flugverkehr, keine Kondensstreifen. Ein verstohlener Blick nach links und rechts, doch nur wenige Leute gehen alleine oder zu zweit spazieren. Gestern hatte die Polizei noch Herumsitzende aufgescheucht und Picknicks aufgelöst. Heute ist der blau-weiße Transporter bisher nicht aufgetaucht. Der Wind reißt mir das Storyboard aus der Hand. „Wirklich grandiose Bedingungen, um den neuen Fast Forward Science Trailer zu drehen“, denke ich mir und laufe mit nur einem Schuh bekleidet den Zetteln hinterher.

Jedes Jahr läutet ein neuer Trailer den Fast-Forward-Science-Wettbewerb ein. Auch dieses Mal hatten wir alles vorbereitet. Das Konzept: bis ins Detail ausgearbeitet. Das Storyboard: ein krakeliges Meisterwerk. Das Filmteam: in den Startlöchern. Doch dann warf das Coronavirus alle unsere Pläne und den Rest der Welt über den Haufen: Kontaktbeschränkungen, Quarantäne, Hygieneregeln. Uns stellte sich deshalb die Frage, die jetzt wohl viele Filmemacher*innen beschäftigt: Wie kann Filmen in Zeiten von Corona trotzdem funktionieren?

Am härtesten kollidierte Corona wohl mit dem Filmkonzept. Die ursprüngliche Idee: Ein Kamerateam sollte sich im Mexican Standoff à la The Good, the Bad and the Ugly gegenüberstehen, abwartend, bis die Spannung nicht mehr auszuhalten ist und dann Bäm! „Nicht lange zögern! Nehmt am Wettbewerb teil.“ (Pro-Tipp: Eine Filmklappe gibt ein gutes Startsignal). Doch ein Mexican Standoff muss ein wichtiges Kriterium erfüllen – drei Personen. Das war laut den aktuellen Anti-Corona-Maßnahmen jedoch unmöglich, höchstens zwei Personen durften sich treffen. Die Lösung: Ich spiele alle drei Rollen gleichzeitig, ein Mexican Standoff mit mir selbst. Am Filmtag stopfte ich also drei Outfits in meine Satteltaschen, die schon randvoll waren mit Stativ, Kamera und anderem Equipment, und machte mich schwankend auf den Weg zum Drehort.

Auf dem Tempelhofer Feld traf ich auf das gesamte Filmteam: Melanie. Zwar sind viele Videoformate, wie zum Beispiel der YouTube-Klassiker Talking Head, sehr gut alleine machbar. Viele Handgriffe sind zu zweit aber deutlich einfacher: multiple Kameraeinstellungen, Ausleuchtung, Regie, Feedback! Ein zweites Paar Augen und Ohren wahrt nicht nur die Kontinuität im Skript, sondern liefert auch eine zusätzliche Perspektive und nützliche Ratschläge. Außerdem macht es zu zweit einfach viel mehr Spaß! 

Einige Tücken hält Corona beim Filmdreh trotzdem bereit: Wie schaut man sich gemeinsam den letzten Clip an und wart dabei 1,5 Meter Abstand? Einfach das Handy auf einen Selfie-Stick montieren und die Brille aufsetzen. Wie gelingt das Audio trotz Maske? Ein Voiceover wirkt hier Wunder. Wie spielt man mehrere Rollen in einem Bild? Ganz einfach: Steadycam, häufig umziehen und im Schnittprogramm die unerwünschten Bereiche mit Masken ausblenden. YouTube-Tutorials helfen bei den Grundlagen von Masken weiter und liefern nützliche Hacks!

Am Ende kommt es vor allem auf eines an: Kreativität! Die aktuellen Einschränkungen in der Corona-Pandemie müssen euch nicht nur einschränken. Sie bieten auch Raum dafür, neue Filmtechniken zu testen, zu improvisieren und gewohnte Konzepte aufzubrechen. Also: Nicht lange zögern! Nehmt am Wettbewerb teil und werdet kreativ.